Playmobil Ghostbusters

Genre
Apps
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Geobra Brandstaetter GmbH &Co. KG
Erscheinungsjahr
2017.04
Systeme
PC, iOS, Android
System im Test
iOS
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
Im Gegensatz zu der Onlineversion, gibt es bei den Apps zum Spiel keine direkte Verbindung zum Onlineshop
Kurzbewertung
Kurzweiliges, einfaches Werbespiel
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Grundschulkinder, Spieleinsteiger_innen
Sprache
Deutsch, Lesekenntnisse hilfreich
Grafik
Playmobil-Stil, alles erinnert an die physischen Spielfiguren
Sound
passender Gruselsound, der das Spiel unterstützt

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Es kann aus den 5 klassischen Ghostbusters-Charakteren gewählt oder sich selbst eine Figur nach Playmobil-Vorbild gebaut werden
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Geschick, schnelle Reflexe
Zusatzkosten
Keine Kosten in der App oder im Spiel selbst. Playmobil bietet physische Figuren an die genauso aussehen wie die Figuren im Spiel.
Problematische Aspekte
Werbung, kann für sehr junge Kinder stressig sein
Redaktion
Martina Sussenburger
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4Screenshot 5
Siehe auch

Spielbeschreibung:
In Playmobil Ghostbusters muss eine Feuerwache vor Geistern, welche dort spuken, beschützt werden. Die Geister werden mit Hilfe eines Protonenstrahls und von Geisterfallen gefangen, welche regelmäßig gelehrt werden müssen, um neue Gadgets zu erhalten. Die Schwierigkeitsstufe bestimmt hierbei die Stärke und Anzahl der Geister, auf die man in der Feuerwache trifft. Spielziel, Spielsetting und Story werden anfangs in einem kurzen Film erläutert.
Zu Beginn kann zwischen unterschiedlichen Playmobil-Charakteren gewählt werden, welche unterschiedliche Stärken besitzen. Wenn die fünf vorgegeben Charaktere nicht gefallen, gibt es außerdem die Möglichkeit, selbst einen Charakter zu erstellen. Es gibt kein wirkliches Ende, Messeinheit für ein gelungenes Spiel sind der Highscore der gefangenen Geister und die Schwierigkeitsstufe, welcher die Spielenden erreicht haben.

Pädagogische Beurteilung:
Ein kurzweiliges Spiel ohne viele Möglichkeiten
Gerade für Spieleinsteiger_innen oder für zwischendurch kann Playmobile Ghostbusters willkommen sein. Durch einfache Steuerung, bekannte Figuren und Settings (alles sieht aus wie die physischen Playmobilfiguren) und wenig anspruchsvolle Spielziele fiel allen Tester_innen der Einstieg leicht. Allerdings verflogen das Interesse und die Motivation ebenso schnell wieder, da die einseitige Welt sowie die begrenzten Handlungsoptionen und Aufgaben schnell langweilig und wenig herausfordernd waren.

Es ist ein Werbespiel, nicht mehr und nicht weniger
Um Playmobil-Spiele richtig einordnen zu können, muss man sich deutlich machen, warum Markenketten solche Spiele kostenfrei anbieten: zur Werbung. Die Werbung für Playmobil kann als problematisch betrachtet werden - so gibt es zwar keine versteckten Kosten im Spiel, aber auf der Homepage sind Spiel und Shop direkt nebeneinander, sodass Kaufanreize geschaffen werden. Jede Beschäftigung mit einer Marke oder Gütern verstärkt den Kaufwunsch - besonders bei Kindern.

Geisterfangen – kein Problem
Das wichtigste Spielelement ist das Fangen und Ausschalten der Geister. Dies geschieht mit Hilfe von Geisterfallen, welche danach entleert werden. Die unterschiedlichen jungen Testergruppen haben dies nicht als gewaltvolle Handlung gewertet. Die Geister werden mit einem Protonenstrahl angegriffen, dies wird auch durch Sterne über den Köpfen der Geister bebildert, und dann in eine Falle eingesaugt. Das Fangen der Geister ist in das recht einfach gehaltene Spielziel, die Feuerwache zu beschützen, eingebettet. Mit Zunahme der Geister in der Feuerwache werden die Anforderungen an die Spieler_innen höher und damit auch das Stresslevel beim Geisterfangen.

Was die Tester_innen ändern würden
Interessant war, dass die Testergruppen mit zunehmenden Alter der Tester_innen keinen Sinn im Fangen der Geister erkennen konnten und viele Vorschläge machten, was das Spiel in ihren Augen interessanter machen würde. Hierbei wurde besonders die Option hervorgehoben, gemeinsam online spielen zu können. Auch die Möglichkeit, sich durch unterschiedliche Level bewegen zu können, wurde genannt.

Fazit:
Der Alterseinschätzung von neun Jahren oder älter in Apples Appstore konnten Pädagog_innen wie Tester_innen zustimmen. Das liegt unter anderem daran, dass das Thema Ghostbusters für jüngere Kinder nicht präsent ist (alle Filme zu den Ghostbusters haben eine FSK 12-Einstufung) und sie mit dem - in höheren Stufen stressiger werdenden - Geisterfangen stark gefordert sein könnten.