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Fallout 76
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Fallout 76

Genre
Rollenspiele
USK
keine Jugendfreigabe (?)
Pädagogisch
ab 18 Jahre
Vertrieb
Bethesda
Erscheinungsjahr
2018.11
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Holpriger Trip durch das dystopische Ödland
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans der Reihe, Jäger und Sammler
Sprache
Deutsch
Grafik
realistische Darstellung
Sound
realistische Geräusche / musikalische Untermalung

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
selbsterstellter Charakter
Mehrspielermodus
Raids, PvP, Battle-Royale
Spielforderungen
Taktik, Zeit, Reaktion
Zusatzkosten
Mikrotransaktionen für Aussehen
Problematische Aspekte
Konfliktlösung durch Gewalt, explizite Gewaltdarstellung, moralisch fragwürdige Handlungen möglich
Redaktion
Joël Beyer
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3

Spielbeschreibung:
Fallout 76 ist der Versuch des Entwicklers Bethesda, das apokalyptische Rollenspiel in ein Multiplayer-Setting zu integrieren. Die Hintergrundgeschichte ist hierbei schnell erzählt: In West Viriginia sollen die Bewohner_innen der unterirdischen Bunkeranlage „Vault 76“ die oberirdische Welt nach einem Atomkrieg wieder bevölkern.

Pädagogische Beurteilung:
Mehr Spaß gemeinsam?
Der Versuch, das Rollenspiel zu einem Multiplayer umzuwandeln, gelingt nur teilweise. Viele Spielelemente, die die Serie ausgemacht haben, verschwinden in dieser Adaption. Die Interaktion mit verschiedenen Charakteren und spannende Quest waren sonst immer Bestandteil der Reihe. Da Fallout 76 auf menschliche NPCs verzichtet, fühlt sich die Welt leer an und die Nebenaufgaben sind nicht abwechslungsreich. Aber trotzdem macht Fallout 76 Spaß, nämlich für Spieler_innen die gerne erkunden, sammeln, craften und bauen. Das Crafting-System und das Baumenü wurden  ausgebaut. Idealerweise wird Fallout76 allerdings mit Freunden gespielt, dann eröffnen sich nämlich mehr Möglichkeiten.

Dystopie
Die zur Erkundung stehenden Orte sind dystopisch und interessant gestaltet. Diese Orte wechseln sich leider mit generischen und langweiligen Schauplätzen ab. Im Herbst 2019 erscheint jedoch das Update „Wastelanders“. Diese kostenlose Erweiterung bringt menschliche NPCs und eine neue Hauptstory ins Spiel ein.

Battle-Royal
Auch der neu erschienene Battle-Royale-Modus „Nuclear Winter“ bietet Abwechslung zum Abenteuermodus. Hier werden Rollenspielelemente mit klassischem Battle-Royale verbunden. Gerade Einsteiger_innen können es hier jedoch schwer haben.

Gegner
Die Bewohner des Ödlands sind dem Spieler alles andere als freundlich gesinnt. Diese Gegner sind zumeist Radioaktiv verseucht und entstellt. Ob zombieartige "Verbrannte" oder durch einen Virus mutierten "Supermutanten", das Arsenal der Gegner besteht hauptsächlich aus Monstern. Diese locken den Spieler auch gerne in Hinterhalte oder schleichen sich an. 

Fazit:
Der Titel verschenkt viel Potential, kann erwachsenen Spieler_innen durchaus Spaß machen. Besonders Jäger und Sammler, die auch vor Grinding nicht zurückschrecken, kommen auf ihre Kosten. Sowohl der Abenteuer- als auch der Battle-Royale-Modus können kooperativ mit Freunden gespielt werden. Wer lieber alleine das Ödland durchstreift kann dies aber tun. Die Inhalte richten sich an volljährige Spieler_innen und der Titel hat eine gesetzliche Alterskennzeichnung der USK ab 18 Jahren. Dies liegt neben den gewalthaltigen Inhalten und der realistischen Grafik auch an dem dystopischen und bedrohlichen Setting. Im Ödland wird nicht zimperlich miteinander umgegangen und meist hilft nur Waffengewalt gegen die Kontrahenten.

Bei diesem Test handelt es sich um eine Ersteinschätzung. Der Titel wurde aktuell noch nicht von einer Spieletestergruppe getestet.