ibb & obb

Genre
Jump&Run
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Sparpweed
Erscheinungsjahr
2013.08
Systeme
PC, Playstation 3, Mac
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
Veröffentlichung für Nintendo Switch laut Entwickler Anfang 2019 geplant
via Playstation Network, Steam
Kurzbewertung
Kooperativer Platformer mit Puzzleelementen und entspannter Musik
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Interessant für
Freunde, die gemeinsam Spiele meistern wollen
Sprache
Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
Grafik
Pastellfarben gehaltene Zeichnungen
Sound
entspannter Elektrosound

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
ibb oder obb
Mehrspielermodus
2 Spieler_innen kooperativ, lokal oder online
Spielforderungen
nur zu zweit spielbar
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Gruppenleiter
Harald Walz
Zahnrad Brauweiler
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4Screenshot 5

Spielbeschreibung:
Die beiden Helden dieses Platformers heißen ibb & obb. Das eine Wesen ist grün, das andere pink und sie sehen aus wie abgerundete Brettspielfiguren mit Beinen. Mehr weiß man nicht, nur dass sie sich von links nach rechts durch die Spielwelt bewegen müssen, ist direkt klar. Die Spielenden steuern sie durch eine pastellfarbene Landschaft und müssen währenddessen Feinde, die wie schwarze, stachelige Kugeln aussehen, und hohe Mauern überwinden. Die beiden laufen oberhalb und unterhalb der Oberfläche. Je nachdem wo sie sich befinden, dreht sich die Schwerkraft für die jeweilige Figur um. Durch Portale können die beiden die Ebenen wechseln bzw. gemeinsam auf einer Ebene agieren. Im Laufe der Reise gibt es auch Portale, die nur von einem der beiden genutzt werden können – je nach Farbe des Portals. Auch gibt es Wesen, die als Aufzug fungieren oder kleine tennisballartige Geschöpfe, die auch hilfreich sind, wenn sie richtig eingesetzt werden. Dies alles gilt es geschickt zu nutzen, um letztlich das Ziel der Reise zu erreichen. Besonders wichtig hierbei ist, dass man sich bei allem mit seinem Spielpartner gut abstimmt.

Pädagogische Beurteilung:
Konsequentes Mehrspielerkonzept
Lokale und kooperative Spiele findet man leider nicht mehr so häufig vor, ibb & obb stellt dieses Prinzip jedoch in den Mittelpunkt und setzt es sehr konsequent um. Der Titel ist wirklich nur zu zweit spielbar, daher müssen sich beide Spieler_innen gut abstimmen. Dies funktioniert am besten lokal, wenn man sich direkte Anweisungen geben kann. Es ist jedoch auch möglich, online nach Spielpartnern zu suchen. Am einfachsten ist dies mit seinen Steam-Freunden, es kann aber auch mit fremden Nutzern online gespielt werden. Auch dann ist es möglich, Absprachen zu treffen. Das geschieht allerdings etwas abstrakter, wenn man die von ibb & obb gebotene Möglichkeit nutzt: Mit dem rechten Stick des Gamepads können in der eigenen Farbe Anweisungen gezeichnet werden. Schreiben kann man hierbei nicht, weshalb Informationen, wie „Geh da hin!“ oder „Ich springe jetzt dorthin!“, gezeichnet schwieriger zu verstehen sind als direkte Absprachen. Allerdings kann auch hierin ein gewisser Reiz liegen.
Grundsätzlich bietet ibb & obb allerdings auch ein gewisses Konfliktpotenzial, wie alle anderen kooperativen Spiele auch. Gelingt es beim besten Willen nicht, die Hürde zu meistern, braucht es schon ein gewisses Maß an Gelassenheit und Teamfähigkeit, um die kniffligen Stellen dennoch irgendwann zu meistern, ohne in Streit auszubrechen.

