A Juggler's Tale

Genre
Jump&Run
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Mixtvision Games, Assemble Entertainment
Erscheinungsjahr
2021.09
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch, Xbox Series, PlayStation 5
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Xbox Live, Playstation Network, Steam, Nintendo eShop
Kurzbewertung
Märchenhaftes Rätsel-Abenteuer, das teilweise bedrohlich inszeniert ist.
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von innovativen Rätsel-Jump&Runs
Sprache
Deutsch
Grafik
schöne 3D-Optik mit Liebe zum Detail
Sound
passende Musik und Soundkulisse

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Marionette Abby
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Geschicklichkeit
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
teilweise düster und bedrohlich
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Marionette Abby wird gegen ihren Willen als Artistin im Zirkus gefangen gehalten und muss täglich die Zuschauer*innen unterhalten. Insgeheim träumt Abby vom Leben in Freiheit und bricht kurzerhand aus ihrer Zelle aus. Auf der Flucht muss sie nun Rätsel lösen, Geschicklichkeitspassagen überwinden und sich Gefahren stellen. Am wichtigsten ist es hierbei, von ihren Verfolger*innen nicht entdeckt zu werden. Wäre da nur nicht ihre Schnüre. 

Pädagogische Beurteilung:
Der Kampf mit den Fäden
Die verschiedenen 2D-Level sind wie ein Bühnenbild aufgebaut und Abbys Marionettenfäden sind stets mit dem oberen Bildschirmrand verbunden. Dies stellt eine besondere Schwierigkeit dar, denn man muss andauernd auf die Fäden achten. Bleiben diese an Objekten hängen, kann auch Abby nicht weiter. So ist das bloße Vorankommen schon recht knifflig und stellt die Spielenden oft vor Rätsel. Zwar kommentiert ein Erzähler das Geschehen die komplette Zeit wie ein Märchen, diese Kommentare sind jedoch teilweise bissig und sarkastisch und geben auch nur bedingt Hinweise und Ratschläge. So wird meist nur Abbys fehlerhaftes Verhalten kritisiert, eine wirkliche Lösungshilfe bekommen Spieler*innen jedoch nicht.

Unheimliches Setting
Die Geschichte und die Spielwelt sind fantasievoll und ästhetisch mit viel Liebe zum Detail gestaltet, weshalb die zauberhafte Geschichte auch für Jüngere interessant sein kann. Die Atmosphäre wird im Laufe der Handlung allerdings schnell sehr finster und unheimlich. Abby gerät von einer bedrohlichen Situation in die nächste, muss gruselige Wälder passieren, sich einer riesigen Spinne stellen und vor ihren Verfolgern flüchten. Hierbei gibt es ein permanentes Gefühl der Verfolgung, was Jüngere überfordern kann. 

Fazit:
Die Geschichte um Marionette Abby und ihr Kampf in die Freiheit sind sehr märchenhaft, jedoch auch teilweise bedrohlich und unheimlich inszeniert. Auch die sarkastischen Kommentare des Erzählers bieten kaum Hilfe bei den teils kniffligen Rätseln und erfordern Medienerfahrung, um eingeordnet werden zu können. Für Ältere werden hier jedoch ein innovatives Jump&Run und interessante Gameplay-Mechaniken geboten. Auch die Darstellung besticht durch die ästhetische Optik mit viel Liebe zum Detail.
A Juggler's Tale hat den Deutschen Computerspielpreis 2022 in der Kategorie Beste Spielwelt und Ästhetik gewonnen.