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Metroid Dread
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Metroid Dread

Genre
Action-Adventure
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 14 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2021.10
Systeme
Nintendo Switch
System im Test
Nintendo Switch
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Spannungsgeladener und anspruchsvoller Plattformer auf einem fremden Planeten
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von Hollow Knight, Ori and the Blind Forest, Plattformern
Sprache
Deutsch, Englisch, weitere
Grafik
etwas düstere aber sauber gehaltene 2,5D-Grafik
Sound
bedrückender, elektronischer, atmosphärischer Soundtrack mit hektischen Abschnitten

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Samus Aran, Protaginistin der Metroid-Reihe
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Hand-Auge-Koordination, zeitkritisches Handeln, strategisches Denken, Geduld
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
angsterzeugende Elemente, Frustrationspotenzial
Redaktion
David Höth
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Samus Aran, Heldin und Kopfgeldjägerin, macht sich nach den Ereignissen des Vorgängers Metroid Fusion im Auftrag der Galaktischen Föderation auf den Weg zum Planeten ZDR. Hier begegnet sie einer mächtigen Lebensform, die eine ernsthafte Gefahr für sie darstellt, woraus sich für sie ein klares Ziel ergibt. Samus muss versuchen unbeschadet zurück zu ihrem Schiff zu finden, um dem Planeten zu entkommen. Auf dem Weg lauert nicht nur die einheimische Flora und Fauna, sondern vor allem die E.M.M.I Roboter, welche es aus unerklärlichen Gründen auf sie abgesehen haben. Samus muss sich nun mit Hilfe von Geschick, Geschwindigkeit und einer Vielzahl von sammelbaren Upgrades den Weg zum rettenden Raumschiff bahnen.

Pädagogische Beurteilung:
DREAD!
Eine düstere Stimmung liegt Metroid Dread zu Grunde. Das wundert nicht, denn „Dread“ (übersetzt Furcht) steht schon auf der Spielehülle und ist somit gewissermaßen fester Bestandteil des Spiels. Diese Stimmung ist besonders zu Beginn deutlich zu spüren, rückt jedoch mit der Zeit in den Hintergrund. Nicht etwa, weil dieser Teil der Metroid-Reihe keinen Wert auf Ambiente legt, sondern weil andere Aspekte große Aufmerksamkeit fordern. Der Soundtrack unterstützt die bedrückende Stimmung und fährt besonders bei Bosskämpfen mächtig auf. Die 2.5D Grafik gestaltet die Welt des Planeten ZDR im Hintergrund durch zusätzliche Animationen aus, ohne das Gameplay des klassischen 2D-Platformer zu beeinträchtigen oder zu verkomplizieren. Sie führt außerdem dazu, dass Gegner und Spielfiguren dreidimensional animiert und somit realistischer aussehen als ihre 2D-Entsprechungen.

Auf der Flucht
Fähigkeiten müssen sich hart erspielt werden und eröffnen möglichweise neue Wege in einem früheren Abschnitt der Handlung, der dann wieder aufgesucht werden muss. Das Spiel überwältigt jedoch nicht mit einer Flut an Aufgaben, das Ziel ist von Anfang an klar: Finde den Weg zurück zum Raumschiff, um zu entkommen! Wer mit Metroid Dread Spaß haben will sollte Herausforderungen mögen und eine hohe Frustrationsgrenze haben. Auch unter Zeitdruck zu handeln und eine gute Koordination für knifflige Bewegungspassagen sind notwendig. Besonders auf der Flucht vor den gefährlichen E.M.M.I. Robotern ist es nicht immer leicht einen kühlen Kopf zu bewahren. Zeitkritisches Handeln und Navigieren sind in diesen Passagen besonders wichtig und erhöhen den Druck kurzzeitig enorm, da die Spieler*innen zum letzten Speicherpunkt zurückgesetzt werden, wenn sie von den großen, hundeähnlichen Automaten erwischt und liquidiert werden. Zwar gibt es eine Möglichkeit die Attacke abzuwehren, stimmt das Timing besteht trotzdem nur eine, laut Spiel, 1% Chance auf erfolgreiche Abwehr. Gerade in Bezug auf Timing von Abwehrhandlungen oder filigranes Navigieren mittels besonderer Fähigkeiten macht sich die Qualität der Steuerung bemerkbar. Diese wurde von einigen Spieler*innen als etwas umständlich und unintuitiv bemängelt.

Fazit:
Metroid Dread ist geladen mit Spannung, einer Vielzahl an freischaltbaren Fähigkeiten, Bosskämpfen und Plattformer-Passagen. Um sich erfolgreich durch ZDR zu navigieren, sind zeitkritisches Handeln und eine gute Hand-Auge-Koordination wichtig. Mit fortschreitender Handlung wird auch der Orientierungssinn mehr und mehr gefordert, da es Teil des Genres ist, bestimmte Areale wieder aufzusuchen. Den genauen Ort und Weg zu finden kann sich herausfordernd gestalten. Wenn einmal etwas nicht gelingt muss es wiederholt werden, was bei Spieler*innen mit geringer Frustrationsgrenze schnell demotivierend wirken kann. Die Farbgebung, Grafik und Vertonung vermitteln eine zur Handlung passende unheimische Stimmung. Die Einführung ist textlastig, während der späteren Cut-Scenes werden Konversationen dann sowohl verbal als auch untertitelt wiedergegeben.