Spieleratgeber NRW - Druckansicht von Seite #4270
The Legend of Zelda: A Link Between Worlds
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The Legend of Zelda: A Link Between Worlds

Genre
Action-Adventure
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2013.11
Systeme
Nintendo 3DS
System im Test
Nintendo 3DS
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Abenteuerspiel mit viel Entscheidungsfreiheit und klassischer Darstellung
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Die Zelda-Reihe erblickte bereits 1986 das Licht der Welt und als 1991 mit The Legend of Zelda: A Link to the Past der dritte Teil der Serie veröffentlicht wurde, war ein Abenteuer geschaffen, das die damalige Generation begeisterte. Nachdem der Protagonist Link in der modernen Zeit meistens in 3D-Spielen agiert, orientiert sich "The Legend of Zelda: A Link Between Worlds" an dem bereits genannten dritten Teil der Reihe. Das Spiel ist in gewisser Weise ein Remake des Titels, beinhaltet jedoch ebenfalls viele Veränderungen, sodass es als eigenständig anzusehen ist. Einer der größten Unterschiede ist die Geschichte: In dem fiktiven Land Hyrule treibt ein Magier namens Yuga sein Unwesen und verwandelt Menschen in Gemälde. Der junge Link muss also in dieser märchengleichen Geschichte verschiedene Tempel bereisen, Amulette finden und Yuga stellen. Daraufhin wird er ebenfalls in ein Gemälde verwandelt, kann sich jedoch mit Hilfe eines magischen Armreifs befreien. Ab sofort kann Link die Fähigkeit verwenden, sich in ein Gemälde zu verwandeln, um so an der Wand entlangzulaufen und Geheimnisse zu lösen. Dadurch gelangt er auch in die Schattenwelt Lorule, in der er die Figuren, unter anderem Prinzessin Zelda, aus ihren Gemälden befreien muss. Hierzu ist es Aufgabe des Spielers, erneut verschiedene Tempel und Paläste zu bereisen, Rätsel zu lösen und Endgegner zu bezwingen. 

Pädagogische Beurteilung:
Neues Spiel in altem Design
Die Tester, die sobald sie „The Legend of Zelda“ hören, stets an 3D Abenteuer wie Skyward Sword oder Ocarina of Time 3D denken, waren sichtlich überrascht über die grafische Darstellung von dem Spiel: „Das sieht ja voll retro aus“ (Tester 13 Jahre). Die komplette Spielwelt ist der Welt von dem 22 Jahre älteren Zelda-Titel nachempfunden und entsprechend zweidimensional gestaltet. Auch die Grafik und der Sound wurden übernommen und an den aktuellen audiovisuellen Standard des Nintendo 3DS angepasst. Da die Testergruppe den „alten“ Titel schon einmal gespielt hatte (Link zum Projekt Original vs. Remake), erkannte sie direkt die Gemeinsamkeiten. Die Darstellung konnte jedoch trotzdem gefallen. Die Ähnlichkeiten betreffen neben der Grafik auch die Standpunkte von Dörfern und Tempeln, die Items sowie manche Endgegner. Der Spielverlauf, die Tempel an sich und die Geschichte sind jedoch neu entwickelt und konnten überzeugen.

