Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues

Genre
Rollenspiele
USK
nicht USK geprüft (?)
Pädagogisch
ab 14 Jahre
Vertrieb
Protalarium / Travian Games
Erscheinungsjahr
2018.03
Systeme
PC, Mac
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Steam
Kurzbewertung
Online-Rollenspiel der alten Schule mit eingerosteter Grafik.
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Interessant für
Fans von alten Online-Rollenspielen
Sprache
teilweise Deutsch, überwiegend Englisch
Grafik
altbackene Grafik
Sound
passende Musikuntermalung

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
selbsterstellbarer Held
Mehrspielermodus
Online-Mehrspielermodus
Spielforderungen
Englischkenntnisse, taktisches Verständnis, Frusttoleranz
Zusatzkosten
Mikrotransaktionen
Problematische Aspekte
Mikrotransaktionen, viele Spielfehler (Stand: Juni 2018)
Redaktion
Jan Scheurer
Spieleratgeber-NRW
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Spielbeschreibung:
Richard Garriott, unter Fans auch unter dem Spitznamen "Lord British" bekannt, hat vor gut 20 Jahren mit dem Spiel Ulitma Online einen Meilenstein für Online-Rollenspiele gelegt. Mit Shroud of the Avatar versucht er an den Erfolg anzuknüpfen. Wieder schlüpft man in die Rolle eines selbsterstellten Helden und muss ein eigenes Haus bauen, sich an der Wirtschaft beteiligen und natürlich kämpfen. 

Pädagogische Beurteilung:
Sofort ins Auge springt die etwas altbackene Grafik. Nicht nur die Texturen sind verwaschen, auch die Animationen der Spielfiguren wirken wie aus einem wesentlich älteren Spiel. Die Welt gestaltet sich leider auch alles andere als organisch. Viele Abschnitte, vor allem in Städten, wirken uninspiriert aneinandergereiht und lassen so keine dichte Atmosphäre aufkommen. Die Kämpfe sind durch eine durchdachte Anzahl an Fähigkeiten komplex genug, um länger zu motivieren. Es können im Spiel auch Häuser erworben werden - diese können entweder durch eine In-Game-Währung oder mit Echtgeld bezahlt werden. Die Häuser lassen sich zu weiten Teilen selbst gestalten. Leider sind die Menüs teilweise sehr unübersichtlich und erinnern eher an monotone Tabellen. Mittlerweile wurden bereits viele Fehler, die zum Teil auch dafür sorgen, dass Aufgaben nicht abgeschlossen werden können, behoben. Es gibt allerdings immer noch genug Potential hier nachzubessern, damit Rollenspiel-Fans auf ihre Kosten kommen (Stand: Juni 2018). 

Fazit:
Das Spiel fordert nicht nur einiges an Nerven, die unausgereifte Spielwelt und fehlerhaften Inhalte zu ignorieren, es fordert außerdem einen erwachsenen Umgang mit Echtgeld in Spielen. Viele Inhalte können durch Mikrotransaktionen exklusiv erworben werden. Hier sollten Eltern mit Jugendlichen vorher über mögliche Ausgaben sprechen. Der Spielinhalt ist noch über weite Strecken auf Englisch, wodurch englische Sprachkenntnisse dringend vorausgesetzt sind. Die Kämpfe sind nicht explizit, können aber aufgrund der verschiedenen Fähigkeiten teilweise komplex und unübersichtlich sein. Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues ist daher erst für Spieler_innen ab 14 Jahren interessant.