Unbox: Newbie's Adventure

Genre
Jump&Run
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Prospect Games, Merge Games
Erscheinungsjahr
2016.09
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch
System im Test
Playstation 4
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Steam
Kurzbewertung
Spaßiger Plattformer
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Interessant für
Mehrspielerpartien unter Freunden
Sprache
Deutsch, teilweise holprige Übersetzungen
Grafik
bunte Comicgrafik
Sound
passende Soundtrack zu den verschiedenen Welten

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Newbie, eigenes Paket (Spielfigur) kann selber erstellt werden
Mehrspielermodus
lokal mit bis zu 4 Personen
Spielforderungen
räumliches Denken, Geschick
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
Steuerung nicht für Anfänger geeignet
Gruppenleiter
Harald Walz
Zahnrad Brauweiler
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Bei Unbox: Newbie‘s Adventure steuern die Spieler_innen ein intelligentes, sich selbst zustellendes Postpaket namens Newbie. Auf diesem ruhen die Hoffnungen des Paketzustelldienstes GPS, da sie sich gegen den bösen Wild behaupten müssen. Dieser sabotiert die Zustellung der guten Pakete mit bösen Paketen, die „Wild Cards“ genannt werden. Diesen gilt es auszuweichen oder sie mit Sprüngen außer Gefecht zu setzen. Auch sonst gibt es allerlei Herausforderungen zu meistern. Überall sind goldene Paketklebebänder versteckt oder gefangene Pakete zu befreien. Dabei müssen immer wieder gewaltige Sprünge von Plattform zu Plattform gewagt werden. Hierbei hilft das namensgebende Unbox – das Paket wird ausgepackt und katapultiert sich damit ein großes Stück weiter. Insgesamt sechsmal ist dies möglich, bevor Newbie sich wieder aufladen muss. Außerdem geben befreundete Postpakete dem Helden Hilfestellungen und es gibt stetig Aufträge, die es in Missionen abzuschließen gilt.

Pädagogische Beurteilung:
Hintergrundgeschichte
Die Hintergrundgeschichte ist nicht sonderlich spannend und dadurch nicht andauernd präsent. Dabei macht es Unbox den Spieler_innen auch nicht leicht, der Geschichte zu folgen. Sie wird schriftlich wiedergegeben und der Text baut sich nur sehr langsam auf. Dies ist vor allem bei der anfänglich erzählten Geschichte störend, da sie alternativ nur komplett übersprungen werden kann. Das stieß beim Test aber nur anfangs negativ auf, denn Unbox wurde hauptsächlich gespielt, um coole Sprünge zu machen und sich mit anderen zu messen.

Gewöhnungsbedürftige Steuerung
Einer der Hauptkritikpunkte, welchen jedoch nicht alle Tester_innen teilten, war die Steuerung. Newbie wird mit dem linken Analogstick bewegt, während die Kamera über den rechten Stick gesteuert wird. Dies ist nötig, da man sich in Blickrichtung bewegt, führte im Test jedoch zu einer sehr unübersichtlichen Handhabung. Hier hatten besonders Kinder Schwierigkeiten, die noch keine Erfahrung mit ähnlichen 3D-Jump&Runs hatten. Allgemein war die Steuerung nicht intuitiv und die Tester_innen mussten sich erstmal an diese gewöhnen. Dazu kommt, dass die Kameraperspektive aufgrund der unregelmäßigen Bewegungen des Paketes oftmals hin und her ruckelt. Das Paket ist schließlich nicht rund und rollt daher auch über seine Kanten und Ecken. Dies alles führte dazu, dass gezielte Sprünge schwierig waren und man sich des Öfteren in kleinen Spalten, z.B. hinter Kisten oder Felsen, befand und es sich schwierig gestaltete, dort wieder herauszukommen. 

Comichafte Grafik
Ein sehr liebevolles Detail ist der Editor, in dem jeder Spieler sein eigenes Paket erstellen und sich so eine anpassbare Figur gestalten kann. Es können die Farbe, die Augen und der Mund verändert werden und anschließend kann das Paket noch mit verschiedenen Accessoires, Hüten und Kleidungsstücken angepasst werden. Allgemein ist die Darstellung sehr kindgerecht und die Pakete erinnerten die Tester_innen aufgrund der eckigen Form oft an Minecraft. Auch die Umgebung ist meist freundlich gestaltet - zwar nicht sehr detailreich, aber dafür passend. Leider gab es einige Grafikfehler (in der PS4-Version) und so rollten fremde Pakete durch das eigene Paket hindurch.

Passender Sound
Für jede Welt wurde ein Thema erdacht und zu jeder dieser Welten wurde zudem noch passende Musik gewählt, um das Spielgefühl zu verbessern und die Atmosphäre zu unterstreichen. So ertönt beispielsweise im Dschungel sehr exotische Musik, mit der man den Dschungel durchaus assoziiert.
Unbox gibt es in vielen verschiedenen Sprachen, wie beispielsweise Englisch, Spanisch oder Deutsch. Leider ist die deutsche Übersetzung nicht immer gelungen. So wird etwa „How to play“ mit „wie zu spielen“ übersetzt oder „finding things“ mit „finden Dinge“.

Spielmodi
Unbox: Newbie‘s Adventure kann alleine oder mit bis zu vier Personen lokal gespielt werden. Im Mehrspielermodus hat man noch einmal mehrere verschiedene Modi zur Auswahl. Davon waren vor allem "Delivery" und "Boxing" sehr beliebt. "Delivery" ist ein Rennmodus, in dem die Pakete im Mario-Kart-Stil ein Rennen fahren und sich mit verschiedenen Gegenständen behindern können. Beim Modus "Boxing" handelt es sich um eine abgewandelte, kindgerechte Version des Modus Deathmatch - bekannt aus diversen Shootern. Hierbei müssen sich die Pakete gegenseitig mit Feuerwerk beschießen und wer als letztes übrigbleibt, gewinnt die Runde.
Während die kritisierten Punkte im Einzelmodus besonders störten, traten sie im Mehrspielermodus in den Hintergrund und es galt alleine, sich mit den anderen zu messen. Das machte Unbox: Newbie's Adventure trotz aller Kritik zu einem der beliebtesten Titel unseres Computerspielecamps.

Fazit:
Unbox: Newbie's Adventure machte den Tester_innen riesigen Spaß, solange sie es zu mehreren gegeneinander spielen konnten. Den Einzelspielermodus ignorierten sie größtenteils, da hier einige Kritikpunkte besonders auffielen. Daher ist die Empfehlung der Tester_innen ganz klar, Unbox gemeinsam zu spielen, um sich mit seinen Freunden zu messen. Aufgrund der teilweise komplexen Steuerung ist der Titel ab 8 Jahren interessant, da jüngere Kinder ohne Erfahrung überfordert sein könnten. 

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Spieletester
Zahnrad Brauweiler
Pulheim
Bewertung Spielspass