Backtracking mal andersrum
Backtracking in Computerspielen bezeichnet ein Vorgehen, indem die Spielfigur an bereits besuchte Gebiete zurückkehren muss, um durch neue Fähigkeiten oder Gegenstände vorher unerreichbare Orte oder Räume passierbar zu machen. Dort können dann in der Regel versteckte Schätze gefunden oder neue Wege erkundet werden. Dieses Vorgehen ist ein klassisches Element der Serie. Hier wird dies jedoch auf den Kopf gestellt, da der Spieler die benötigten Items nicht etwa wie gewohnt in den verschiedenen Tempeln erhält, sondern sich diese vom Händler Ravio gegen Rubine, die er im Spiel findet, ausleihen kann. Dadurch ist es dem Spieler direkt möglich, alle Gebiete in dem Spiel zu erkunden. Auch die Reihenfolge, in der die Tempel absolviert werden müssen, kann dadurch individuell gewählt werden. Dieser Faktor hat die Tester anfangs ein wenig irritiert: „Ich weiß ja gar nicht, wo ich als nächstes hingehen muss“ (Tester 11 Jahre). Nachdem sich die Gruppe jedoch mit der Spielmechanik angefreundet hatte, konnte dieser Faktor ordentlich punkten. Sobald eine Stelle zu schwer erscheint, kann der Spieler eine andere Situation vorziehen. Außerdem wird gerade dadurch ein Erlebnis erzeugt, das von Spieler zu Spieler unterschiedlich ausfällt. Hier ist jedoch zu erwähnen, dass die kompletten Gegenstände an Ravio zurückgehen, sollte Link ein Leben verlieren. Dann müssen diese erneut im Tausch gegen Rubine geliehen werden. Erst im späteren Verlauf können die Items komplett erworben werden.

Knifflige Rätsel und imposante Bosse
Die verschiedenen Paläste in dem Spiel entsprechen allesamt verschiedenen Themen. So gibt es den Wüstentempel, eine Eisruine, einen Feuerpalast und weitere. Die Rätsel in den Palästen variieren hierbei beim Schwierigkeitsgrad, so muss etwa der Wasserspiegel gehoben oder gesenkt, Licht entfacht oder Lava passierbar gemacht werden. Zelda-Veteranen konnten dies ohne große Probleme lösen. Neulinge hatten es da schon ein wenig schwerer und brauchten an manchen Stellen Hilfe. Auch die Möglichkeit an der Wand zu laufen, um etwa Abgründe oder Risse in der Wand zu passieren, muss bei dem Lösen der Rätsel bedacht werden. Die Endgegner waren für die Action-Fans der Gruppe das Highlight: „Man muss erstmal eine Taktik haben, aber wenn man weiß, was die Schwachstelle ist, dann ist es gar nicht so schwer“ (Tester 12 Jahre). Weiterhin sind Reaktionsschnelligkeit und Geduld gefragt, um hier erfolgreich zu sein. Die Darstellung ist hierbei stets im Cartoon-Look gehalten, wodurch die Gegner und Bosse auf die Kinder ab 6 Jahren nicht abschreckend wirkten. Einzig die Steuerung fiel den Testern anfangs ein wenig schwer, da die Spieler das Kämpfen im dreidimensionalen Raum gewohnt waren. Mit ein wenig Übung stellte die Steuerung jedoch kein großes Hindernis mehr dar.

Fazit:
Das Abenteuer von dem kindlichen Helden Link und Prinzessin Zelda kennzeichnet sich wie gehabt durch ein klares Gut-Böse-Schema, zahlreichen Erkundungsreizen, spannenden Kämpfen und konnte auf dem Nintendo 3DS mit seiner klassischen 2D-Darstellung punkten. Zwar brauchten die Spieler, die „moderne“ Grafiken gewohnt waren, ein wenig Eingewöhnungszeit, dann konnte sie das Spiel jedoch überzeugen. Die Rätsel und die Endbosse sind abwechslungsreich, aber nie zu schwer oder gar unlösbar. Auch die Möglichkeit, die Reihenfolge der zu absolvierenden Paläste selber festzulegen, gefiel den Testern ausgesprochen gut, da so ein individuelles Spielerlebnis geschaffen wird. Zusätzlich laden verschiedene Nebenaufgaben, Minispiele und versteckte Schätze dazu ein, die beiden Welten Hyrule und Lorule zwischenzeitlich zu erkunden, um sich eine Pause von den verschiedenen Tempeln zu gönnen. Um das Spiel erfolgreich meistern zu können, sollte eine gewisse Lesefähigkeit vorhanden sein. Auch eine gewisse Übung im Umgang mit der 3DS Steuerung ist empfehlenswert.

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Spieletester
OT St. Anna Ehrenfeld
Köln
Bewertung Spielspass