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Harry Potter: Wizards Unite
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Harry Potter: Wizards Unite

Genre
VR / AR
USK
nicht USK geprüft (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Niantic, Portkey Games
Erscheinungsjahr
2019.06
Systeme
iOS, Android
System im Test
Android
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Phantastisches Abenteuer in der realen Welt
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Harry Potter Fans, Pokemon Go Spieler_innen
Sprache
Deutsch
Grafik
Mischung aus Comicgrafik und der reellen Welt
Sound
minimalistische Soundeffekte

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
bekannte Charaktere aus dem Harry Potter Universum
Mehrspielermodus
Kooperation mit anderen Spieler_innen
Spielforderungen
reflektierter Umgang mit Mikrotransaktionen
Zusatzkosten
Mikrotransaktionen zur Beschleunigen
Problematische Aspekte
Umgebung wird leicht vergessen, Mirkotransaktionen, Zeitaufwand
Redaktion
Joël Beyer
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3
Siehe auch

Spielbeschreibung:
Bei der neuen kostenlosen App Harry Potter Wizards Unite verschmelzen Realität und Spiel. Auf einer Entdeckungstour durch das reale Umfeld können Trankzutaten gesammelt, in den Magierfestungen gekämpft und viele andere magische Dinge gefunden werden. Um in die Welt von Harry Potter einzutauchen, müssen die Spieler_innen jetzt also tatsächlich das heimische Sofa verlassen, sich bewegen und kooperieren.

Pädagogische Bewertung:
Was ist Harry Potter Wizards Unite?
Bei Harry Potter Wizards Unite handelt sich um eine Art „Smartphone-Schnitzeljagd im Freien"(Location-Based Gaming). Die App fordert die Spieler_innen auf, sich an reale Orte zu begeben, dort das Smartphone vor sich zu halten, um die magischen Gegenstände und Gegner virtuell im Bild der Rückkamera eingeblendet zu sehen. Nun gilt es, die feindlichen Magier und Kreaturen im magischen Duell zu besiegen oder Tränke herzustellen. Diese um virtuelle Elemente ergänzte Realität nennt man Augmented Reality, zu deutsch „erweiterte Realität“.

Wie wird zusammen gespielt?
Wizards Unite fordert den Kontakt mit anderen. Schließlich wird die Umwelt zum Spielplatz eines Wettbewerbs. So ist es kaum verwunderlich, dass sich an den wichtigen Orten auch Spieler_innen begegnen und sich austauschen. Zudem werden diverse Kommunikationsplattformen zur Absprache genutzt. Ziel ist es, mit Teammitgliedern die sogenannten Magierfestungen zu erobern. In diesen gilt es sich gegen eine Reihe von Gegnern durchzusetzen. 

Wie zeitintensiv ist die Reise in die Welt von Harry Potter?
Ähnlich wie in herkömmlichen Online-Rollenspielen können auch hier höhere Ränge durch erfolgreiche Aktionen und Motivation erreicht werden. Hierdurch lassen sich entsprechend bessere Tränke brauen, stärkere Zauber trainieren und die Spieler_innen erhaltenZugang zu stärkeren Gegenständen, wie z. B. einem verbesserten Exstimulo-Trank. Um dies zu erreichen, muss viel Zeit investiert werden. Das Spiel selbst baut dabei keinen direkten Zeit- oder Handlungsdruck auf, vielmehr könnte dieser subjektiv empfunden werden. Zudem hat das Spiel kein Ende und wird vermutlich über Jahre hinweg um neue Inhalte erweitert. Dies trägt wohl zur Langzeitmotivation bei.

Ist das Spiel kostenlos?
Der Titel ist Free2Play, allerdings können Vorteile für echtes Geld gekauft werden. Diese haben hauptsächlich Auswirkungen auf die Zeit, bzw. die Distanz, die benötigt wird, um Gegenstände herzustellen oder zu öffnen. Ungeduldige und affektive Kinder und Jugendliche sind Zielgruppe dieses Mikrotransaktionsmodells.

Fazit:
Ab welchem Alter sollte man Harry Potter Wizards Unite erlauben? Das hängt vom Entwicklungsstand des Kindes ab. Es wird die Fähigkeit gefordert, Kaufanreizen Stand zu halten, die eigene Spielzeit kritisch zu reflektieren, sich im Kontakt mit Fremden vorsichtig zu verhalten und sicher und aufmerksam im Straßenverkehr zu agieren. Zusätzlich sind die düstere Atmosphäre und das Gegnerdesign auch nicht für alle jüngeren Kinder geeignet. Da eine klare Trennung zur Gewalt in der Realität vorliegt, sollten ältere Kinder jedoch damit umgehen können. Eltern sollten vor allem beachten, dass sich gerade die Smartphone-Nutzung der elterlichen Kontrolle entzieht. Hier helfen Absprachen und offene, interessierte Gespräche.