Vampyr

Genre
Action-Adventure
USK
ab 16 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 16 Jahre
Vertrieb
Focus Home Interactive
Erscheinungsjahr
2018.06
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Düsteres Vampirabenteuer mit spannender Story
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von spannenden Geschichten und Vampiren
Sprache
Englisch mit deutschen Bildschirmtexten
Grafik
nicht zeitgemäß, düster, realistisch
Sound
passend zum Spielsystem

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Jonathan Reid
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Geschick, Hand-Augen-Koordination, Lesefähigkeit
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
explizite Gewaltdarstellungen
Redaktion
Jan Scheurer
Spieleratgeber-NRW
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Spielbeschreibung:
Das französische Entwicklerstudio Dontnod ist in der Vergangenheit besonders durch Life is Strange aufgefallen. Im jüngsten Werk Vampyr bewegt sich das Studio weg von einer Geschichte rund um Teenager in der Gegenwart hin nach London in das Jahr 1918. Die spanische Grippe grasiert und kostet viele Leben. Der Arzt Dr. Jonathan Reid kehrt nach dem Krieg nach London zurück - nur um kurz darauf von einem Vampir gebissen und selbst zu einem zu werden. Daraufhin müssen die Spielenden herausfinden, wer Jonathan gebissen hat und decken so nach und nach immer mehr Geheimnisse auf. Dabei helfen die frisch gewonnenen Vampirfähigkeiten, die nicht nur Kämpfe vereinfachen, sondern auch in den Dialogen weiterhelfen.

Pädagogische Beurteilung:
Während Jonathan zu Beginn mit seinen Fähigkeiten als Vampyr noch wenig vertraut ist, wird er mit zunehmender Spieldauer immer mächtiger. Dies eröffnet sowohl im Kampf als auch in Gesprächen mit den oft spannend inszenierten Spielfiguren mehr Optionen. Trotzdem bleiben vor allem die Kämpfe meistens relativ anspruchslos, was den spielerischen Fokus auf die Geschichte legt. Diese ist spannend erzählt und lässt oft genug Fragen offen, die zum Weiterspielen motivieren. Die Gestaltung des historischen London ist sehr detailverliebt, aber mindestens ebenso düster. Der Ton ist oft rau und Jonathan muss sich häufig zwischen der moralisch richtigen Entscheidung und seinen Vampirgelüsten entscheiden - beides birgt spielerische Vor- und Nachteile. Die Gewaltdarstellungen entsprechen den Erwartungen an ein Vampirspiel: Blut spritzt häufig und viel und Jonathans unheilige Kräfte verhelfen den Spielenden zu brutalen Angriffen.

Fazit:
Vampirfreunde werden, auch aufgrund mangelnder Alternativen, voll auf ihre Kosten kommen. Jüngere Spieler_innen sollten von Vampyr allerdings absehen. Die Atmosphäre ist düster und ernst und die Inhalte oft sehr explizit dargestellt. Daher ist das Spiel erst für Jugendliche ab 16 Jahren geeignet.

Bei diesem Test handelt es sich um eine Ersteinschätzung. Der Titel wurde aktuell noch nicht von einer Spieletestergruppe getestet.