Forza Horizon 4

Genre
Rennspiele
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Microsoft
Erscheinungsjahr
2018.10
Systeme
PC, Xbox One
System im Test
Xbox One
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Gelungener Mix aus Rennsimulation und Arcade
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Rennspielbegeisterte, Autofans
Sprache
Deutsch, Englisch, weitere
Grafik
realistische 3D Grafik, detailreich, tolles Schadensmodell
Sound
realistische Soundkulisse mit stimmiger Musikuntermalung

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
eigener Avatar
Mehrspielermodus
nur Online
Spielforderungen
Lese- und Verständnisfähigkeit, Geduld, gute Reaktionsgeschwindigkeit
Zusatzkosten
Zusatzinhalte wie Fahrzeuge gegen Echtgeld erwerbbar
Problematische Aspekte
anfangs unübersichtlich und komplex, Frustrationspotential
Redaktion
Patrick Habetz
Spieleratgeber-NRW
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Spielbeschreibung:
Forza Horizon 4 ist ein Rennspiel, welches beliebte Elemente aus Rennsimulation und Arcade-Racing vereint. In einer offenen Spielwelt beginnen Spielende als unbekannter Neuling in der Rennsportszene und erfahren sich bei verschiedenen Formen von Rennherausforderungen einen Ruf und Creditpunkte, mit denen unter anderem neue Fahrzeuge freigeschaltet werden. Die unterschiedlichen Rennen machen Spaß und bieten Abwechslung ohne zu überfordern.

Pädagogische Beurteilung:
Von allem etwas
Wo einerseits die gelungene Mischung aus Rennsimulation und Arcade-Racing ein spaßiges Fahrgefühl entstehen lässt, bringt eben diese Mischung auf der anderen Seite mehrere unterschiedliche Spielelemente zusammen, die in ihrer Summe und Darstellung schnell verwirren können. Die verschiedenen Rennen haben jeweils unterschiedliche Regeln und Bedingungen, welche nicht immer auf den ersten Blick erkennbar sind. Die Menüs sind optisch bunt und stylisch gehalten und bieten einiges an Einstellungs- und Auswahlmöglichkeiten, wirken dadurch jedoch an manchen Stellen überfüllt und verschachtelt. Ähnlich ist es mit den Fahrzeugen und den anderen Gegenständen, mit denen sich Spielende befassen können. Zwar gibt es überall schriftliche Erklärungen zu den Menüs und Funktionen, dies setzt jedoch Geduld sowie Lese- und Verständnisfähigkeiten voraus. Selbstverständlich sind dies Punkte, die in so gut wie jedem Spiel vorkommen und nach einer gewissen Spiel- und damit Eingewöhnungszeit durchschaut und gehandhabt werden. Gerade jüngere Kinder können hier jedoch anfangs frustriert werden.

Das Leben im Social Media

Ein Spielelement befasst sich mit dem Aufbau eines Rufs als Rennfahrer_in. Dies geschieht unter anderem mithilfe eines fiktiven, nur im Spiel existenten, Sozialen Netzwerks. Durch bestimmte Posen, welche erspiel- oder kaufbar sind, können nach einem erfolgreichen Rennen der virtuelle Ruhm gesteigert und damit Punkte verdient werden. Ebenso werden Prestigeobjekte wie Luxushäuser oder Fahrzeuge dokumentiert. Obwohl es sich hier nicht um eine real existierende soziale Plattform wie Instagram handelt, lernen Spielende simulativ wie ein Auftritt in einem solchen sozialen Netzwerk aussehen könnte und bekommen dabei jedoch vielleicht Werte oder Bedeutungen vermittelt, die missverständlich sein könnten. Das neue Haus oder Auto sowie eine vielleicht provokative Pose nach einem Sieg über Kontrahent_innen werden hier mit einem Anstieg der Berühmt- und Beliebtheit gleichgesetzt.

Mitspielende gibt es nur noch online

Leider ist, wie bei den meisten Spielen heutzutage, kein lokaler Mehrspielermodus mehr vorhanden. Echte Mitspieler_innen finden sich nur noch online, was Vor- sowie Nachteile mit sich bringt. Spielende finden so gut wie immer jemanden, mit dem sie um die Wette fahren können, treten damit jedoch in den meisten Fällen auch immer wieder mit völlig fremden Personen unterschiedlichen Alters, Geschlechts oder Herkunft in Kontakt. Wie überall im Internet braucht es hier ausreichende Kompetenzen, um selbstverantwortlich und selbstschützend mit anderen Menschen virtuell zu interagieren.

Wenn ein Luxusrennwagen nur zehn Euro kostet
Forza Horizon 4 bietet diverse Echtgeld-Käufe. Es können Fahrzeuge, einige davon exklusiv nur für echtes Geld, sowie andere kosmetische Gegenstände erworben werden. Auch neue Missionen, Rennen oder vielleicht Turniere sind erhältlich, um den gebotenen Spielinhalt noch zu erweitern.

Fazit:
Forza Horizon 4 bietet eine spaßige Mischung aus verschiedenen Rennspielelementen, die sich aus Rennsimulation und Arcade-Racing zusammensetzen. Die Rennen und Missionen bieten eine angenehme Palette an Abwechslung und werden von der Story eines aufstrebenden Niemands hin zum Rennstar abgerundet. Durch die Kombination der einzelnen Spielelemente kann es zu Beginn häufig zu Unübersichtlichkeit und damit vielleicht zu Frustration bei jüngeren Kindern oder Genre-Einsteiger_innen kommen. Der Aspekt des Bekanntwerdens mithilfe einer fiktiven Social Media Plattform könnte bei jüngeren Kindern ein falsches Bild des Umgangs mit solchen Netzwerken vermitteln. Mikrotransaktionen bieten virtuelle Güter für echtes Geld an, wodurch weitere Kosten entstehen können. Durch das Fehlen eines lokalen Mehrspielermodus können Spielende nur online gegen andere Spieler_innen antreten, welche zumeist völlig fremde Menschen sind, oder müssen sich mit dem Spielen alleine begnügen. Aufgrund der genannten Punkte ist der Titel für Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren interessant.

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Spieletester
Games4Kalk
Köln
Bewertung Spielspass