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Deltarune
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Deltarune - Chapter 1

Genre
Rollenspiele
USK
nicht USK geprüft (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Toby Fox
Erscheinungsjahr
2018.10
Systeme
PC, Playstation 4, Nintendo Switch
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Nintendo eShop
Kurzbewertung
Erstes Kapitel des neuen Indie-Games vom Undertale-Entwickler Toby Fox
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Undertale-Fans, Fans von interessanten Indie-Games
Sprache
Englisch / Japanisch
Grafik
Retro-Pixel-Optik
Sound
Syntiesounds

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Kris, Susie, Ralsey, Lancer
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Englischkenntnisse, strategisches Geschick
Zusatzkosten
weitere Kapitel noch nicht veröffentlicht
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Gruppenleiter
Dirk Poerschke
Game On/Two Kinderhilfezentrum Düsseldorf
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4
Siehe auch

Spielbeschreibung:
Deltarune ist der neue Titel des Komponisten und Spieleentwicklers Toby Fox. Sein erstes, von der Kritik gefeiertes, Rollenspiel Undertale finanzierte er mit Hilfe von knapp 3000 Unterstützern und 50.000 Dollar über Kickstarter und landete damit aufgrund sehr hoher Downloadzahlen 2018 in den vorderen Rängen der Verkaufszahlen digitaler Spiele. Im Eigenvertrieb einen solchen Erfolg zu erreichen, kommt eher selten vor. Eine solche Erfolgsgeschichte spricht sich natürlich rum und erreichte auch unsere Tester_innen.
Das erste Kapitel von Deltarune teilt sich einige Charaktere mit Undertale, ist jedoch keine Fortsetzung der Handlung, sondern spielt in einer anderen Welt. Wie und ob die beiden Titel zusammenhängen ist bisher nicht bekannt. In Deltarune erzählt Toby Fox die Geschichte der Hauptfigur Kris, ein Adoptivkind der Familie der Dreemurrs, welcher als einziger Mensch in der Stadt Hometown lebt, die sonst ausschließlich von Monstern bewohnt wird. Das Abenteuer beginnt damit, dass Susie (ein Monster) und Kris auf unerklärliche Weise in eine fremde Welt gelangen. Auf ihrem Weg müssen sie vielen Hindernissen trotzen, die, wie schon in Undertale, entweder friedlich verlaufen oder tödlich enden können. Auf ihrem Weg treffen sie auf den Charakter Ralsei, der erklärt, dass diese drei Helden das Gleichgewicht von Licht und Dunkel wieder herstellen könnten. Ihr großer Widersacher ist der König der "Dark World", der das zu verhindern sucht.

Pädagogische Beurteilung:
Kämpfen oder nicht?
Die Steuerung der Protagonisten ist leicht zugänglich. In der PC-Version wird Kris mit den Pfeiltasten gesteuert, mit der Taste C wird das Menü geöffnet, mit X geht man zurück und mit Z interagiert man. Außerdem kann die Steuerung den eigenen Vorlieben angepasst werden.
Das Kampfsystem wurde in Deltarune komplett geändert, wodurch die Kämpfe etwas mehr Tiefe bekommen. Trifft man auf einen Gegner, gibt es mehrere Optionen. Es kann versucht werden, den Konflikt friedlich zu lösen oder man lässt sich auf einen Kampf ein. In letzterem Fall ist es jedoch nicht möglich, seine Gegner im Kampf zu töten, da besiegte Feinde weglaufen. Auch die friedlichen Lösungen der Konflikte sind nicht immer gleich. So können die Gegner eingeschläfert oder mit Gesprächen vom Kampf abgehalten werden. Manchmal läuft ein Gegner auch einfach so davon. Je nachdem, ob die Monster bekämpft oder verschont werden, verändert sich das Ende des Kampfes gegen den König. Damit ist das Spiel natürlich auch wiederholt spielbar.

Wie sieht das aus, wie hört sich das an?
Der vorherige Titel war nicht nur hinsichtlich der Kampfmechanik anders, auch der Stil wurde in den Kämpfen von größtenteils schwarz-weiß hin zu einem farbigen Stil geändert. Die Grafik wurde aber weiterhin im Retro-Stil gehalten. Genauer gesagt besteht die Optik aus vielen recht groben Pixeln, deren Ecken jedoch etwas abgerundet wurden. Dadurch bekommt Deltarune einen abstrakten Charakter und gestattet den Spielenden etwas Abstand zur Welt. Das bedeutet nicht, dass man sich mit den Helden nicht identifizieren kann, dafür ist die Geschichte zu spannend erzählt.
Auch der Sound fand in der Testergruppe seine Freunde. Zu jeder Zeit wurde eine passende, die Geschichte unterstützende Musik gespielt. Vor allem die Kampfszenen bekommen durch die akustische Untermalung noch etwas mehr Spannung und Dramatik.
Einen Kritikpunkt müssen wir allerdings auch ansprechen. Das Spiel ist in vielen Szenen für unsere Tester_innen zu textlastig und eignet sich daher nicht für ungeduldige Jugendliche. Werden diese Dialoge abgekürzt, bekommt man natürlich von der Tiefe der Geschichte entsprechend wenig mit. Zum Beispiel werden Hintergründe zu den Gegnern oder Tipps, wie man sich in deren Nähe zu verhalten hat, um Kämpfe zu vermeiden, dadurch auch nicht immer ersichtlich. 

Fazit:
Das Spiel begeisterte unsere Tester_innen in vielerlei Hinsicht, obwohl die Grafik hinter den heute üblichen Ansprüchen zurückbleibt. Auch die Musik und Sounds, die klingen, wie aus einem Spielautomaten, sind nicht jedermanns Geschmack. Zudem trübt die bereits erwähnte Textlastigkeit in einigen Szenen den Gesamteindruck ein wenig und das Abenteuer ist nach wenigen Stunden schon vorbei. Allerdings handelt es sich hierbei bisher nur um das erste Kapitel. Wann ein nächstes Kapitel erscheint, ist bisher nicht bekannt.
Insgesamt bleibt aber mit Deltarune ein sympathisches und leicht zugängliches Indie-Spiel seiner zu Recht von der Kritik gefeierten Tradition treu. Wir haben tolle Helden und die Kämpfe und Rätsel sind abwechslungsreich. Zudem ist die Geschichte leicht schräg, aber dennoch stimmig und fesselt durchaus. Wichtig zu erwähnen wäre, dass es Deltarune nur auf Englisch und Japanisch gibt. Ein paar Vokabelübungen sind also zusätzlich drin. Im Internet findet man aber auch Übersetzungen in Sprachen, die von Fans inzwischen frei verfügbar gemacht wurden. Zudem sei erwähnt, dass Deltarune Chapter 1 kostenfrei runtergeladen werden kann.

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Spieletester
GamesLab GamingGroup
Düsseldorf
Bewertung Spielspass