Spieleratgeber NRW - Druckansicht von Seite #3562
Horn
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Horn

Genre
Apps
USK
nicht USK geprüft (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Zynga
Erscheinungsjahr
2012.08
Systeme
iOS, Android
System im Test
Android
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
Ingamekäufe möglich
Kurzbewertung
Liebevoll gestaltetes Action-Adventure, das Erwachsenwerden thematisiert
Redaktion
Christina Kurzweil
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
"Horn" ist der Name des jungen Protagonisten, der sich an der Schwelle zum erwachsen sein befindet. Der Junge, der als Waise aufwuchs, ist mittlerweile Lehrling in einer Schmiede und geht seiner Ausbildung nach. Eines Tages wacht er plötzlich in einem Turm auf und kann sich nicht erinnern, wie er dahin gekommen ist. Damit beginnt die verwunschene Geschichte, die ein bisschen an ein Märchen erinnert, denn Horn stellt recht schnell fest das hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Alle seine Freunde und andere Dorfbewohner sind verschwunden und haben sich in seltsame Wesen verwandelt, die es zu retten gilt.

Pädagogische Beurteilung:
Märchenhaft
Die Welt von "Horn" zeigt, dass auf mobilen Geräten durchaus eine schöne graphische Darstellung möglich ist. Die Umgebung, die Dörfer und vor allem die Kreaturen sind liebevoll gestaltet und bestechen dazu durch ihr teilweise langsames, fast träumerisches Auftreten. Alle Monster sind comicartig gestaltet und wirken eher liebenswert als bedrohlich oder angsterregend. Unterstützt wird das ganze durch eine wunderschöne musikalische und sprachliche Untermalung die das Gefühl vermittelt, geradezu in eine Märchenwelt entschlüpft zu sein. Leider gibt es derzeit nur eine englische Sprachausgabe welche durch deutsche Untertitel ergänzt wird. Deshalb wird dem jüngeren Spieler sehr viel Lesekompetenz abverlangt, da das mittelalterlich fantastisch anmutende Setting einen speziellen Wortschatz mit sich bringt, der nicht unbedingt jedem geläufig ist.

Gelungene Spielmechanik
Im Test fiel unter anderem die Steuerung des Spiels durchweg positiv auf. Auch wenn der Spieler fast immer durch zusätzliche Hilfe durch das Spiel begleitet wird, wenn es zum Beispiel darum geht einen Abgrund zu überspringen, ist die Steuerung an sich erstaunlich intuitiv. Fast von selbst erschließt sich schnell wie der junge Horn bewegt werden kann oder wie die Monster aus ihrer Verzauberung befreit werden können. Hierbei setzt das Spiel ausschließlich auf Gestiken und Antippen auf dem Touchscreen und benötigt keine weiteren Steuerelemente.

Das liebe Geld
Die App ist für ca. 7€ nicht unbedingt ein günstiger Vertreter der mobilen Spiele, der Preis scheint jedoch jedem gerechtfertigt, der sich in der Welt von "Horn" schon einmal bewegt hat. Nahezu eine Frechheit sind dann jedoch die Zusatzinhalte die innerhalb der Spielwelt erworben werden können. Mit bis zu 50€ werden andere Kostüme für die Hauptfigur, Kristalle mit denen Verbesserungen für Waffen und ähnliches gekauft werden können und weitere Kleinigkeiten berechnet. Insbesondere für Jugendliche besteht hier schnell der Wunsch solche Spielvorteile durch reales Geld zu erstehen um das Spiel zu erleichtern oder abzukürzen anstatt sich dies nach und nach selbst zu erspielen.

Fazit:
"Horn" ist ein gelungenes Action Adventure das zudem auch noch zeigt, zu welchen spielerischen Höhen die modernen Smartphones und Tablets in der Lage sind. Die Geschichte gleicht einem Märchen, mit liebenswerten Monstern und einer intuitiven Spielmechanik. Daher ist es für Kinder ab 12 Jahren geeignet. Eltern sollten jedoch vorher mit ihren Kindern über die Falle der kostenintensiven Zusatzinhalte sprechen, damit unerwünschte Kostenfallen vermieden werden können.