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Tunic
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Tunic

Genre
Action-Adventure
USK
nicht USK geprüft (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Finji
Erscheinungsjahr
2022.03
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch, PlayStation 5, Xbox Series X/S
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Xbox Live, Playstation Network, Steam, Nintendo eShop
Kurzbewertung
Innovatives Abenteuer, in dem man erst durch das Spielen herausfindet, was getan werden muss.
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von mysteriösen Spielwelten
Sprache
Deutsche Texte
Grafik
niedliche Comic-Grafik
Sound
melodischer Soundtrack

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
niedlicher Fuchs als Held
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Frustrationstoleranz, Reaktionsgeschwindigkeit,
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
teilweise düster und bedrohlich
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
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Spielbeschreibung:
Als lange Tutorials und Filmsequenzen noch nicht üblich waren, haben Spielanleitungen und Lösungsbücher beim Einstieg geholfen, um die grundlegende Steuermechanik, die Aufgaben und Erklärungen zu Spielwelt und Gegenständen zu liefern. War die Anleitung verloren, musste man selber herausfinden, wie alles funktioniert. In Tunic ist genau dies der Fall.
Als niedlicher Fuchs in grüner Tunika müssen Gegner bekämpft und Geheimnisse gelüftet werden, was stark an die frühen Titel der The Legend of Zelda-Reihe erinnert. Hier muss jedoch ohne Tutorials selber herausgefunden werden, wie alles funktioniert. Im Laufe des Abenteuers können die einzelnen Seiten der Anleitung in der Spielwelt gefunden werden, um immer mehr Hinweise auf die Geschichte, Geheimnisse und Funktionen zu bekommen.

Pädaogische Beurteilung:
Seite für Seite
Zu Beginn erhält man Schwert und Schild, trifft auf einfache Gegner und entdeckt die ersten Gegenstände. Schnell fällt jedoch auf, dass viele Objekte Fragezeichen aufwerfen. Welche Funktion haben Gegenstände, wie werden Monumente in der Spielwelt aktiviert und welche Bedeutung haben kryptische Zeichen an Wänden, die man immer wieder entdeckt? Mit jeder gefundenen Seite der Anleitung werden diese Fragen nach und nach gelüftet und es kommt nicht selten vor, dass eine neue Seite dazu führt, an bereits besuchte Orte zurückzukehren, um durch das neue Wissen ein Rätsel lösen zu können. Dieses innovative und unorthodoxe Konzept kann rätselbegeisterte Spieler*innen motivieren, die sich auf diese mysteriöse Geschichte einlassen.

Entdeckerdrang vs. Frustrationstoleranz
Allgemein lädt die Welt zum Erkunden und Entdecken ein. Da jedoch nicht immer ersichtlich ist, wo sich das nächste Ziel befindet, geraten Spieler*innen schnell in Gebiete, für die sie noch zu schwach sind. Dies kann sehr frustrierend sein, wenn der richtige Weg nicht gefunden wird, zumal der Schwierigkeitsgrad trotz der niedlichen Optik relativ hoch ist. Besonders die Kämpfe gegen die Endbosse sind sehr fordernd. Jedoch kann ein einfacher Modus mit unendlich Energie und Magie aktiviert werden, um das Spiel ohne Gefahren zu absolvieren. Hierbei geht zwar die Herausforderung verloren, aber auch Einsteiger*innen und Spieler*innen, die hauptsächlich an den Rätseln und nicht an den fordernden Kämpfen interessiert sind, können das Abenteuer ohne Frust genießen. Alle Geheimnisse zu lösen und die Anleitung mit allen Seiten zu vervollständigen ist jedoch mindestens genauso herausfordernd, da die Rätsel sehr komplex sind und die Hinweise aus der Anleitung teilweise kryptisch dekodiert werden müssen.

Fazit:
Die mysteriöse Geschichte, die fordernden Kämpfe und das innovative Spielkonzept machen Tunic zu einem besonderen Abenteuer, das sich von anderen Genrevertretern abhebt. Spieler*innen sollten jedoch Erfahrung mit ähnlichen Titeln mitbringen sowie Bereitschaft, sich auf die Spielmechanik einzulassen. Ungeduldige Jugendliche, die nicht gerne Rätsel und Geheimnisse lösen, können durch die mangelnden Erklärungen schnell frustriert werden.