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Animal Crossing: New Horizons
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Animal Crossing: New Horizons

Endlich ist der lang ersehnte neue Ableger der beliebten Simulations-Reihe Animal Crossing erschienen. Warum der ganz Hype, und ist er gerechtfertigt?

Das Spiel ist mein erstes Animal Crossing, und es fängt klein an: Bei Nepp und Schlepp, den süßen kleinen Gehilfen von Tom Nook, bucht der Spieler sein Reif-für-die-Insel-Paket. Schnell noch den Charakter erstellt und los geht es auf die einsame Insel, nur mit zwei weiteren Dorfbewohnern und natürlich Tom Nook sowie Nepp und Schlepp.

 

Von Anna Bertsch

Das Leben ist erst nicht so gemütlich: Nur in einem Zelt verbringe ich die ersten Nächte. Ein Bastelkurs ist schnell gemacht, mit Angel und Axt bewaffnet stelle ich mich der Insel. Das besondere: Alles läuft in Echtzeit ab, nicht wie bei bekannten Simulationsspielen wie Stardew Valley oder Die Sims, in denen einen In-Game-Tag wesentlich schneller vergeht als ein echter Tag.

Diese Echtzeitregelung ist gar nicht wenigen Fans ein Dorn im Auge. Viele greifen zu „Zeitreisen“, also dem Umstellen der Systemuhr, denn manche Fische und Insekten kann man nur zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten fangen. Das kam für mich nicht in Frage, denn ich sehe das Spiel eher meditativ: Eskapismus in eine heile Welt, in der man sich um sein Haus, den Garten, Obst und Unkraut kümmert. Außerdem kann man sich jeden Morgen darauf freuen, was es wohl heute Neues in Animal Crossing gibt.
Das erste Zelt ist aber so oder so schnell abbezahlt, denn noch braucht man nicht viel Geld: „Meilen“, die man durch Erfüllen von In-Game-Aufgaben erhält, reichen aus.
Und nach einem Tag warten steht das fertige Haus anstelle des Zeltes.

Natürlich gibt es mehr zu tun als nur sein Haus aufzubauen, einzurichten und zu erweitern: Ich reise zu anderen Inseln, um möglichst viele verschiedene Früchte zu sammeln, die ich auf meiner Insel dann anbauen kann, dasselbe mit Blumen. Ich werbe weitere Inselbewohner an. Ich angle zu jeder Tageszeit in jedem Terrain Fische und jage Insekten. Ich grabe nach Fossilien, die ich tatkräftig dem Museum spende, um die Sammlung zu vervollständigen.

Und natürlich kann man seine Freunde und Freundinnen besuchen und ihnen Geschenke zukommen lassen. Fast jeden Tag besuchen wir uns auf unseren Inseln, zeigen uns neue Errungenschaften, Designs oder angeln einfach gemeinsam und flanieren durch das Museum. Es gibt kein Spielziel, außer sich zu entspannen und seine Zeit auf der Insel zu genießen. Meiner Meinung nach genau die richtige Entschleunigung, die viele Leute heutzutage benötigen.

Animal Crossing ist nur für die Nintendo Switch erhältlich und kostet ca. 60€. Man benötigt für jede Spielkarte eine Switch, da der Spielstand in der Switch gespeichert wird und nicht auf der Karte. Verschiedene Nutzer auf einer Switch spielen ergo alle auf der gleichen Insel.

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