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Craften ist in vielen Spielen sinnlos!
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Craften ist in vielen Spielen sinnlos!

In vielen Spielen wird gecraftet, doch muss Crafting in allen Spielen beinhaltet sein oder ist es oft einfach sinnlos?

von Luke Funke

Viele Open World-Spiele haben eine Crafting-Komponente, welche meist nicht viel zum Spiel beiträgt. Ab und zu ein Medipack oder Statusboost herzustellen macht die Funktion quasi unnütz, da diese auch einfach auf andere Wege erhältlich sind. Selbst Spiele, in denen die Mechanik zum Herstellen von Gegenständen benutzt wird, bieten meist Wege an, das Crafting komplett zu umgehen.

In Far Cry sind beispielsweise Verbesserungen von der Tragekapazität des Beutels oder des Geldes an Crafting geknüpft, welches oft dazu führt, dass Spielende einmal gezielt diese Verbesserungen ercraften und danach das Crafting-System wieder ignorieren.

In meinem Spieldurchlauf von Far Cry 3 habe ich noch aktiv die Pfanzenart geholt, um die Medipacks herzustellen, bis ich eine Fähigkeit erhalten habe, meine Gesundheitsleiste ohne Medipacks erneut zu füllen. Danach habe ich es dann auch gelassen. Bei Far Cry 4 wurde diese Fähigkeit dann entfernt, aber Medipacks waren einfach bei Händlern erhältlich und somit musste ich diese nicht mehr craften. Seit Far Cry 5 sind sogar fast nur noch Statusboosts craftbar, was wieder die Frage aufwirft, warum das Craftig-System dann überhaupt noch inkludieren?

Eine Zeit lang war es quasi Pflicht, Crafting zu erlauben. Wahrscheinlich weil Spiele wie Minecraft und Terraria, welche auf der Funktion aufbauen, populär waren. Aber der Unterschied ist meiner Meinung nach, dass diese Spiele Crafting als eine der Kernfunktionen aufgegriffen haben. In Minecraft ist es nicht einmal möglich, den offiziellen „Endboss“ zu erreichen, ohne zu craften.

Darum bin ich der Meinung, das Crafting in den meisten Spielen komplett sinnlos ist. Es wird einfach nicht benötigt, sondern ist nur eine Funktion, welche mehr für das Werbedepartement da ist, um sie für die Trailer zu benutzen und damit die Presse die Vielfalt eines Spiels anpreisen kann, während die Spieler größtenteils leer ausgehen.

Am Ende des Tages sollte es bei den Spielen doch um die Spieler gehen und nicht darum, was sich in Presseartikelen gut verkaufen lässt, oder liege ich da falsch?

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