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Regular Human Basketball
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Regular Human Basketball

Genre
Gesellschaftsspiele
USK
nicht USK geprüft (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Powerhoof
Erscheinungsjahr
2018.08
Systeme
PC
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
Neben Steam gibt es auch eine freie Version auf der offiziellen Homepage
Kurzbewertung
Kurzweiliges, chaotisches Basketballspiel in riesigen Robotern
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
schnelle Runden in kleinen Gruppen
Sprache
Nur auf Englisch
Grafik
Bunte Grafiken in 2D-Basketball-Arenen
Sound
Einfach gehaltene Musik mit lustigen Soundeffekten

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Kleine knuffige Spielfiguren
Mehrspielermodus
online oder lokal möglich
Spielforderungen
Koordinationsfähigkeit, Teamabsprache, Frustrationstoleranz, chaotisches Spielprinzip und Steuerung
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Gruppenleiter
Bilsel Kıratlı
Kinder- und Jugendhaus Brake
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Zwei Teams treten in riesigen Maschinen gegeneinander im Basketball an - das Spielprinzip ist hierbei so simpel und albern wie es klingt. Der Entwickler Powerhoof hat dieses einfache 2D-Partyspiel für mehrere Personen bereits 2015 auf itch.io veröffentlicht und seit der Steam-Version 2018 kann es auch online gegeneinander ausgetragen werden. Der Clou liegt daran, dass man nicht selbst Basketball spielt, sondern die Körbe nur mittels der riesigen Roboter, die auch noch mit Raketendüsen ausgestattet sind, geworfen werden können. Gewonnen hat das Team, welches in einer eingestellten Zeit die meisten Körbe erzielt hat. Andere Modi sind nicht vorhanden.

Pädagogische Beurteilung:
Basketball-Robotor mit Magneten und Düsenantrieben
Zum Steuern werden nur sehr wenige Tasten benötigt, jedoch ist es zunächst nicht so einfach, diese wirklich riesigen Maschinen zu bedienen oder einen Korb zu werfen. Auf ein Tutorial wurde verzichtet, d.h. es muss zunächst selbst herausgefunden werden, wie sich die großen Roboter steuern lassen, was jedoch durch Ausprobieren recht schnell funktioniert.
Die Schwierigkeit ist, dass die gut erkennbaren Steuerungsknöpfe in der Maschine verteilt liegen und für jede Aktion einzeln aktiviert oder deaktiviert werden müssen. Während die unteren vier gelben Tasten der Richtung dienen, in die sich die Maschine bewegen soll, sind die drei roten Tasten für den Magneten und seiner Ausrichtung gedacht, um den riesigen Basketball anziehen (Magnet an) und später werfen zu können (Magnet aus). Die oberen drei blauen Tasten sind wiederum für die Raketendüsen und deren Ausrichtung. Damit ist es möglich, am Gegner vorbeizufliegen, um für einen möglichen Punkt auf den gegnerischen Korb zusteuern zu können. Diese ungewöhnliche aber simple Steuerung ist nach einer kurzen Eingewöhnungszeit kinderleicht zu verstehen und zu bedienen, jedoch erfordern die einzelnen Tastenbereiche kluges Vorgehen und Absprachen. Gleichzeitig muss das Team darauf achten, nicht im richtigen Moment zu vergessen, die jeweilige Taste auch wieder abzustellen, sonst fliegt der Basketball oder der Roboter selber am Korb vorbei.

Chaos pur
Auch ungleiche Teamgrößen werden unterstützt, sodass auch Anfänger*innen gegen erfahrene Spieler*innen antreten können. Einer gegen vier ist genauso möglich wie fünf gegen sechs. Insbesondere wenn man mit mehreren zusammen oder gegeneinander spielt, wird es nahezu chaotisch. Die Herausforderung besteht dann darin, sich schnell abzusprechen und koordiniert die einzelnen Tastenbereiche zu steuern. Der Spaßfaktor erhöht sich deutlich, sobald ein Team in der Maschine mit dem anderen Team kollidiert und dadurch sogar Entermanöver und Sabotageakte in der anderen Maschine gestartet werden können, da alle Spielenden überall alle Tasten aktivieren oder deaktivieren können. 360° Drehungen und dementsprechende laute Flüche und Lachanfälle sind dauerhaft Gäste. Auch die einzelnen bunten und knuffigen Spielfiguren, welche undefinierte Zeichensymbole darstellen, können wortwörtlich unter die Räder geraten und zerplatzen, sobald diese z.B. vom riesigen Basketball erschlagen werden. Da die Figuren jedoch sofort wieder auf dem Basketballplatz erscheinen, fördert dies eher den wilden und harmlosen Charakter des Spiels.

Teamplay oder alle gegen alle
Auch wenn sich die Physik der Maschinenbewegungen nicht immer sofort erschließt, hatten auch Jüngere Spaß, da viele Taktiken ausprobiert werden können und ein Teamplay nicht immer unbedingt notwendig erscheint. Dass bei einer großen Runde der Überblick schnell verloren geht, minderte den Spielspaß nicht. Gegenseitige Verletzungen sind nicht möglich, da die gegnerischen Spieler*innen bei Berührung nur aus der eigenen Maschine hinausteleportiert werden, sofern man sie erwischt. Trotz eindeutiger Teamfarben ist es in Runden vorgekommen, dass nicht alle erkannten, bei welchem Team sie sind, was jedoch nie zu Frustmomenten führte, sondern vielmehr den chaotischen Spielspaß förderte. Jedoch sei anzumerken, dass der Überblick je nach Heran- und Rauszoomen schneller verloren gehen kann, da sich die Größenverhältnisse trotz der großen Maschinen teils zu deutlich veränderten und die eigenen Figuren aus der Ferne noch schwieriger erkennbar waren. Ein großer Bildschirm ist da von Vorteil.

Fazit:
Besonders schnelle Partyrunden sind sehr chaotisch, machen jedoch auch viel Spaß und können das Teamplay fördern. Je größer die Teams werden, desto wilder und unübersichtlicher arten die einzelnen Matches aus. Die sehr simple Steuerung führt jedoch nie zu Frustmomenten und lässt sich auch von Jüngeren gut bedienen, da der kurzweilige Spielspaß im Vordergrund steht.

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Spieletester
Kinder- und Jugendhaus Brake
Bielefeld
Bewertung Spielspass