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Moonlighter
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Moonlighter

Genre
Rollenspiele
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
11bit Studios
Erscheinungsjahr
2018.05
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch
System im Test
Playstation 4
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Action-RPG in 16-Bit Grafik für Fans von Rogue-Lite Elementen
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von Retro- und Indie-Games
Sprache
Deutsch, weitere Sprachen
Grafik
16-Bit, farblich ansprechend und atmosphärisch
Sound
passende Hintergrundmusik, keine Vertonung der Dialoge

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Protagonist Will
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Entscheidungsfähigkeit, Hand-Augen- Koordination, Lesefähigkeit, minimales Verständnis von Marktwirtschaft
Zusatzkosten
verschiedene DLCs erhältlich
Problematische Aspekte
hohes Frustrationspotential, kann zum stetigen Weiterspielen verleiten
Gruppenleiterin
Annamarie Escher-Schenkschuck
Stadtbibliothek Kreuztal
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Spielbeschreibung:
In Moonlighter schlüpfen die Spieler_innen in die Rolle von Will, einem jungen Ladenbesitzer, der davon träumt, Abenteurer zu werden. Das Geschäft, das er von seinen Eltern übernommen hat, ist ein typischer Item Shop, wie man ihn aus anderen Spielen gut kennt. Vor vielen Jahren wurden bei archäologischen Ausgrabungen, in Will’s Heimatstadt Rynoka, Tore entdeckt, hinter denen sich unbekannte Dimensionen mit ungeahnten Reichtümern verstecken. Diese sammelt Will selbst jede Nacht und verkauft sie tagsüber an die vielen Abenteurer_innen, die durch Rynoka reisen.

Pädagogische Beurteilung:
Wer wollte nicht schon mal einen Item Shop leiten?
Moonlighter führt die Spieler_innen sehr langsam an die Mechanismen heran. Sowohl das Verwalten des Shops wird mehrmals erklärt, als auch das Besuchen der Dungeons. Je mehr Beute Will aus den Dungeons mitbringt, desto mehr Items kann er in seinem Shop verkaufen. Die Preise und die Anzahl werden von den Spieler_innen selbst festgelegt. Dabei muss darauf geachtet werden, dass der Markt nicht mit zu vielen Waren überschwemmt wird. Gleichzeitig muss ganz genau auf die Preise geachtet werden. Die Abenteurer_innen machen auf ihre Freude oder ihren Unmut mithilfe von Smileys aufmerksam und kaufen auch schon einmal gar nichts, wenn es zu teuer ist. Diesen Punkt zu treffen ist etwas, das die Spielenden im Lauf der Zeit lernen müssen. Mit dem erworbenen Geld lässt sich die Stadt erweitern. Beispielsweise können ein Waffenschmied und eine Apotheke hinzugefügt werden. Aber auch der Shop kann mit genug Geld erweitert und Assistenten können eingestellt werden, wodurch fast eine Art Shop-Simulator entsteht. Durch das Erweitern der Läden stehen auch bessere Tränke, Waffen und Rüstungen zur Verfügung.

Eine falsche Entscheidung…
Es gibt vier Dungeons direkt um Rynoka herum, die die Spieler_innen besuchen können; ein fünftes mit einem starken Endboss kann freigeschaltet werden. Diese werden bei jedem Besuch neu generiert und bieten so einiges an Abwechslung. Jedes Dungeon verfügt über eine Vielzahl von Schätzen und verschiedene Gegnern, die mit unterschiedlichen Angriffen besiegt werden müssen. Ab und an findet man verschiedene Briefe oder auch die ein oder andere Leiche, die eine kleine Geschichte in sehr langen Textblöcken erzählt. Die Dungeons bestehen aus drei zufälligen Ebenen, jede Ebene ist mit einem Heil-Brunnen ausgestattet. Am Ende eines jeden Dungeons gibt es einen Boss-Kampf, der es in sich hat. Hierfür muss Will gut ausgestattet sein, denn eine Niederlage sorgt dafür, dass er aus dem Dungeon geworfen wird und seine gesamte Beute verliert. Hier müssen die Spieler_innen die richtige Entscheidung treffen: Versuchen sie weiter ihr Glück und riskieren alles zu verlieren, oder verlassen sie mit ihrer gesammelten Beute das Dungeon, um von dem erworbenen Geld mehr Tränke und bessere Rüstung zu kaufen?

Pixelgrafik mit hohem Frustrations- und Spaßpotential
Die Pixelgrafik gibt Moonlighter einen gewissen Charme, die Musik ist thematisch so ansprechend, dass man ihr nicht böse sein kann, auch wenn man ein Dungeon bereits zum zehnten Mal probieren muss. Gerade an diesem Teil der Spielmechanik scheiden sich die Geister. Moonlighter führt auf der einen Seite zu unfassbaren Frustrationen, da man die gesammelte Beute schnell verlieren kann. Auch dass sich der Spielverlauf immer wieder wiederholt und die Dungeons wieder und wieder besucht werden müssen, nur um an nächsten Tag alles zu verkaufen, kann schnell langweilig werden. Am nächsten Tag geht der Kreislauf wieder von vorne los. Für andere Spieler_innen liegt darin allerdings der Spaß und natürlich auch die Suchtgefahr. Ein niemals endender Kreislauf kann schnell langweilig werden, oder dazu animieren, immer mehr erreichen zu wollen.

Fazit:
Moonlighter überzeugt mit altbekannten Mechaniken in neuer Aufmachung. Die Spieler_innen müssen in der Lage sein, die teilweise sehr langen Texte zu lesen. Außerdem ist es nötig, einen Überblick zu behalten, welche Waren wieviel Gold bringen. Die Kombinationsfähigkeit wird also gefordert, muss allerdings auch von Anfang an bereits vorhanden sein. Fans von Retro-Grafik und Gameplay-Loops wird Moonlighter sehr gefallen.

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Spieletester
Stadtbibliothek Kreuztal
Kreuztal
Bewertung Spielspass