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Zoo Tycoon
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Zoo Tycoon

Genre
Simulation
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Microsoft
Erscheinungsjahr
2013.11
Systeme
Xbox 360, Xbox One
System im Test
Xbox One
Kurzbewertung
Oberflächliche Aufbau-Simulation mit fehlendem Wirtschaftsfaktor
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von Simulationen
Sprache
Deutsch, Lesefähigkeit gefordert
Grafik
liebevolle Grafik und realistische Tiere
Sound
passende Musikuntermalung

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Zoowärter kann individuell erstellt werden
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Planen, Koordinieren
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
Fehlende Langzeitmotivation aufgrund des Baulimits
Gruppenleiter
Sascha Krüll
Mediothek Krefeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Bei "Zoo Tycoon" baut man sich seinen eigenen Zoo auf und muss diesen anschließend verwalten, pflegen und weiter ausbauen. Hierbei muss sich nicht nur um die Tiere, sondern auch die Gäste in den Zoos rund um den Globus gekümmert werden. Zum Erscheinen der Xbox One wurde die Simulations-Reihe von damals wieder ins Leben gerufen, um sich neu zu etablieren; aber ist dies den Entwicklern gelungen?

Pädagogische Beurteilung:
Liebevolle und bunte Aufmachung
Das Spiel ist sehr bunt, farbenfroh und besticht durch seine harmonische Atmosphäre. Auch die Tiere sehen sehr realistisch aus. Alles in allem ist die Grafik gut gelungen, was den testern gut gefiel. Festzuhalten ist lediglich, dass sich die Aufmachung der Tiere etwas von dem Rest der grafischen Darstellung abhebt.

Rund um den Globus
Der Titel umfasst zwei verschiedene Modi. Im freien Modus können sich die Spieler ohne die Kampagnen-Aufgaben „frei“ ihren eigenen Park erstellen. Zudem gibt es den Kampagnen-Modus, in dem an verschiedenen Orten auf der Welt Zoos gebaut werden müssen. Diese Orte haben genretypisch verschiedene Ziele, die bis zu einem gewissen Zeitpunkt erledigt sein müssen.

Aus der Luft oder mit dem Buggy durch den Park
Zu Beginn mussten sich die Tester einen eigenen Zoowärter erstellen, mit dem man anschließend durch den Park laufen oder fahren kann. Wenn man als Pfleger zu Fuß oder mit dem Buggy durch den Park unterwegs ist, muss aich auch um die Tiere gekümmert werden. Das bedeutet, sie zu füttern, sauber zu machen und mit ihnen zu spielen. Der eigentliche Teil des Spiels, also das Auf- und Ausbauen des Parks, wird aus der Vogelperspektive gesteuert. Die Bedienung funktioniert aus beiden Ansichten gut und intuitiv mit dem Controller. Als lustiges Extra kann man das Spiel auf der Xbox One zudem an manchen Stellen auch mit der Kinect Kamera bedienen.

Schnell an den Grenzen
Beim Aufbauen des Zoos steigt das eigene Level. Mit jedem neuen Level werden neue Gehege, Gebäude und andere Hilfsmittel freigeschaltet. Durch die neuen Gebäude standen den Testern dann neue Möglichkeiten offen. So konnten sie beispielsweise neue Tiere einfliegen lassen, Nachwuchs züchten oder Geld mit dem Verkauf von Essen und Trinken verdienen. Das Problem hier war allerdings, wenn einmal das maximale Level erreicht ist, ist der Park voll und wenn neue Sachen gebaut werden sollen, muss erst etwas anderes abgerissen werden. Dies stieß bei den Spieletestern auf Unmut.

Was ist aus dem „Tycoon“ geworden? Und wo sind die gestalterischen Freiheiten?
Das Beste an den alten Teilen der Reihe (zu denen auch die Rollercoster Tycoon Spiele gehören) war das freie Gestalten der Parks und das detaillierte Verwalten der Gelder durch Eintrittspreise, Essensangeboten oder verschiedene Werbeaktionen. Leider lässt dieser Wirtschaftsfaktor beim neuen "Zoo Tycoon" sehr zu wünschen übrig. Die Freiheiten beim Erstellen wurden einem insofern genommen, dass man vorgefertigte Gehege und Gebäude hat, zwischen denen sich die Wege automatische erstellen. Durch das automatische Verbinden entstehen viele unschöne und ungenutzte freie Flächen. Bei Essensständen gibt es z.B. bei der Preisauswahl nur noch die Optionen niedrig, mittel und hoch. Während man sich früher noch jeden Besucher einzeln anschauen konnte, um Informationen über seine Wünsche, Bedürfnisse und finanzellen Mittel zu bekommen, gibt es jetzt nur noch oberflächliche Statistiken.

Fazit:
Leider ist "Zoo Tycoon" unter unseren Erwartungen geblieben. Fans der Tycoon-Spiele waren aufgrund des geringen Umfangs und des Baulimits schnell enttäuscht. Es fehlt einfach die Tiefe im strategischen Bereich und das Pflegen der Tiere erinnerte die Tester mehr an ein Tamagotchi als an eine Aufbau-Simulation. Hinzu kommt, dass die eigene Kreativität schnell ihre Grenzen erfährt, da die Gehege vorgefertigt sind und auch die Gehwege automatisch erscheinen. Leider biegen das auch die wirklich schönen und süßen Tiere nicht wieder hin, weshalb in unserer Gruppe schnell die Luft raus war. Die schöne Aufmachung beim Pflegen der Tiere ist ein Spiel für sich und könnte auch seine Fans finden, z.B. Neulinge in dem Genre oder junge Tierfreunde. Wir beenden diesen Testbericht mit einem Zitat von einem unserer Tester: „Das Beste an dem Spiel, ist das Buggy fahren. Buggy fahren, Buggy fahren, Juhuu!“(Maarten,15 Jahre)

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Spieletester
Mediothek Krefeld
Krefeld
Bewertung Spielspass