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Halo: Kampf um die Zukunft
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Halo: Kampf um die Zukunft

Genre
Shooter
USK
ab 16 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 16 Jahre
Vertrieb
Microsoft Game Studios
Erscheinungsjahr
2003.10
Systeme
PC, Xbox
System im Test
Xbox
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Der Klassiker unter den Ego-Shootern für die Konsole
Redaktion
Jan Scheurer
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Die Halo-Serie zählt zu den einflussreichsten Shootern der letzten Dekade. Viele Elemente die mit den Halo-Spielen eingeführt wurden, fanden später in anderen Ego-Shootern Verwendung und gehören heute zum Genrestandard. Der erste Teil der Serie erschien 2001 exklusiv für die Xbox. Nach einem langen Hin und Her wurde das Entwicklerstudio von Microsoft aufgekauft um mit Halo einen Systemseller, also ein Spiel das auch zum Kauf der Konsole überzeugen soll, zu programmieren. Mittlerweile ist die Halo-Serie das Aushängeschild von Microsofts Xbox 360 und gehört zu den wenigen Exklusivtitel der Konsole. Im Laufe der Jahre wurde außerdem das Universum um die Spiele herum weiterentwickelt. Neben Comics, Büchern und Animes war eine Zeit lang sogar ein Kinofilm, produziert von Peter Jackson, geplant.
Die Geschichte von Halo spielt 500 Jahre in der Zukunft, wo die Menschheit bereits erfolgreich den Weltraum besiedelt hat. Nachdem der Kontakt zu einer Kolonie abbricht, berichten Erkundungsschiffe von einem „unbesiegbaren außerirdischen Raumschiff". Mehrere Jahre nach dem ersten Kontakt zerstört die außerirdische Allianz einen Planeten, der den Menschen als Außenposten gedient hat. Dabei werden die Elite-Soldaten der Menschen, genannt Spartans, fast komplett ausgelöscht. Der einzige Überlebende ist der Master Chief. Als letzter Spartan ist er die letzte Hoffnung der Menschheit im Kampf gegen die außerirdische Allianz.
In der Halo-Trilogie schlüpft der Spieler in die Rolle des Master Chiefs. Dabei kommen klassische Ego-Shooter-Elemente zum Tragen, die durch einige Neuerungen bereichert wurden. Genretypisch bestehen die größten Herausforderungen aus dem Besiegen der zahlreichen Gegner. Im Gegensatz zu vielen anderen Shootern bietet Halo aber ein durchdachtes Universum, das zumindest den Ansatz einer Geschichte erkennen lässt.

Pädagogische Beurteilung:
Einfacher Einstieg mit leichten Schwächen
Der Einstieg erfolgt mit einem kurzen Tutorial, das in das Spielgeschehen eingeflochten wurde. Das geht dabei so einfach von der Hand, dass auch Neulinge sich schnell an die Steuerung gewöhnen können. So kann der Spieler den Master Chief bereits nach wenigen Minuten ohne Probleme durch das Spiel navigieren. Lediglich die Fahrzeugsteuerung fällt etwas gewöhnungsbedürftig aus.

Durch vier verschiedene Schwierigkeitsgrade finden sich sowohl Anfänger, als auch fortgeschrittene Spieler schnell im Spiel zurecht. Frustpotential kommt hier keins auf. Das Missionsdesign sprengt leider kaum den Genrerahmen, sorgt aber für genug Abwechslung und beugt Langeweile während der ungefähr 8 Stunden langen Kampagne vor. Halo bleibt aber durch und durch ein Shooter. Die primären Spielziele können nur durch das gewaltsame Überwinden von Gegnern erfüllt werden – Alternativen gibt es nicht. Der Gewaltgrad hält sich dabei zwar Maßen, ist aber sicherlich nichts für Kinder unter 16 Jahren. Die kunterbunten Gegner hinterlassen nach ihrem Ableben eine paar ebenso bunte Blutflecken. Weitere explizite Darstellung haben sich die Entwickler gespart.

Der beliebte Multiplayer-Modus
Neben der Einzelspieler-Kampagne bietet das Spiel außerdem einen ausgefeilten Mehrspielermodus, der sich auch mehrere Jahre nach Veröffentlichung noch reger Beliebtheit erfreut. In verschiedenen Modi treten mehrere Spieler online gegeneinander an. Das Spiel bietet außerdem einen lokalen Ko-Op-Modus, bei dem zwei Spieler die Kampagne gemeinsam vor derselben Konsole bestreiten können.

Die Grafik war zur Veröffentlichung des Spiels noch ein Highlight der Konsolengeneration. Mittlerweile ist sie aber nicht mehr zeitgemäß und wirkt durch niedrig aufgelöste Texturen und einige wenige Ruckler sehr altbacken.

Durststrecken und ein gelungenes Ende
Die grafische Vielfalt die das Spiel bietet nimmt ab der Hälfte des Spiels stark ab. Oft rennt man dieselben langweiligen Gänge entlang und tötet dieselben Gegner. Lediglich das gelungene Ende kann da wieder trumpfen. Microsoft hat zum zehnten Geburtstag des Spiels eine aufpolierte Neuauflage veröffentlicht, die sich auf der aktuellen Xbox 360 abspielen lässt. In der neuen Fassung haben die Entwickler nicht nur die Grafik verbessert, sondern auch einige Spielmechaniken verändert.

Fazit:
Halo: Kampf um die Zukunft gehört sicher zu den einsteigerfreundlichsten Vertretern des Shooter-Genres. Auch der vergleichsweise niedrige Gewaltgrad trägt dazu bei. Aufgrund der stumpfen Spielmechanik empfehlen wir Halo: Kampf um die Zukunft aber erst Jugendlichen ab 16 Jahren.