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Sakuna: Of Rice and Ruin
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Sakuna: Of Rice and Ruin

Genre
Rollenspiele
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Marvelous Europe
Erscheinungsjahr
2020.11
Systeme
PC, Playstation 4, Nintendo Switch
System im Test
Playstation 4
Kurzbewertung
Genre-Mix aus strategischer Farming-Simulation und fordernden 2D-Kämpfen
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von japanischer Mythologie und Kultur
Sprache
gehobenes Englisch, deutsche Untertitel
Grafik
3D-Anime-Ästhetik
Sound
spannende sowie ruhige Musikstücke

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Sakuna, ihr tierischer Begleiter und die menschliche Familie
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
gute Lesefähigkeiten, Zusammenhänge erkennen und verstehen
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
gehobenes Englisch, komplexe Spielmechaniken
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Die verwöhnte Erntegöttin Sakuna wird aufgrund ihres schlechten Benehmens aus dem luxuriösen Himmel verbannt und auf eine verlassene Insel voller Dämonen geschickt. Dort muss sie gemeinsam mit ihrem tierischen Begleiter sowie einer menschlichen Familie ihren Ruf wiederherstellen. Hierbei müssen einerseits verschiedene Monster bekämpft und knifflige 2D-Sprungpassagen absolviert werden, um nach und nach stärker zu werden und neue Techniken zu lernen. Andererseits müssen die Spieler*innen auch selber Reis anbauen, Materialien sammeln und das eigene Heim ausbauen sowie Waffen und Rüstungen anfertigen oder Gerichte herstellen. Somit verkörpert der Titel Elemente von Action-Rollenspielen, Jump&Runs sowie Simulationen. 

Pädagogische Beurteilung:
Monster jagen und Reis anbauen
Allgemein gibt es viel auf der Insel zu erledigen und die Spielenden haben oft die Wahl, was sie als nächstes tun möchten. Anfangs werden die einzelnen Aufgaben und Möglichkeiten noch nach und nach beigebracht, mit der Zeit gibt es hier allerdings immer mehr Spielraum, da sich auch immer neue Bereiche der Insel öffnen und erkundet werden können. Wie es bei Simulationen üblich ist, vergeht im Spiel auch die Tageszeit schnell und die Jahreszeiten wechseln. Dies sollte stets bedacht werden, denn die tagsüber schwachen Monster sind nachts besonders stark und aggressiv und auch der Reis sollte vor dem kalten Winter geerntet werden. Zeitmanagement und Planung sind also notwendig, um die verschiedenen Aufgaben erfolgreich abzuschließen.

Japanische Mythologie
Das Abenteuer ist in der japanischen Kultur angesiedelt und so sind die Figuren und auch die Monster von traditioneller japanischer Mythologie inspiriert. Allgemein ist die audiovisuelle Darstellung sehr gelungen, die Spielwelt ist ansprechend gestaltet und auch die Charaktere sind witzig und sympathisch dargestellt. Spieler*innen können viel entdecken, man sollte jedoch stets beachten, welche Aufgaben noch zu schwer zu meistern sind. Zudem kann der Überblick über die aktuellen Missionen schnell verloren gehen, wenn die vielen Texte nur weitergeklickt und nicht gelesen werden. Die Dialoge sind zwar auch auf Englisch synchronisiert, jedoch bedarf es sehr gute Englischkenntnisse, da das Sprachniveau der verwendeten Wörter recht hoch ist.

Fazit:
Der Genre-Mix aus strategischer Farming-Simulation und fordernden 2D-Kämpfen ist interessant und vielfältig gestaltet. Dadurch ist auch für jeden etwas dabei: Action-Fans können sich in kniffligen Sprungpassagen und fordernden Kämpfen beweisen, während andere Jugendliche lieber strategisch planen, wie sie die Ressourcen am besten nutzen wollen. Auch die Charaktere, das Setting und der Humor sind ansprechend inszeniert. Das Verstehen der vertonten Dialoge erfordert allerdings gehobene Englischkenntnisse, es gibt jedoch deutsche Untertitel.