Dragon Ball FighterZ

Genre
Beat 'em Up
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Bandai Namco
Erscheinungsjahr
2018.01
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch
System im Test
Playstation 4
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Effektreiches Prügelspiel mit bekannter Anime-Lizenz
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Genrefans, Fans des Anime/Manga
Sprache
Deutsch
Grafik
detaillierte Animegrafik
Sound
stimmungsvolle Musik

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
verschiedene Figuren aus dem Dragon Ball-Universum
Mehrspielermodus
Online- und lokaler Mehrspielermodus
Spielforderungen
gute Hand-Augen-Koordination
Zusatzkosten
zusätzliche Charaktere per DLC geplant
Problematische Aspekte
comichafte, überzogene Gewalt; Konfliktbewältigung durch Gewalt; unrealistische Darstellung männlicher Charaktere
Redaktion
Patrick Habetz
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Dragon Ball FighterZ ist der neueste Ableger aus der Reihe der Beat 'em Up's aus dem bekannten und erfolgreichen Dragon Ball-Franchise. Im Vordergrund stehen auch hier wieder die von visuellen Effekten strotzenden Kämpfe zwischen bekannten Charakteren aller bisher erschienenen Staffeln der Animeserie. Ein Storymodus ist zwar ebenfalls vorhanden, die für den Titel kreierte Geschichte ist allerdings eher knapp und oft eintönig erzählt.
Wie bei den meisten Spielen dieses Genres liegt der Fokus auf den kämpferischen Auseinandersetzungen mit anderen Spielenden, sowohl lokal am selben Gerät als auch online mit Gegner_Innen aus aller Welt. Auch Kämpfe gegen computergesteuerte Gegner sind möglich. Die Kämpfe selbst sind grafisch ansprechend inszeniert und bringen die charakteristische Atmosphäre der Vorlage sehr gut zur Geltung. Auch die Steuerung ist genretypisch beim Einstieg herausfordernd, aber auch schnell gut händelbar. Zwischen den Kämpfen bewegt man sich in einer Art Lobby, wo die verschiedenen Spielmodi in Form von Ständen oder kleinen Arenen dargestellt werden und besucht werden können. Sofern der Computer oder die Konsole mit dem Internet verbunden und online präsent sind, treffen Spieler_innen in dieser Lobby auf reale Kontrahent_Innen, können sich mit diesen via Textchat oder Emotes, in diesem Falle kleine animierte Bilder mit Standartaussagen wie „Hallo“ oder „Willst du kämpfen?“, unterhalten.

Pädagogische Beurteilung:
Kämpfen im Anime-Stil
Da es in diesem Titel um physische Auseinandersetzungen in Form von Kämpfen geht, begegnen Spielende natürlich vor allem der Darstellung von körperlicher Gewalt. Konflikte werden alleine auf diese Weise mit dem K.O. der Gegner_Innen gelöst. Die Darstellungen werden jedoch zu keinem Zeitpunkt explizit. Weder Blut, körperliche Schäden, Wunden oder ähnliches werden gezeigt. Vielmehr bestehen die Kämpfe aus einem vor allem optischen Feuerwerk aus Effekten in Form der von den Charakteren bekannten, fast schon ikonischen Attacken. Oftmals ist das Treffen einer Figur mit einer Attacke während der effektvollen Darstellung nicht einmal zu sehen.

Steuerung
Die Steuerung besteht ebenfalls genretypisch aus einer vielfältigen Palette unterschiedlicher Angriffsmöglichkeiten, welche miteinander kombinierbar sind. Dies kann gerade bei Spielenden, die bisher kaum in Berührung mit ähnlichen Titeln gekommen sind, durchaus eine Einstiegshürde darstellen, speziell im Kampf gegen erfahrenere Kontrahent_innen. Jedoch ist die Steuerung nicht unverhältnismäßig schwer. Nach ein wenig Übung können auch unerfahrene Spielende die Kämpfe problemlos bestreiten. Zusätzlich gibt es einen speziellen Trainingsmodus, der in einzelnen wiederholbaren Übungen in sämtliche Grundmechaniken der Steuerung einführt.

Sprache
Die akustische Sprachausgabe präsentiert sich gemischt. Hörbare Ansagen, beispielsweise bei der Auswahl oder während eines Kampfes, sind immer auf Englisch. Die Figuren sprechen (und schreien) wahlweise auf Englisch oder Japanisch. Eine deutsche Synchronisation fehlt hingegen. Lediglich die Benutzeroberfläche, also die Spielmenüs und Anzeigen, sind auch auf Deutsch sowie in weiteren gängigen Sprachen verfügbar.
Ein ähnliches Sprachproblem kann sich auch in der Kommunikation mit anderen Spielenden ergeben. Neben den bereits erwähnten Emotes, welche automatisch in der für die Benutzeroberfläche eingestellten Sprache dargestellt werden, findet die Kommunikation via Textchat in unterschiedlichen Sprachen statt, je nachdem woher die anderen Spielenden stammen, auf die man in der Lobby trifft. So kann es schnell passieren, dass eine Kommunikation schwierig wird, da entweder keine eigenen Fremdsprachenkenntnisse vorhanden sind oder das Gegenüber nicht über solche verfügt. Oft reichen die Emotes allerdings aus, um zumindest die Partie starten zu können.

Darstellung der Figuren
Wie bei vielen Animes, und damit auch bei Spielen, die Animes als Vorlage haben, kommt es oft zu einer übersexualisierten Darstellung der Charaktere. Im Fall von Dragon Ball und hier Dragon Ball FighterZ werden vor allem die männlichen Figuren übertrieben sexualisiert dargestellt, mit muskelbepackten Körpern und enormen, höchst unrealistischen physischen Kräften. Obwohl auch diese Darstellung bei Dragon Ball als Markenzeichen gilt, besteht durchaus die Möglichkeit, dass es gerade bei jüngeren Spielenden zu einer Entwicklung eines unrealistischen Körper- oder Rollenbildes des Mannes kommen kann. Hinzu kommt, dass die Figuren im Jungenalter, wie zum Beispiel Son Gohan, mit den gleichen körperlichen Merkmalen dargestellt werden. Durch die stilisierte Animegrafik und deren insgesamt offensichtlich unrealistische, fantasiereiche Darstellung des Spiels sollten solche irrtümlich entstehenden Bilder jedoch schnell und einfach widerlegbar sein.

Fazit:
Dragon Ball FighterZ ist ein sowohl einsteigerfreundliches als auch herausforderndes Beat 'em Up, welches sowohl Fans der Animevorlage als auch Neulinge begeistern kann. Die andauernde Darstellung körperlicher Gewalt als Konfliktbewältigung wird zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Form explizit. Die für die Serie unrealistische Darstellung der männlichen Charaktere wird durch den grafisch offensichtlich unrealistischen Anime-Comic-Charakter entschärft und sollte leicht widerlegbar sein. Aus diesen Gründen ist dieser Titel für alle ab 12 Jahre interessant.

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Spieletester
Games4Kalk
Köln
Bewertung Spielspass