Okami HD

Genre
Action-Adventure
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Capcom
Erscheinungsjahr
2017.12
Systeme
PC, Playstation 2, Playstation 3, Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch
System im Test
Playstation 4
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Steam
Kurzbewertung
Malerisch märchenhaftes Spiel mit Inhaltlicher Tiefe
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von japanischer Kunst
Sprache
Deutsch
Grafik
japanische Kalligrafie-Optik
Sound
angenehme Hintergrundmusik

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Göttin Amaterasu in Wolfgestalt
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Hand-Augen-Koordination
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Redaktion
Jan Scheurer
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4
Siehe auch

Spielbeschreibung:
Bei Okami HD handelt es sich um eine optische Aufbesserung des modernen Klassikers Okami. So wurden die Darstellung und das Bildformat angepasst, inhaltlich gibt es jedoch keine Neuerungen oder Veränderungen. Wir verweisen hier auf unsere Beurteilung, von der wir hier die wichtigsten Aspekte zusammenfassen:
Angekommen im mythologischen Japan des Mittelalters, führt ein Intro die Spielenden in die malerische Geschichte von Okami ein. Es tobt ein Kampf zwischen Gut und Böse, in welchen die Menschen ebenso verwickelt sind wie allerlei mythische Wesen und Gottheiten. Die in Wolfsgestalt wiedergeborene Sonnengöttin Amaterasu ist willens, sich dem Bösen zu stellen und der Natur Ihre glänzende Schönheit wiederzugeben.

Pädagogische Beurteilung:
Künstlerische Gestaltung
Die künstlerische Gestaltung von Okami ist seine große Stärke und hebt es von vielen Genrevertretern ab. Allerdings ist gerade hierfür wichtig, dass sich die Spielenden mit dem grafischen Stil, der oft an japanische Kalligrafie erinnert, anfreunden können. Auch die Zwischensequenzen sind manchmal etwas länger und können nicht abgebrochen werden und wirkten auf manche Tester_innen vorerst irritierend. Doch als die Spielenden Amaterasu erstmals durch die wunderschön gezeichnete Welt steuern und die ersten eigenen Pinselstriche anbringen durften, wich die Skepsis allmählich der Begeisterung. Vor allem die Möglichkeit, durch die Pinselschwünge direkt Einfluss auf die Spielwelt zu nehmen, begeisterte die Jugendlichen. Die Spielwelt wurde als stimmig empfunden und die Mischung aus Kämpfen und Rätseln führte bei einigen Jugendlichen zu langanhaltender Motivation. Jüngere Spieler_innen zeigten jedoch noch wenig Interesse an der dargebotenen mythologischen Geschichte.

Spielerlebnis
Um in die abwechslungsgreiche Spielwelt eintauchen zu können, ist es empfehlenswert, wenn ein Interesse für mystische Spielwelten und die japannische Kultur vorhanden ist. Ansonsten ist das Spiel nur eine Abfolge von Aufgaben, die erledigt werden müssen, bis der nächste Bosskampf bevorsteht. Okami bietet sich darüber hinaus aber an, um Jugendlichen den Ansatz vom Computerspiel als Kunstwerk näherzubringen und Computerspiele abseits der eintönigen Standards zu behandeln.

Fazit:
Okami richtet sich an Spieler_innen ab 12 Jahren, um die vielfältige Spielwelt, die abstrakten Rätsel und die Kämpfe meistern zu können. Die Besonderheit an Okami sind die kulturellen Bezüge und die künstlerische Gestaltung, welche die Tester_innen jedoch bisweilen überforderten. Bei älteren Tester_innen konnte eine stärkere Würdigung der innovativen Spielidee und -gestaltung beobachtet werden und die Jugendlichen waren bereit, sich auf den tiefgründigen Inhalt einzulassen.