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Pokémon Schwert und Schild
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Pokémon Schwert und Schild

Genre
Rollenspiele
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2019.11
Systeme
Nintendo Switch
System im Test
Nintendo Switch
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Einfaches Rollenspiel mit klassischen Pokémon-Elementen und neuer Grafik
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Einsteiger*innen in die Welt der Pokémon
Sprache
viele Dialoge, gute Lesekenntnisse erforderlich
Grafik
bunte 3D-Welt
Sound
fröhlich, an das Spiel angepasst

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
personalisierbarer Charakter
Mehrspielermodus
2-4 Spieler*innen können per Nintendo-Online-Mitgliedschaft miteinander kämpfen und tauschen
Spielforderungen
gute Lesekenntnisse
Zusatzkosten
Erweiterungspass mit zusätzlichen Inhalten erhältlich
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Redaktion
Vanessa Scheller
Spieleratgeber-NRW
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Spielbeschreibung:
Mittlerweile befindet sich das Pokémon-Franchise in der achten Generation und bietet in der neuen Galar-Region neue Pokémon und viele verschiedene Umgebungen. Das Prinzip der Reihe setzt sich jedoch auch in diesem Teil durch. Nachdem ein wahlweise männlicher oder weiblicher Charakter ausgewählt wurde, muss sich wie gewohnt zwischen drei Starter-Pokémon entschieden werden. Mit diesem zieht man durch die große Welt und sammelt weitere Pokémon, um ein starkes Team zu bilden und alle acht Arenen sowie den Champion zu besiegen und dessen Platz einzunehmen. Die Spieler*innen können ihren eigenen Charakter zudem persönlich gestalten und haben dabei von Frisur über Shirt, Hose und Schuhe bis hin zu den Socken die freie Wahl. 

Pädagogische Beurteilung:
Dialoge über Dialoge
Wie gewohnt zeichnen sich Spiele der Pokémon-Reihe durch viele Dialoge zwischen den verschiedenen Charakteren aus. Hierbei ist also wichtig zu betonen, dass gute Lesekenntnisse ein Muss sind, um das Spiel und die Story zu verstehen und voranzukommen. Denn oftmals gibt es in den Dialogen die entscheidenden Hinweise, was als nächstes zu tun ist oder wo die nächste Arena liegt. 

Schwierigkeit angepasst
Auffällig ist, dass die Schwierigkeit im Vergleich zu Vorgängern enorm heruntergeschraubt wurde. Neben den Kämpfen wurde auch das Boxsystem vereinfacht. Die Trainer*innen müssen nicht mehr extra ein Pokémon Center aufsuchen, um die Pokémon zu wechseln, sondern können ganz bequem an Ort und Stelle auf die Pokémon-Boxen zugreifen. Dazu kommt eine Orientierungshilfe, denn auf der Karte wird angezeigt was als nächstes zu tun ist bzw. wo man als nächstes hin muss. Einerseits gut, denn gerade Kinder können somit besser mit den Anforderungen zurechtkommen. Andererseits sind diese Vereinfachungen für erfahrene Fans natürlich sehr ernüchternd, da die Story mit ein wenig Vorkenntnissen ziemlich schnell vorüber ist.

Neuerungen
Eine komplette Neuerung ist die sogenannte Naturzone. Diese verbindet eine Vielzahl der Orte Galars miteinander. Hiermit wird erstmals der Open World Ansatz eingeführt. Hierdurch wird es Spieler*innen ermöglicht, einen großen Bereich ohne die Beschränkung durch Routen frei zu erkunden und auch die Kamera frei zu bewegen.
Anders als bei den Vorgängern und auch in der Naturzone anzutreffen ist das sogenannte Dynamax-Phänomen. In der Galar Region sammelt sich an einigen Orten eine bestimmte Energie, die dazu führt, dass Pokémon für drei Runden gigantisch groß werden und besondere Dynamax-Attacken einsetzen können. In der Naturzone können Trainer*innen dann in sogenannten Dyna-Raids zusammen gegen diese Pokémon kämpfen und diese auch fangen. Die Kämpfe laufen hierbei aber auch rundenbasiert ab, erfordern aber teilweise eine andere Taktik.
Eine weitere Neuerung ist das Campen. Hat eines der Pokémon der eigenen Truppe zu viel Schaden erlitten, können die Spieler*innen einfach mitten in der Zone oder auf den Routen ein Pokécamp aufschlagen, die Gesundheit der Pokémon mit selbstgekochten Currys aufbessern und mit ihnen spielen.

Multiplayer-Komponente
Die Dynamax-Raids in der Naturzone stellen den Multiplayer Modus dar und lassen sich online zusammen mit anderen Spielenden bewältigen. Ziel des Raids ist es, das Pokémon zu besiegen, nach Bedarf zu fangen und Items, EP-Bonbons oder Watt einzusacken. Doch um mit anderen online anzutreten, wird eine kostenpflichtige Nintendo Switch Online Mitgliedschaft benötigt.

Fazit:
Aufgrund der hohen Leseanforderungen ist Pokémon Schwert und Schild für Kinder ab acht Jahren erst so richtig interessant, sofern sie ohne Unterstützung spielen. Die individualisierte Charakterstellung ermöglicht hierbei eine gute Identifikation mit den Charakteren und der Story. Dadurch, dass die Schwierigkeit und die Anforderungen im Verhältnis zu den Vorgängern deutlich abgenommen haben, bietet das Spiel auch für Jüngere einen großen Spaß, die noch keine Vorerfahrung mit Pokémon-Spielen haben.