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Animal Crossing: New Horizons
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Animal Crossing: New Horizons

Genre
Simulation
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2020.03
Systeme
Nintendo Switch
System im Test
Nintendo Switch
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Nintendo eShop
Kurzbewertung
Entschleunigter Insel-Simulator mit Niedlichkeitsfaktor
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Gelegenheitsspieler_innen
Sprache
Deutsch
Grafik
bunte und niedliche 3D-Grafik
Sound
fröhliche Musik

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
eigener Avatar und tierische Bewohner_innen
Mehrspielermodus
Möglichkeit, sich auf den Inseln zu besuchen
Spielforderungen
Interesse an ruhigem Gameplay
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
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Spielbeschreibung:
Den stressigen Alltag vergessen und einmal ganz entspannt am Strand spazieren, Blumen pflücken oder Schmetterlinge beobachten. Kaum ein Spiel ist für diese Art der Freizeitgestaltung bekannter als Animal Crossing. Mit dem neusten Ableger New Horizons kommt die beliebte Reihe erstmals auf die Nintendo Switch. Das Grundprinzip bleibt gleich, jedoch verschlägt es die Spielenden diesmal auf eine abgelegene Insel. Dort gibt es anfangs nur wenige Mitbewohner_innen, mit der Zeit entsteht jedoch eine florierende Infrastruktur mit vielen Möglichkeiten.

Pädagogische Beurteilung:
Viel zu tun auf der Insel
Nachdem die Spielerinnen und Spieler ihren eigenen Avatar gestaltet haben, ziehen sie mit diesem auf die eigene Insel. Doch anfangs sind die Möglichkeiten begrenzt, denn es kommen erst mit der Zeit neue Gebäude auf die Insel. Das heißt jedoch nicht, dass es nichts zu tun gibt. Es können Blumen gesät und gepflückt, Bäume gepflanzt, Muscheln gesammelt, Insekten oder Fische gefangen oder Fossilien gefunden werden. Neben kann man zudem Unkraut zupfen, Gespräche führen, Flaschenpost finden, Gegenstände kaufen oder verkaufen, Werkzeug und Dekoration herstellen, Holz hacken oder Fotos machen. Es gibt also allerlei Möglichkeiten, den Alltag auf der Insel zu gestalten. Allerdings ist dies die große Besonderheit, denn das Spiel läuft in Echtzeit ab.

Die Tage sind lang auf der Insel
Nachdem bestimmte Aufgaben erfüllt sind, können neue Gebäude errichtet werden oder es ziehen neue Tiere auf die Insel. In der Regel müssen die Spielenden jedoch meist einen Tag warten, denn Animal Crossing: New Horizons passt sich an die jeweilige Zeitzone an. So weiß das Spiel immer wann es Tag und Nacht oder Sommer und Winter ist. Jedoch muss man auch genauso lange warten, wenn man beispielsweise den ersten Schnee auf seiner Insel sehen möchte. Und oft muss auch einfach gewartet werden. Daher halten sich die Spielzeiten automatisch in Grenzen. Jedoch ist die Motivation relativ hoch, täglich auf der Insel vorbeizuschauen, um Erledigungen zu machen oder Boni abzuholen.

Nicht ohne mein Smartphone
Über die Entdeckungen hält das spielinterne Smartphone auf dem Laufenden. Hier können Fortschritte gegen Bonusmeilen eingetauscht, es gibt einen Überblick über die gefangen Insekten und Fische, die gefundenen Bauanleitungen und es können Fotos gemacht werden.
Alle Texte, Dialoge und Erklärungen müssen gelesen werden. Die Tiere reden in einer niedlichen Fantasiesprache, es gibt jedoch keine Vertonung. Jüngere Kinder, die noch nicht flüssig lesen können, könnten hier Probleme haben. Auch, da fast alle Tiere besondere sprachliche Merkmale habe, wie sich wiederholende Wörter oder Fantasieworte. Hier kann es hilfreich sein, wenn die Eltern anfangs beim Lesen helfen. Im späteren Verlauf wiederholen sich die Texte so oft, dass diese dann einfacher verstanden werden.

Kreativität ist gefragt
Nicht nur der Avatar kann stetig angepasst und verändert werden. Auch das eigene Haus kann weiter ausgebaut und immer wieder neu möbliert, dekoriert und nach Belieben gestaltet werden. Neben unterschiedlichen Böden und Tapeten gibt es auch eine Vielzahl an Möbeln und weiteren Einrichtungs- oder Dekorationsgegenständen. Und auch die Insel kann an die eigenen Vorlieben angepasst und gestaltet werden. Hier sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt.
Allerdings kosten die gewünschten Objekte auch viele Materialien oder viel Geld. Die Ingame-Währung sind entweder Sternis oder Bonusmeilen und hiervon benötigt man mit der Zeit immer mehr.

Niemals alleine
Besonders lebendig wird das Inselleben durch die anderen Bewohner_innen, denn mit der Zeit ziehen immer mehr Tiere auf die Insel. Diese kann man besuchen oder Geschenke verteilen. Jedoch muss man nicht nur mit den computergesteuerten NPCs vorliebnehmen. Es ist auch möglich, andere Spielerinnen und Spieler auf ihren Inseln zu besuchen und selber Besuch zu empfangen. Hier kann auch im Vorfeld festgelegt werden, welche Rechte die Besucher auf der eigenen Insel haben, damit diese nichts kaputt machen oder Änderungen vornehmen.

Fazit:
Allgemein bietet Animal Crossing: New Horizons viele Möglichkeiten, den Inselalltag zu verbringen. Zudem entwickelt sich der Titel stetig weiter und an bestimmten Feiertagen oder zu anderen Jahreszeiten gibt es besondere Events und neue Insekten oder Fische zu fangen. Es bleibt abzuwarten, welche Inhalte zukünftig eingefügt werden. Auf jeden Fall lädt es Spieler_innen dazu ein, selber kreativ zu werden, die Insel nach eigenen Vorlieben zu erkunden und vieles zu entdecken. Besonders spannende oder aufregende Inhalte gibt es kaum, dafür ist das Geschehen angenehm entschleunigt und bietet auch jüngeren Kindern schon viele Stunden Spielspaß.