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Neue Studie der DAK zu Computerspielsucht
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Neue Studie der DAK zu Computerspielsucht

Laut der neuen DAK-Studie ‚‚Geld für Games‘‘ gelten 465.000 Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren als ‚‚Risiko-Gamer‘‘, welche ein riskantes und pathologisches Computerspielverhalten zeigen. Drei Millionen deutsche Jugendliche spielen regelmäßig Computerspiele.

Die DAK hat in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Suchtfragen 1.000 Kinder und Jugendliche befragt und untersucht, um herauszufinden, wie viel Geld für die Anschaffung von Computerspielen und deren Ausgestaltung von Minderjährigen ausgegeben wird. Des Weiteren wurde sich mit der Frage beschäftigt, wie sich unauffällige Spielende von Nutzer_innen mit einem abhängigen Konsum unterscheiden.

Aus der Befragung geht hervor, dass die Spielzeit pro Tag im Durchschnitt mehr als zwei Stunden unter der Woche beträgt. Am Wochenende und in den Ferien spielen Jugendliche dreieinhalb Stunden täglich, am liebsten Fortnite, FIFA und Minecraft. 79 Prozent der „Risiko-Gamer“ sind Jungen, welche somit erheblich mehr Zeit an PC, Konsole und Smartphone verbringen. 

Andreas Storm, Vorstandschef der DAK, fordert eine verstärkte Aufklärung über Risiken zur Sucht und ein Verbot von Lootboxen: „Wenn Computerspiel zum Glücksspiel wird, müssen wir handeln. Prävention setzt hierbei vor allem bei Information und Aufklärung an.“ Computerspielsucht hat ein häufiges Fehlen in der Schule, emotionale Probleme und Konzentrationsschwierigkeiten zur Folge. Gefährdete Jugendliche geben außerdem überdurchschnittlich viel Geld für Spielwährung und Lootboxen aus, Einzelfälle investierten innerhalb von sechs Monaten sogar vierstellige Beträge.

Eine Präsentation der DAK-Studie ist hier abrufbar.

Hinweis: Das Thema Spielsucht ist ein ernstzunehmendes Problem - insbesondere für die Betroffenen und deren Familien. Allerdings möchten wir Eltern darauf hinweisen, dass aufgrund der Studie einseitig und teils reißerisch über die negativen Folgen des Gamings berichtet wird. Weitere Informationen zur Medienwirkung finden sie auf dem Spieleratgeber.

Bildquelle: DAK