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Tales of Vesperia: Definitive Edition
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Tales of Vesperia: Definitive Edition

Genre
Rollenspiele
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Bandai Namco
Erscheinungsjahr
2019.01
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch
System im Test
Playstation 4
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Actionorientiertes RPG mit umfangreicher Story
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von Animes und Rollenspielen
Sprache
deutsche Texte, englische und japanische Sprachausgabe
Grafik
farbenfroher 3D-Comiclook
Sound
friedlich, unterhaltsam

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Gruppe aus 9 spielbaren Charakteren
Mehrspielermodus
nur in Kämpfen möglich, bis zu 4 Spieler_innen offline
Spielforderungen
Geduld, viel Text
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
Darstellung vereinzelter Charaktere leicht anzüglich
Redaktion
Stefan Hintersdorf
Spieleratgeber-NRW
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Spielbeschreibung:
Zuletzt 2008 auf der Xbox 360 erschienen, kam 2018 Tales of Vesperia als Remastered Version zurück auf den Markt. Als einer von vielen Ablegern der sogenannten Tales of-Reihe, spielt es sich recht ähnlich zu moderneren Nachfolgern, wie Tales of Berseria. In einer langen und auch spannenden Geschichte, bei der Spieler_innen die Welt retten müssen, trifft man mit einer Gruppe von 9 Charakteren auf viele Gefahren und muss unzählige Gegner, im typischen actionorientierten Kampfsystem, besiegen.

Pädagogische Beurteilung:
An jeder Ecke lauern Gefahren
Auch in diesem Ableger gibt es wieder viel zu erleben. Spielerisch wird das Kampfsystem Stück für Stück beigebracht, welches im Laufe der Geschichte mit weiteren Nuancen vertieft wird. So lernt man im entspannten Tempo immer wieder neue Mechaniken im Kampf kennen, was Einsteigern entgegenkommt, Profis aber auch Luft lässt, sich auszuprobieren. Das Kampfsystem ist vor allem dafür bekannt, dass, ähnlich wie in einem Beat ’em Up, verschiedene Angriffe miteinander kombinierbar sind. Zwischenzeitlich sind die Gefechte sehr herausfordernd, große Bossgegner erfordern gut überlegte Strategien. Sollten sich die Spieler_innen überfordert fühlen, kann der Schwierigkeitsgrad im Menü jederzeit angepasst werden, um dadurch Frustration zu vermeiden. Auf der einfachsten Stufe sind die Belohnungen jedoch reduziert.

Erzähl mir mehr
Die Masse an Dialogen sollte nicht unterschätzt werden. Zeitweise bekommen Spieler_innen alle paar Schritte minutenlange Textpassagen serviert, ohne dass es überhaupt zu einem Kampf kommt. Dabei zu beachten ist jedoch die Sprachausgabe, die es wahlweise nur auf Englisch oder Japanisch gibt. Die Texte sind hingegen auch auf Deutsch einstellbar, beinhalten aber eine Menge Fantasieworte, welche verwirrend wirken könnten. In Abschnitten, bei denen die sympathischen Figuren miteinander agieren, brilliert das Spiel durch unzählige lustige Momente. Jeder der Charaktere hat ein nachvollziehbares Motiv sich der Gruppe anzuschließen. Im Laufe der Geschichte erleben sie zudem viele verschiedene Ereignisse, welche sie beeinflussen können und was ihnen ein lebendigeres Charakterprofil verleiht. Dennoch verlangt ein konsequentes Durchspielen einiges an Motivation, da es bis zu 50 Stunden dauern kann, bis man das Ende erreicht. 

Bunte Welten für Fans von Animes
Optisch hat sich in den Jahren wenig getan. Zwar wurde die Grafik für die neue Generation angepasst, damit das Bild auch auf den neuesten Fernsehern gut aussieht, merklich verbessert hat sich aber sonst nichts. Der Cel-Shading-Look altert im Allgemeinen jedoch gut, vor allem Fans von Zeichentrick- und Animeserien fühlen sich hiervon angesprochen. Ein besonderer Pluspunkt der Reihe ist außerdem der Offline-Multiplayer. Was sonst untypisch für Rollenspiele ist, gehört bei der Tales of-Reihe zum Standard. So können bis zu 4 Mitspieler_innen mit jeweils anderen Spielfiguren an Kämpfen teilnehmen und sich so gegenseitig helfen.

Fazit: 
Auch nach all der Zeit hat Tales of Vesperia nichts vom ursprünglichen Charme verloren und kann immer noch mit einer ausgiebigen Geschichte und interessanten Charakteren punkten. Es gilt nicht ohne Grund als einer der beliebtesten Ableger der Reihe. Kann man über das viele Lesen und die teils monotonen Kämpfe hinwegsehen, ist Tales of Vesperia: Definitive Edition ein sehr gelungenes Spiel. Die vereinzelten Szenen, welche den Tod beschreiben, werden grafisch nicht präsentiert und stellen somit für Jugendliche ab 12 Jahren kein Problem dar.