Unpacking

Genre
Simulation
USK
nicht USK geprüft (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Humble Games
Erscheinungsjahr
2021.11
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch, Mac, PlayStation 5
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Xbox Live, Playstation Network, Steam, Nintendo eShop
Kurzbewertung
Meditatives und narratives Auspacken von Umzugskartons
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von ruhigen, meditativen Spielen
Sprache
Deutsche Texte, kommt jedoch größtenteils ohne Sprache aus
Grafik
detailreiche Pixel-Grafik
Sound
atmosphärischer Soundtrack

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
namenlose Protagonistin
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Sortiermechanik lädt zum Abschalten ein
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Ein Umzug bringt auch immer ein neues Zuhause. Die Erfahrung, das erste eigene Zimmer oder die erste gemeinsame Wohnung zu beziehen und die leeren Räume mit Leben und Persönlichkeit zu füllen, ist stets ein besonderer Moment im Leben. Das Auspacken von Umzugskartons bringt aber natürlich auch mit sich, dass man irgendwann nicht mehr weiß, wo man bestimmte Gegenstände noch verstauen soll. Unpacking macht genau das zur Spielmechanik. Es müssen alle Objekte aus Umzugskisten verstaut werden und nebenher wird noch eine Geschichte über das Leben der Protagonistin erzählt.

Pädagogische Beurteilung:
Ausräumen, Sortieren, Präsentieren
Die Gamemechanik ist sehr einfach und schnell zu erlernen. Mit einem Klick auf die Kiste wird ein Objekt rausgeholt und muss anschließend platziert werden. Egal ob unter dem Bett, an der Wand oder im Regal, die Möglichkeiten sind vielfältig. Einzige Regel ist, dass die Objekte verstaut sind, also nicht einfach auf dem Boden liegen, und sich im richtigen Zimmer befinden. Besonders Spieler*innen mit perfektionistischer Ader können sich hier im Detail verlieren und Objekte drehen oder umplatzieren, um die perfekte Aufteilung zu finden. Das Gameplay ist sehr meditativ, was durch die entspannende Musik noch unterstützt wird. 

Ein Leben in Kisten
Obwohl die Sortiermechanik so simpel ist, wird dadurch eine Geschichte erzählt. Man begleitet die Protagonistin durch verschiedene Phasen ihres Lebens und verschiedene Wohnungen. Gleichzeitig spiegeln die Wohnsituationen und die Objekte auch immer eine bestimmte Phase im Leben wider. Einige Objekte begleiten die Spielenden auch über verschiedene Level und so müssen beispielsweise auch die Stofftiere am Ende noch aus den Kisten geräumt werden, wobei auch an ihnen die Spuren der Zeit nicht vorübergegangen sind. Die Geschichte wird also größtenteils durch die Bildsprache erzählt, Texte oder Dialoge gibt es hierbei kaum.

Fazit:
Wer sich auf ruhige und meditative Spielerlebnisse einlassen kann, wird viel Spaß mit Unpacking haben. Der Einstieg gelingt sehr schnell und die Spielzeit ist vergleichsweise kurz. Die interessante Idee, eine Geschichte nur durch das Ausräumen von Umzugskartons zu erzählen, ist spielmechanisch und audiovisuell ansprechend umgesetzt. Durch das Auspacken der persönlichen Dinge fühlt man sich mit der Protagonistin schnell verbunden.