Spieleratgeber NRW - Druckansicht von Seite #6136
Dorfromantik
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Dorfromantik

Genre
Strategie
USK
nicht USK geprüft (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Toukana Interactive
Erscheinungsjahr
2021.03
Systeme
PC
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Steam
Kurzbewertung
Friedliches und entschleunigtes Aufbau-Legespiel
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
alle Altersgruppen und die ganze Familie
Sprache
Deutsche Oberfläche
Grafik
ästhetische und harmonische Spielwelt
Sound
beruhigende Musik und passende Sounds

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
nicht vorhanden
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
teilweise Vorausplanen beim legen der Karten
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Das Prinzip hinter Dorfromantik ist denkbar einfach und simpel. Die hexagonalen Kärtchen müssen passend auf das Spielfeld gelegt werden, um eine Dorflandschaft aufzubauen. Auf den Karten befinden sich dazu verschiedene Ressourcen, wie Häuser, Ackerfläche oder Wald. Hierbei ist ein wenig Taktik und Strategie gefragt, um möglichst viele Punkte zu erzielen, denn die Karten müssen clever kombiniert werden, um beispielsweise einen möglichst langen Fluss oder ein Dorf mit einer vorgegeben Anzahl an Häusern aufzubauen. 

Pädagogische Beurteilung:
Abschalten und entspannen
Gerade in der aktuellen Zeit ist es wichtig, sich auch mal eine Auszeit vom hektischen Weltgeschehen zu nehmen und abzuschalten. Und hier kommt Dorfromantik genau richtig. Das Spielprinzip und der Ablauf sind einfach zugänglich, leicht zu verstehen und bieten dennoch genug Anreiz, sich länger oder immer mal wieder damit zu beschäftigen. Hierbei gibt es keinen Zeitdruck, denn jeder Zug kann ausreichend überlegt werden. Zudem ist es stets nur der Highscore gegen oder für den man spielt. Beendet ist eine Runde, sobald alle Karten vom Stapel abgelegt wurden.

Wälder, Flüsse, Dörfer
Wie es von analogen Legespielen bekannt ist, enthalten die Plättchen verschiedene Ressourcen, die hier sehr hübsch dreidimensional animiert sind. So gibt es Karten mit Flüssen oder Eisenbahnstrecken, aber auch Karten mit Häusern und Bäumen. Manche dieser Karten haben zudem bestimmte Anforderungen, wodurch Bonuspunkte gesammelt werden können, sobald diese erfüllt sind. Solche Anforderungen können beispielsweise sein, dass ein Waldelement mit 500 anderen Bäumen kombiniert oder dass ein Haus in einem Dorf mit einer bestimmten Anzahl an weiteren Häusern aufgestellt werden soll. Allerdings kann auch völlig anders gespielt werden, falls der Highscore nicht beachtet wird. Jedoch werden die Karten im Stapel nur um weitere Karten ergänzt, wenn solche Aufgaben erfolgreich erfüllt wurden.

Stilistisch und atmosphärisch
Die audiovisuelle Gestaltung trägt zur entspannten Atmosphäre bei und ist mit Liebe zum Detail gestaltet. Alle Elemente sind sehr hübsch animiert und es gibt auf der entstehenden Spielwelt einiges zu entdecken, wie Schiffe auf den Flüssen oder kleine Eisenbahnen, die auf den Schienen fahren. Dies fällt besonders durch Objekte auf, die nach und nach freigespielt werden, wie beispielsweise eine Windmühle oder ein Wasserrad. Auch die Musik ist sehr entspannend und passt ebenso wie die Soundeffekte zum entschleunigten Spielgeschehen.

Gemeinsam entspannen
Obwohl es sich bei Dorfromantik um einen Einzelspielertitel handelt, kann auch gemeinsam gespielt werden. So macht es Spaß, sich zu beraten, gemeinsam zu überlegen oder gegenseitig den Highscore zu schlagen. Da die Karten bei jedem Spielstart zufällig generiert werden, gestaltet sich auch jede neue Partie unterschiedlich. Zudem ist die Steuerung per Maus sehr einfach zu bedienen und das Spiel kann jederzeit unterbrochen werden, um es später fortzusetzen.

Fazit:
Das Anlegen der Karten, um eine Landschaft aufzubauen, erinnert an analoge Kartenlege-Spiele, wodurch sich das Spielprinzip generationsübergreifend gestaltet. Hierbei entsteht keinerlei Druck und die Regeln sind einfach und intuitiv verständlich. Trotzdem ist auch ein wenig strategisches Planen sowie vorausschauendes Handeln gefordert. Die geringen Einstiegshürden, die Brettspiel-Ästhetik und die idyllische Atmosphäre machen den Titel für eine breite Zielgruppe, unabhängig von Alter und Geschlecht, ansprechend und interessant