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Paper Mario: The Origami King
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Paper Mario: The Origami King

Genre
Rollenspiele
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2020.07
Systeme
Nintendo Switch
System im Test
Nintendo Switch
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Nintendo eShop
Kurzbewertung
Fantasievolles Abenteuer mit kreativer Aufmachung, aber unnötig komplexem Kampfsystem
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Nintendo-Fans
Sprache
Deutsch
Grafik
bunte 3D Papier-Optik
Sound
gelungener Soundtrack

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Mario und das Origamimädchen Olivia
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Geduld, logisches Denken
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
unnötig komplexes Kampfsystem, das schnell frustriert
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4Screenshot 5Screenshot 6

Spielbeschreibung:
Erneut wurde Prinzessin Peach entführt und mit dem gesamten Schloss auf einen Vulkan verfrachtet. Diesmal steckt jedoch nicht Bowser dahinter, sondern Origami-König Olli. Dieser möchte alle Lebewesen der Papierwelt zu Origami falten und dadurch die ultimative Macht an sich reißen. Doch er hat die Rechnung ohne Mario gemacht. Bei seinem Abenteuer wird er diesmal von Ollis Schwester, dem Origamimädchen Olivia, unterstützt. Die beiden bereisen die bunte Papierwelt, bekämpfen Feinde und lösen Rätsel. Hierbei sorgte aber besonders die Kampfmechanik oftmals für Frustration.

Pädagogische Beurteilung:
Bunte Papierwelt
Die Paper Mario-Reihe versetzt Nintendos beliebtestes Franchise gewöhnlich in das Rollenspiel-Genre. Rundenbasierte Kämpfe, verschiedene Statuswerte und sehr viele Dialoge zeichnen die Reihe hierbei aus. Außerdem spielen die Abenteuer stets in einer bunten und kreativen Papierwelt, haben jedoch untereinander kaum etwas gemeinsam. Während es im Vorgänger noch darum ging, der Welt und den Charakteren die Farbe zurückzugeben, geht es diesmal um die japanische Faltkunst Origami. Alle Figuren, die zu Origami gefaltet wurden, werden böse und stellen sich Mario und Olivia in den Weg. Dahinter steckt Origami-König Olli, der sogar Bowser zusammenfaltet und tackert. Die komplette Spielwelt ist kreativ und mit Liebe zum Detail an das Origami- und Papier-Thema angepasst.

Fordernde Kämpfe
Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab. Das heißt, Mario und die Faltschergen wechseln sich mit ihren Zügen ab. Kommt es zu einem Kampf, öffnet sich ein neuer Bildschirm mit dem sogenannten Faltkreis. Auf diesem stehen die Gegner und werden zu Kampfbeginn durchgemischt. Anschließend gilt es, diese mit einer begrenzten Zahl an Zügen und einem Zeitlimit wieder richtig zu sortieren, erst dann beginnt der eigentliche Kampf. Wurden die Feinde richtig angeordnet, kann eine starke Attacke ausgeführt werden, die jeweils vier Gegner trifft. Hat man es nicht geschafft, fällt der Angriff deutlich schwächer aus und es werden weniger Feinde getroffen. Besonders im Test fiel die Kampfmechanik auf wenig Begeisterung. Das Sortieren zu Beginn wirkt willkürlich, war für Jüngere zu schwer und nicht durchschaubar. Meist sorgte besonders das Zeitlimit für Frustration, weshalb die Sortierung nicht gelang. Da die Kämpfe anschließend schwieriger waren, führte dies oft zu einem Game Over und frustrierten Gesichtern. Besonders die Endbosse können hier für jüngere Kinder ein unüberwindbares Hindernis darstellen.

Schnipsel und gefaltete Toads
Mario und Olivia verschlägt es in unterschiedliche Welten. So bereisen die beiden eine Wüste, herbstliche Wälder und den weiten Ozean. Überall gibt es hierbei verschiedene Sammelobjekte. So müssen Toads gerettet, Schatzminis gefunden und Löcher in der Papierwelt mit Schnipseln aufgefüllt werden. So entdeckt man auch Geheimnisse und versteckte Orte. Zudem können die geretteten Toads im Museum gegen Artworks eingetauscht werden und für die gestopften Löcher werden Musikstücke aus dem Spiel freigeschaltet.

Fazit:
Die liebevolle Grafik, die sympathischen Charaktere und die schöne Geschichte zeichnen dieses Abenteuer aus. Auch die Musik ist wirklich gelungen und passend. Allerdings erscheint die Kampfmechanik unnötig kompliziert und schwierig. Das Sortierten der Faltschergen zu Beginn jeden Kampfes nimmt den Spielspaß und auch der hohe Schwierigkeitsgrad frustrierte die Tester_innen. Auch wenn die Geschichte und die Spielwelt fesselten, war der Wunsch etwas anderes zu spielen, aufgrund der Kämpfe, schnell erreicht.

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Spieletester
OT St. Anna Ehrenfeld
Köln
Bewertung Spielspass