Playerunknown's Battlegrounds

Genre
Onlinespiele
USK
ab 16 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 18 Jahre
Vertrieb
Bluehole Inc.
Erscheinungsjahr
2017.03
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Playstation Network, Steam
Kurzbewertung
Online Survival-Shooter der Extraklasse
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Überlebenskünstler, Taktiker
Sprache
Deutsch, Englisch
Grafik
realistisch
Sound
minimalistisch

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Der eigens erstellte Avatar
Mehrspielermodus
Ausschließlich ein Online-Multiplayer
Spielforderungen
Taktisches Geschick
Zusatzkosten
Mikrotransaktionen für Bonusinhalte, wie Kleidungsstücke
Problematische Aspekte
Gewaltdarstellungen, Gewalt als notwendiges Mittel
Redaktion
Marco Rasche
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4Screenshot 5

Spielbeschreibung:
In Playerunknown's Battlegrounds (PUBG) steuert man seinen eigenen Avatar und muss sich auf einer fiktiven Insel gegen bis zu 100 Spieler*innen behaupten. Ziel des Spiels ist es, am Ende als einzig Überlebende*r übrig zu bleiben. Das Spielprinzip lehnt dabei stark an den Film „Die Tribute von Panem“ an. Playerunknown's Battlegrounds ist ein Onlinespiel, welches alleine oder mit bis zu vier Mitspieler*innen betritten werden kann. Gespielt wird dabei aus Ego- oder Third-Person-Perspektive. Es gibt keine auführliche Geschichte, in der die Handlung eingebettet ist. Der Titel hat durch bekannte Internetplattformen wie YouTube oder Twitch enorm an Begehrlichkeit für Jugendliche gewonnen. Allerdings können wir hier nur betonen, dass das Spiel ausschließlich für Erwachsene geeignet ist.

Pädagogische Beurteilung:
Spieleinstieg
Das Spiel startet in einem Flugzeug, das über eine der Inseln fliegt. Inzwischen gibt es fünf verschieden große Inseln, mit einer unterschiedlichen Flora und Fauna. Alle teilnehmenden Spieler*innen sitzen in diesem Flugzeug und können selbst entscheiden, über welchem Teil der Insel sie abspringen möchten. Sind die Spielenden nun auf der Insel gelandet, gilt es die leerstehenden Häuser und Fabriken nach nützlichen Items und Waffen abzusuchen, denn jede*r startet unbewaffnet. Je länger eine Spielrunde dauert, desto enger werden die Spieler*innen zueinander geführt. Ein Kreis markiert immer die sogenannte „sichere Zone“. Außerhalb dieser „sicheren Zone“ nehmen die Spielenden zunehmend Schaden. Deshalb müssen sie sich zwangsläufig nähern. Unterwegs können verschiedene Arten von Waffen und Autos gefunden werden. Das Spiel ist verloren, wenn der eigene Avatar bzw. das gesamte Team gestorben ist und gewonnen, wenn man selbst als Letztes überlebt hat. Dabei kann eine Spielrunde zwischen einer und zwanzig Minuten andauern.
Um sich vor dem Spielbeginn mit den Mechaniken vertraut zu machen und das Schießen zu üben, gibt es einen Trainingsmodus. Verschiedene Spieler*innen werden auf einem Trainingsgelände zusammengebracht und können ohne Gewinner*in und Verlierer*in gegeneinander antreten. Zudem stehen bewegliche und unbewegliche Trainingsgegenstände bereit, um das Zielen zu üben. 

Zonen
Playerunknown's Batlegrounds ist in verschiedene Zonen eingeteilt. Diese werden mit zunehmender Spieldauer immer kleiner, sodass die Spielenden immer näher zusammengerückt werden. Denn außerhalb der „sicheren Zone“ nehmen die Spieler*innen konstant Schaden. So wird verhindert, dass sich Spieler*innen dauerhaft irgendwo verstecken. Das kann unter Umständen hohe Drucksituationen oder Stress auslösen. Die Kontrahenten lassen sich mit den gefunden Waffen niederstrecken. Die Grafik ist sehr einfach, aber an die Realität angelehnt, Gewaltdarstellungen werden gezeigt und auch mit Pixelblut wird nicht gespart.

Glück:
Glück ist ein hoher Faktor, was einerseits an der zufällig verteilten Ausrüstung, die in den verlassenen Häusern vorzufinden ist, liegt. Dadurch wird jede neue Runde wieder interessant und steigert auch den Wiederspielwert. Das kann allerdings auch zu Frustmomenten führen, wenn nach langem Suchen immer noch keine gute Ausrüstung gefunden wurde.

Mikrotransaktionen:
Eine häufig genutzte Funktion sind Mikrotransaktionen. Mikrotransaktionen sind kleine Geldbeträge, die man schon für ein gekauftes Spiel ausgibt, um Bonusinhalte zu erhalten. In diesem Fall sind es nur kosmetische Veränderungen. Die gekauften Inhalte bieten den Spielenden keinen Vorteil gegenüber ihren Gegner*innen, werden aber häufig als Statussymbol genutzt. Den Spieler*innen ist es zudem möglich, Kleidungsstücke auf dem Marktplatz von Steam zu verkaufen.

Zusätzliche Modi
Neben dem eigentlichen Hauptspiel gibt es noch verschiedene Zusatzmodi. Diese können allerdings nur in privaten oder öffentlichen Lobbys gespielt werden. Im Zombie-Modus können Spielende als Menschen oder Zombies gegeneinander antreten. Während im Modus Team Deathmatch und im War-Mode zwei Teams mit acht Mitgliedern in einem kleineren Arenal versuchen durch Abschüsse Punkte zu machen. Im War-Mode: Eroberung hingegen kämpfen zwei Millitäreinheiten darum bestimmte Ziele einzunehmen und die Kontrolle für sich gewinnen. Weitere Modi sind schon angekündigt und können jederzeit zum Spiel hinzugefügt werden. 

Fazit:
Playerunknown's Battlegrounds 
ist ausschließlich für die Unterhaltung Erwachsener bestimmt. Den Spielenden wird nicht verraten, warum sie auf dieser Insel abgeworfen werden. Um Gewaltdarstellungen zu legitimieren fehlt jede Handlung. Durch das kriegerische Setting wird Gewalt somit in Kauf genommen und ist zwangsläufig notwendig, um Erfolg zu haben. Als Treffererkennung wird Blut dargestellt, allerdings wird diese dabei nicht überzogen. Aufgrund eines relativ großen Glückfaktors ist eine hohe Frustrationstoleranz vorauszusetzen. Das Spiel thematisiert Kampf und Töten ohne jegliche Begründungen und ist daher nicht für Kinder und Jugendliche geeignet.