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Bloons Tower Defense
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Bloons Tower Defense

Ein einzigartiges Tower-Defense – Affen gegen Luftballons. Eine absurde Kombination, die gemeinsam mit einer herausfordernden Schwierigkeit die Beliebtheit des Bloons-Genre garantiert. 

von Maximilian Wettig

Bloons Tower Defense (BTD) ist ein in 2007 entwickeltes Flash Tower-Defense (TD) Spiel von Kaiparasoft Ltd., einer kleinen Entwickler-Freundes-Gruppe aus Neuseeland. Die Firma ist heute unter dem Namen „Ninja Kiwi“ bekannt. BTD legte den Grundstein für das heutige „Bloons“-Genre, zu dem Tower-Defense, Puzzle, Shoot’em Up und andere Mischgenres gehören, darunter auch BloonsTD6, BloonsMonkeyCity, BloonsPOP und Bloons Super Monkey.

Nun zu BTD1 selber und dem Prinzip von TD-Spielen: In Wellen versuchen verschiedenfarbige Luftballons das Ende der, auf einer Wiese gelegenen, Straße zu erreichen. Es gilt: Wenn ein Bloon (so heißen die Luftballons in BTD) das Ende erreicht, verliert man ein Leben. Gehindert werden sie durch kleine Äffchen und andere Türme, die man anheuert, um die Bloons automatisch zu zerplatzen. Der Clou dabei ist, dass pro Welle mehr und stärkere Bloons erscheinen und die Türme frei platziert werden können, auch ohne vorgegebene Plätze oder Stellmuster.

Die Stärke der Bloons ist durch die Farbe und damit auch die Anzahl an platzbaren Schichten definiert, also Trefferpunkte. Ein roter Bloon ist der einfachste, er benötigt nur einen Treffer, um zu verschwinden und bewegt sich sehr langsam fort. Je „heller“ nun die Farbe des Bloons desto schneller bewegt er sich und umso mehr Treffer steckt er ein. Insgesamt gibt es 6 verschiedene Farben: rot

 

Pro geplatzter Schicht erhält der Spieler einen „Monkeydollar“ und etwas mehr nach Abschluss einer Welle. Das Geld kann verwendet werden, um neue Türme zu platzieren und alte zu verbessern. In BTD1 gibt es pro Turm 2 Verbesserungen, meist beziehen sie sich auf mehr Reichweite und Platzeffektivität.
Die Auswahl aus 5 Türmen ist zwar relativ gering, eine gut abgestimmte Taktik ist jedoch von großer Wichtigkeit, um keine Leben zu verlieren. Pro Bloonschicht, die es schafft, die Straße zu verlassen, wird ein 1 Lebenspunkt abgezogen. Das heißt, ein voller weißer Bloon schadet direkt 5 Leben. Wer also nach 50 Runden noch mindestens 1 Lebenspunkt haben möchte um zu gewinnen, sollte seine Türme sehr effektiv platzieren.

Der einfachste Turm ist der „Dartmonkey“, ein kleiner Affe mit einem endlosen Arsenal an Dartpfeilen und Aggressionen gegen mit Helium gefüllte Bloons. Mittel schnell und gute Reichweite.
Der „Tacktower“ ist ein… ja was ist das… ein Gerät, welches Pinnnadeln in 8 Richtungen schießt und gut in Kurven platziert werden kann, um mehrere Bloons gleichzeitig platzen zu lassen, allerdings nur eine geringe Reichweite hat.
Die Bombe ist eine Kanone, welche Bomben auf Bloons ballert. Hat eine epische Animation und ein verdammt lautes Aufprall Geräusch, BOOM. Sie trifft mehrere Bloons in einem Cluster, ist dafür aber recht teuer.
Der Eistower – wer hätte es gedacht – kann Bloons einfrieren. Die eingefrorenen Heliumkondome sind dann zwar kurzzeitig unbeweglich, können aber auch nur von Bomben zerplatz werden. Ein sehr schlechter Turm mit nervigem Gefriersound und es ertönt ein stumpfes *knonk*, wenn ein Dart auf einen gefrorenen Bloon trifft. Witzig bei einem Supermonkey, aber sehr ohrenbetäubend.
Supermonkey“ hat nicht nur ein erschreckendes Wurftempo drauf, sondern ist auch super effektiv, weil er ein regelrechtes Gewitter aus Darts ablässt. Ist aber auch super teuer.

Eine gut abgestimmte Menge an Einzel-Eliminierern, wie Supermonkeys und Dartmonkeys, und Massenplatzer, wie Bomben und Tacktower, sollte die Grundidee sein. Effektive Ausnutzung von Reichweiten, also möglichst mehrere Abschnitte auf einmal, wird auch benötigt, um die späteren Runden zu knacken. Am Anfang der Strecke sollten einige Dartmonkeys und Tacktower stehen, um die schwarze Schicht zu platzen, damit auch Bombentower möglichst früh effektiv werden können.

Eistower können vereinzelt in ruhigen Bereichen gesetzt werden, um große Bloon-Klumpen zu „entklumpen“, sind aber nicht zwingend notwendig. Supermonkeys sind vor allem im späteren Spiel essenziell und es sollte ab Runde 30 auf einen gespart werden. Über einen Partner freut sich der Supermonkey auch sehr, denn zwei sind toll zum Aufräumen.

BTD1 ist zwar simpel in allen Bereichen, sowohl das Gameplay wie auch visuell und auditiv, kann jedoch durch die kurze, erstaunlich schwere Spielerfahrung punkten. Wenn man es einmal gespielt hat, wird man merken, dass es wirklich hart ist, nach 50 Runden noch alle 40 Leben zu haben – wenn man es überhaupt bis dorthin schafft. Die Kombination aus absurdem Thema, Affen vs. Bloons, und knackiger Schwierigkeit sorgen für die Beliebtheit des Bloons-Genre und begründen den darauf folgenden Hype und Erfolg der Folgetitel.

Gespielt werden kann BTD1 kostenlos im „Ninjakiwi Archive“ auf Steam.

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