Vader Immortal: Eine Star Wars VR-Serie

Genre
VR / AR
USK
nicht USK geprüft (?)
Pädagogisch
ab 14 Jahre
Vertrieb
Oculus
Erscheinungsjahr
2019.05
Systeme
PC, Oculus Quest, Oculus Rift S
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
Oculus VR-Brille benötigt
Kurzbewertung
Eine VR-Reise ins Star Wars Universum
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Star Wars und Sci-fi Fans
Sprache
Englisch mit deutschem Menü
Grafik
realistische 3D-Grafik in VR
Sound
düster und atmosphärisch

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Figuren aus dem Star Wars-Universum
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Hand-Augen-Koordination
Zusatzkosten
Spiel ist in Episoden eingeteilt, diese sind einzeln erhältlich
Problematische Aspekte
Motion Sickness
Redaktion
Joël Beyer
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3

Spielbeschreibung:
Einmal selbst ein echtes Lichtschwert in der Hand halten, davon träumen viele Menschen. Mit Vader Immortal: Eine Star Wars VR-Serie ist nun ein VR-Titel erschienen, der ein Eintauchen in die Welt von Star Wars (fast) komplett möglich macht. In diesem muss sich mithilfe von einem Lichtschwert, einem Multifunktionswerkzeug und körperlichem Geschick durch eine Kurzgeschichte aus dem Star Wars Universum bewegt werden. Bisher ist eine Episode erschienen, weitere sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Zur Geschichte gibt es nach der ersten Episode einiges zu sagen. Die Spielenden landen als Captain eines kleinen Schmugglerschiffes etwas unfreiwillig auf Mustafar, dem Planeten, auf dem Obi Wan Kenobi und Anakin Skywalker ihren finalen Kampf in Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith austragen. Seit diesem Kampf ist jedoch einige Zeit vergangen und Anakin hat bereits seine Verwandlung zu Darth Vader abgeschlossen. Nachdem dieser den Zellenblock verlässt, gelingt ein Ausbruch und die Spielenden erbeuten während der Flucht ein Lichtschwert. Neu bewaffnet geht es in die Katakomben unter der imperialen Einrichtung, dort merkt man jedoch schnell, dass sich die Fluchtpläne um einige Zeit verzögern werden.

Pädagogische Beurteilung:
Gameplay
In Vader Immortal kann sich real und mit Teleportationsbefehl fortbewegt werden. Spieler_innen können den simulierten Raum mit eigenen Schritten durchqueren, solange der Platz im abgesteckten Spielbereich ausreicht. Hier empfiehlt sich eine Fläche von mindestens 2x2 Meter, es kann aber auch eine größere Spielfläche freigegeben werden. Im Mittelpunkt des Gameplays stehen die Kämpfe. Mit dem Lichtschwert müssen gegnerische Laserschüsse abgewehrt und zurückreflektiert werden, außerdem gilt es, sich im Nahkampf zu behaupten. Diese Kämpfe sind sehr statisch, die Spieler_innen müssen in diesen Auseinandersetzungen lediglich darauf achten, aus welchen Richtungen sie angegriffen werden und anschließend mit einer oder beiden Händen das Lichtschwert mit gutem Timing schwingen. Neben den Kämpfen sind kleine Rätsel vorhanden, die mit Bewegungssteuerung gelöst werden müssen. Hierbei wirkt die Erkennung der Bewegungen sehr präzise. Des Weiteren sind einige Kletterpassagen integriert, welche aber übersprungen werden können. Neben den Kämpfen in der Hauptgeschichte, können sich Spieler_innen im Arcade-ähnlichen Modus "Lichtschwert-Dojo" verschiedenen Gegnerwellen stellen. Dieser Modus ist durchaus anspruchsvoll. 

Grafische Darstellung
Im Vergleich zu anderen VR-Titeln wirkt Vader Immortal sehr realistisch und auch der Planet Mustafar, der von Lava bedeckt ist, wirkt furchterregend real. Dass die Hitze selbstverständlich nicht simuliert wird, trägt jedoch dazu bei, dass Spieler_innen nicht komplett in die Welt eintauchen. Das Spiel bietet abwechslungsreiche Bilder, obwohl die imperiale Einrichtung, wie in den Filmen, detailarm und blankpoliert ist. Eine Zwischensequenz soll besonders hervorgehoben werden. Die Cutscene, die eine kurze Zeitreise simuliert, ist mit abstrakten Bildern schön anzusehen. Aber auch die Charaktere, besonders Darth Vader, sind äußerst detailliert dargestellt.

Beurteilung der Anfälligkeit für Motion Sickness
Die Bildführung ist sehr angenehm und der "Lichtschwert-Dojo" Modus ist nur geringfügig anstrengender. Es ist vorteilhaft, dass Vader Immortal eher auf einen statischen Kampfstil setzt. Der Charakter muss in den Auseinandersetzungen mit Sturmtruppen und Lichtschwertdroiden nicht kontinuierlich die Position wechseln, dies verringert die Chance, an Motion Sickness zu leiden. Spätere Episoden könnten durch hektischere Kämpfe dieses Risiko jedoch erhöhen.

Interaktionen
Vader Immortal ist interaktiv und dies hat zur Folge, dass man sich aktiv bewegen muss. Körperlich anstrengend ist das Spiel jedoch nicht, fordert aber Koordination und Reaktionsvermögen. Die Kämpfe erfordern zudem eine gute Orientierung, da Gegner sich nicht immer direkt im Blickfeld befinden. Eine Art Bewusstsein für seine Umgebung wird von den Spielenden verlangt. Die Rätsel, bzw. die Kletterpassagen sind im Vergleich dazu eher anspruchslos und erfordern nicht viel Geschick oder Nachdenken. Durch die genaue Steuerung wäre mehr möglich gewesen. Da noch weitere Episoden erscheinen, bleibt zu hoffen, dass zukünftig kniffligere Rätsel integriert werden. Die Kämpfe verzichten auf Blut oder gewalthaltige Darstellungen. Das Setting ist futuristisch und bietet genug Distanzierungsmöglichkeit. In Zusammenhang mit dem geringen Risiko von Motion Sickness und dem unkomplizierten Gameplay ist Vader Immortal bei längeren Spielphasen für Jugendliche ab 14 Jahren interessant, eine Bewertung durch die USK steht allerdings noch aus.

Fazit:
Ein realistischer Trip in das Star Wars-Universum. Spielerisch und grafisch vermittelt Vader Immortal über die kurze Handlung eine realitätsnahe Atmosphäre. Spieler_innen sind koordinativ gefordert und müssen auf ihre Umgebung achten, um nicht Opfer eines Laserprojektils zu werden. Jugendliche ab 14 Jahren erwartet ein kurzes Abenteuer, welches in späteren Episoden fortgesetzt wird.