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Age of Empires: Definitive Edition
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Age of Empires: Definitive Edition

Genre
Strategie
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Microsoft
Erscheinungsjahr
2018.02
Systeme
PC
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
nur via Microsofts Online Store, Windows 10 wird benötigt
Kurzbewertung
Aufpolierte Version des Strategieklassikers, die mit alten Problemen zu kämpfen hat
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans des Genres
Sprache
Deutsch
Grafik
Isometrisch, 2D Grafik, realistisch
Sound
passende Geräuschkulisse und Hintergrundmusik

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
nicht vorhanden
Mehrspielermodus
Online-Mehrspielemodi
Spielforderungen
taktisches Verständnis, Lesefähigkeit, schnelle Reaktionen
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
Kriegerische Kämpfe, Gewalt
Redaktion
Jan Scheurer
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4
Siehe auch

Spielbeschreibung:
Der erste Teil der wegweisenden Strategieserie Age of Empires ist bereits über 20 Jahre alt. Im Vergleich zu heutigen Genrekollegen bleibt dabei viel auf der Strecke. Wenig komfortable funktionen, pixelige Grafik und unbalancierte Spielvölker. Mit Age of Empires: Definitive Edition soll sich das ändern. Hier hat der Entwickler Forgotten Empires dem Klassiker eine Generalüberholung verpasst. Das grundlegende Spielsystem ist aber geblieben. Wieder müssen Gebäude gebaut, Rohstoffe gesammelt und Armeen aufgestellt werden, um sie dann gegen verfeindete Parteien in den Kampf zu führen.

Pädagogische Beurteilung:
Der erste Age of Empires-Teil behandelt thematisch die Steinzeit bis hin zu den ersten großen Zivilisationen, wie den Römern. Abseits der Kamapgnen, die meist historische Ereignisse nachstellen, gibt es außerdem verschiedene Skirmish-Partien, die auch im Online-Mehrspielermodus zur Verfügung stehen. Hier starten die Spielenden oft mit einem Dorfzentrum und einer handvoll Dorfbewohner_innen, die Rohstoffe ab- und Gebäude erbauen können. Um erfolgreich zu sein, muss häufig schon früh eine Taktik für den weiteren Spielverlauf erdacht und umgesetzt werden. Das Ziel ist meistens, die gegnerische Zivilisation auszulöschen. Das klingt brutal und wird im Spiel teilweise auch entsprechend inszeniert. So bleiben getötete Gegner für einige Zeit in einer Pfütze aus Blut auf dem Schlachtfeld liegen. Abseits davon gibt es allerdings keine expliziten Darstellungen. Die Definitive Edition glänzt zwar mit einigen Komfortfunktionen, dafür fehlt es aber an anderen Ecken an der Modernität, die schon längst Einzug in das Genre gefunden hat. So laufen die Soldaten nicht in Formation, sondern ungeordnet von einem Fleck zum nächsten. Stadtmauern können zwar gebaut werden, Tore, die die Spielenden effektiv vor den Feinden schützen würden, fehlen aber. Auch die Wegfindung der computergesteuerten Einheiten lässt öfters zu wünschen übrig. Dies sind zwar alles nur Kleinigkeiten, lassen Age of Empires: Definitive Edition aber im Vergleich zu aktuellen Genrekollegen und selbst dem 1999 erschienen Nachfolger Age of Empires 2 rückständig erscheinen. 

Fazit: 
Mit Age of Empires: Definitive Edition wird dem Klassiker eine Generalüberholung verpasst, die scheinbar aber nicht zuende gedacht wurde. So fehlt es an vielen Stellen noch an zeitgerechten Modernisierungen. Konflikte können ausschließlich mit Gewalt gelöst werden, die bis auf die Darstellung von Blut aber nicht explizit ist. Lediglich das taktische Grundverständnis, das für das erfolgreiche Abschließen der Partien oft von Nöten ist, könnte besonders jungen Spieler_innen noch fehlen und diese überfordern.

Bei diesem Test handelt es sich um eine Ersteinschätzung. Der Titel wurde aktuell noch nicht von einer Spieletestergruppe getestet.