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WarioWare: Get It Together!
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WarioWare: Get It Together!

Genre
Gesellschaftsspiele
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2021.09
Systeme
Nintendo Switch
System im Test
Nintendo Switch
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Schnelle, chaotische Minispiele
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
gemeinsame Spieleabende
Sprache
Deutsch
Grafik
abwechslungsreiche und ungewöhnliche Grafik
Sound
lustige Musik und Soundeffekte

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Wario und 17 weitere spielbare Charaktere
Mehrspielermodus
offline bis zu vier Personen
Spielforderungen
schnelle Reaktionszeiten
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Redaktion
Christian Gerhards
Spieleratgeber-NRW
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Spielbeschreibung:
Probleme lassen sich am besten gemeinsam lösen! Ganz nach diesem Motto geht es auch im neusten Teil von WarioWare zu. Dort kämpft Wario gemeinsam mit seinen Freund*innen gegen einen bösen „Bug“, einen Fehler in einem Computerprogramm oder in diesem Fall einem Videospiel, das Wario mit den anderen 17 spielbaren Charakteren produzieren möchte. Damit der Bug besiegt werden kann, müssen die Charaktere sehr viele und sehr kurze Minispiele absolvieren. Diese insgesamt 222 Minispiele sind das Herzstück von WarioWare und dauern nur ca. drei bis sieben Sekundensodass die Spieler*innen sehr schnell verstehen müssen, was zu tun ist. So muss beispielsweise darauf geachtet werden, dass Eiskugeln nicht aus der Waffel fallen, während ein Kind daran schleckt. Oftmals müssen also Objekte bewegt werden, man muss ausweichen, sich verstecken, etwas abschießen oder einsammeln. Dazu werden die unterschiedlichen Charaktere gesteuert, die allesamt verschiedene Fähigkeiten und Steuermechaniken haben. Der Storymodus, der auch zu zweit gespielt werden kann, muss absolviert werden, um die freien Modi spielen zu können. In diesen können auch bis zu vier Personen gleichzeitig antreten.

Pädagogische Beurteilung:
Ungewöhnliche Optik
Innerhalb der verschiedenen Aufgaben sind viele Grafikstile miteinander verbunden, werden aber zum Teil auch gebrochen. So ist eine Cartoon-Windmühle beispielsweise in das reale Bild einer Landschaft gesetzt. Die Stile sind humorvoll, bunt und teilweise auch frech. So fanden die Tester*innen das Titelbild lustig, auf dem Wario im Spagat die Hose im Schritt reißt, es jedoch eklig, in einem Minispiel Haare aus einer Nase zu entfernen. Die Stilbrüche machen hier allerdings den besonderen Charme aus und sorgen für Abwechslung, tragen aber auch zum chaotischen Charakter bei.

Chaos pur
Es geht drunter und drüber, hin und her, alles fliegt von links nach rechts und oben ist plötzlich unten. So fühlt es sich oft an, wenn die Minispiele immer schneller und schneller werden. Von dieser Hektik lebt WarioWare und macht gerade dann richtig Spaß, wenn alle involviert sind und das Ziel ganz knapp noch erreicht wird. Grundsätzlich gibt es eine sehr einfache Steuerung, denn zum Bewegen oder Zielen wird der linke Stick am Controller benötigt und zum Aktivieren oder Schießen muss der A-Knopf betätigt werden. Die Schwierigkeit entsteht erst, wenn die Spielfigur vor jedem Minispiel per Zufall wechselt und davon gibt es insgesamt 18 Stück, die alle eine verschiedene Steuerung besitzen.
Die Charaktere werden zwar im Laufe der Story nach und nach freigeschaltet und ihre Steuermechaniken werden in einem Tutorial erklärt, bei wechselnden Spieler*innen können hier jedoch Probleme auftreten, da die kurzen Minispiele oftmals nicht ausreichen, die Steuerung zu verstehen. So mussten die Tester*innen innerhalb von wenigen Sekunden feststellen, wen sie gerade steuern, welches Minispiel als nächstes kommt und was ihre Aufgabe ist. Dieser Prozess beginnt dann nach ca. 10 Sekunden von vorne und führte im Test dazu, dass die Kinder oft nicht wussten, welchen Charakter sie steuern und was genau zu tun ist. Dadurch entstand Frustration. Auch wenn vor jedem Spiel eine kurze und klare Aufforderung kommt, wie bei dem Beispiel mit den Eiskugeln: „Oben halten!“ oder bei anderen Spielen: „Ausweichen!“, kann dies im Zuge des Chaos und durch die Schnelligkeit untergehen. Um dieser Frustration entgegenzuwirken, lohnt es sich, die verschiedenen Charaktere im Trainingsmodus oder per Tutorial kennenzulernen.

Fazit:
Durch die vielen Minispiele und die unterschiedlichen Charaktere bietet WarioWare sehr viel Spaß und Abwechslung, nachdem das Spielprinzip verstanden wurde. Auch die Darstellung sieht, trotz frecher Elemente, kindlich aus und kann durch den eigenen Humor punkten. Die Geschwindigkeit, mit der die Minispiele wechseln, und der dadurch erzeugte Handlungsdruck können für einige Kinder überfordernd wirken. Doch genau davon lebt WarioWare. Durch das Chaos und die Schnelligkeit nicht auf Anhieb alles zu verstehen was auf dem Bildschirm passiert und dann doch in letzter Sekunde noch die richtige Aktion durchzuführen, sorgt für viel Spaß. Allerdings ist es hilfreich, die Charaktere einzugrenzen, mit denen gespielt wird oder sie durch Tutorials kennenzulernen. 

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Spieletester
OT St. Anna Ehrenfeld
Köln
Bewertung Spielspass