Intuitive Steuerung
Gespielt wird am besten mit Gamepads. Es gibt zwar die Möglichkeit, am PC mittels Tastatur zu steuern, jedoch war die Steuerung mit Gamepad für die Tester_innen natürlicher, da sie diese aus anderen Spielen kennen. Die Steuerung an sich ist selbsterklärend. Mit dem linken Stick werden die Helden gesteuert und es gibt einen Knopf zum Springen. Hinzu kommt die oben angesprochene Möglichkeit, mit dem rechten Stick zu zeichnen, was wir auch in der Offline-Variante rege nutzten. Nicht das es notwendig gewesen wäre, es hat aber viel Spaß gemacht.

Einfacher Einstieg
Zu Beginn gibt es keine Erläuterungen und alles was man machen kann, erklärt sich von selbst. Dabei hilft natürlich der bereits erwähnte intuitive Umgang mit dem Gamepad. Auch hat man kein Inventar, das es zu verwalten und geschickt einzusetzen gilt. Bezeichnend ist die Tatsache, dass es keine gravierenden Einstellungsmöglichkeiten gibt. Man kann den Vollbildmodus ein- oder ausschalten und die Darstellung etwas anpassen – sonst nichts. All das verhilft auch Neulingen zu einem schnellen und erfolgreichen Einstieg.
Eine weitere Hilfe für Neulinge ist die reduzierte Grafik. Die gesamte Welt wird in einfachen, abstrakten Formen dargestellt, die in Pastelltönen gehalten sind. Diese sind nicht einfarbig, sondern haben Farbverläufe. Dadurch ist die Spielwelt zwar bunt, wirkt aber trotzdem nicht unruhig. Unter anderem führt dies auch dazu, dass ibb & obb auch auf alter Hardware flüssig läuft. Der Künstler Kettel hat dazu den passenden elektronischen Soundtrack komponiert, der das Geschehen auf angenehme Art untermalt. 

Hindernisse und Rätsel
Die Hindernisse, die es zu überwinden gilt, bestehen aus Mauern, Abgründen und Igel-Monstern in unterschiedlicher Kombination. Grundsätzlich sind diese im Laufe des Abenteuers natürlich immer schwieriger zu überwinden. Allerdings bedeutet nicht jede neue Herausforderung gleich einen Anstieg des Schwierigkeitsgrades. Immer wieder gilt es auch einfache Aufgaben zu lösen, bis man dann wieder an einer Stelle festhängt, die längere Zeit in Anspruch nimmt. Schafft man diese nicht und berührt z.B. einen der Igel, verlieren beide Figuren und fangen an der Stelle genau vor dem nicht gemeisterten Hindernis wieder an. Es werden keine Leben abgezogen, daher haben beide Spieler_innen beliebig viele Versuche, bis schließlich der Durchbruch gelingt.
Die Hindernisse können auch zu große Höhenunterschiede sein, die eine Figur alleine nicht schafft. Eine der beiden muss sich dann auf die Schultern der anderen stellen, um hoch genug springen zu können. Es gibt aber auch Stellen, an denen eine der beiden Figuren so exakt springen muss, dass sie durch mehrere hintereinander schwebende Blasen, die die Schwerkraft umkehren, hindurchfliegt und dann an einem ganz bestimmten Punkt landet. Währenddessen muss die andere Figur eine bestimmte Strecke laufen, um im richtigen Augenblick an der richtigen Stelle zu sein. Dafür ist genaues Timing notwendig – und das in genauer Absprache unter den Spielenden, was die eigentliche Herausforderung darstellt.

Fazit:
Der kooperative Platformer hat in unserer Testerrunde Jungen und Mädchen zugleich begeistert. Der einfache Einstieg, die Möglichkeit, gemeinsam zu spielen, wie auch der langsame Anstieg des Herausforderungsgrades führten zu lang anhaltendem Spielspaß. Dabei wurden gerne die Möglichkeiten genutzt, die auf den ersten Blick nicht sinnvoll, aber unterhaltsam schienen. So wurden die tennisballartigen Wesen einfach aus Spaß an der Freude durch die Level geschoben und wilde Zeichnungen mit dem rechten Stick angefertigt.

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Spieletester
Zahnrad Brauweiler
Pulheim
Bewertung Spielspass