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Attack on Titan 2: Final Battle
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Attack on Titan 2: Final Battle

Genre
Action-Adventure
USK
ab 16 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 16 Jahre
Vertrieb
Koei Tecmo
Erscheinungsjahr
2019.07
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch
System im Test
Playstation 4
Hinweis(e)
via Xbox Live, Playstation Network, Steam, Nintendo eShop
Kurzbewertung
Actionreiches Hack&Slay nach Anime-Vorlage
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans der Manga/Anime-Vorlage und japanischer Popkultur
Sprache
Deutsche Texte
Grafik
3D Anime-Stil
Sound
epochaler Soundtrack

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
selbsterstellter Avatar sowie die bekannten Charaktere aus der Manga/Anime-Vorlage
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Geschicklichkeit, Reaktionsvermögen, Hand-Auge-Koordination
Zusatzkosten
Zusätzliche Inhalte erhältlich, wie Kostüme oder Episoden
Problematische Aspekte
explizite Gewaltdarstellungen (wenn auch im Anime-Look)
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Die Welt ist ein gefährlicher Ort, in dem riesige Titanen die Menschen fressen wollen. Die Städte sind von gigantischen Mauern eingezäunt, die Schutz vor der drohenden Gefahr bieten. Eren Jäger ist 10 Jahre alt, als die Mauer um seinen Heimatbezirk Shiganshina von einem riesigen Titanen eingetreten wird und die Stadt von den Titanen überrannt wird. Unzählige Menschen sterben an diesem Tag und auch Erens Mutter wird vor seinen Augen von einem Titanen gefressen. Dieses Ereignis liefert den Grundstein für Attack on Titan, einen der aktuell berühmtesten Mangas und Animes. In der folgenden Geschichte geht es neben Eren Jäger auch um seine Freunde Mikasa Ackermann und Armin Arlert. Alle drei treten der 104. Trainingseinheit bei, in der die Rekruten des Militärs ausgebildet werden, um die Titanen zu bekämpfen und die Menschheit zu schützen. Auch wenn die Geschichte in diesem Spiel teilweise sehr detailgetreu nacherzählt wird, gibt es auch neue Charaktere, so wie den Avatar, in dessen Rolle man schlüpft.

Pädagogische Beurteilung:
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen
Als neuer Rekrut unterstützt man die 104. Trainingseinheit und zu Beginn werden die Funktionen in Form eines Tutorials im Training erläutert und direkt geübt. Herzstück ist das 3D-Manöver-Apparat, durch das man durch die Luft gleiten kann, solange große Objekte wie Bäume, Gebäude oder Titanen in der Nähe sind. Der Antrieb funktioniert hierbei per Gas, die Richtung wird durch Haken bestimmt, die in die Objekte der Umgebung geschossen werden. Dies gilt auch für den Kampf gegen die Titanen, denn nur wenig spielt sich auf dem Boden ab. Hier fällt auf, dass es teilweise sehr viele Funktionen und Mechaniken gibt, die es zu beachten gilt. Diese müssen richtig getimt und kombiniert werden, um die riesigen Titanen aus der Luft zu bekämpfen. Die Spielmechanik macht Spaß, ist aber nicht so einfach zu bedienen und braucht ein wenig Übung.

Teamarbeit in der Kaserne
Zwischen den einzelnen Missionen läuft die Story voran und nimmt die Wendungen, wie sie aus Manga oder Anime bekannt sind. Hier kann auch der eigene Avatar angepasst werden und man trifft auf die bekannten Charaktere und kann Dialoge führen. Je nachdem, welche Dialogoptionen ausgewählt werden, steigt oder sinkt auch das Freundschaftslevel und es gibt Zusatzmissionen, die absolviert werden können. So wird die eigene Figur mit der Zeit immer stärker.

Das Leben ist grausam
Oft herrscht die Meinung, dass sich Animes und Mangas hauptsächlich an Kinder und Jugendliche richten. Dem ist jedoch nicht so, wie Attack on Titan mehr als deutlich zeigt. Die Welt der Geschichte ist unheimlich und grausam, die Titanen sind eine dauerhafte Bedrohung und Menschen werden brutal umgebracht, zerquetscht oder gefressen. Die Darstellung ist hier nicht sehr zimperlich, so wie es aus der Vorlage bekannt ist. Und auch in den eigenen Reihen lauert die Gefahr, denn nicht jeder Kamerad ist freundschaftlich gesinnt. So ist die Geschichte auch voller Intrigen und Verschwörungen.

Fazit:
Fans des Franchises und von japanischer Popkultur können hier die Geschichte nachspielen und mit den bekannten Figuren interagieren. Wer damit weniger anfangen kann, wird sich für das Action-Adventure kaum begeistern können. Die Steuerung ist recht umfangreich und erfordert Übung. Auch die Hintergrundgeschichte ist relativ komplex und ohne Vorwissen teilweise schwer nachzuvollziehen. Zudem richtet sich der Titel deutlich an ältere Spieler_innen, da, ebenso wie im Anime oder im Manga, die brutalen Szenen teilweise sehr explizit dargestellt sind.