Celeste

Genre
Jump&Run
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Matt Makes Games Inc.
Erscheinungsjahr
2018.01
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch
System im Test
Nintendo Switch
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Xbox Live, Playstation Network, Steam, Nintendo eShop
Kurzbewertung
Herausfordernder, aber sehr fairer Plattformer
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von kniffligen Plattformern
Sprache
Deutsch
Grafik
2D-Pixel-Optik
Sound
eingängiger Synthie-Soundtrack

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Madeline
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Geschick, Geduld
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
teilweise sehr schwierige Passagen
Redaktion
Jan Scheurer
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Mit Celeste melden sich die  Towerfall-Macher zurück und veröffentlichen einen der wohl motivierensten, aber auch fordernsten Jump&Run-Titel der letzten Jahre. Dabei dreht sich die Geschichte um die Ängste und Selbstzweifel der Hauptfigur Madeline, die den titelgebenden Berg Celeste besteigen will. Dabei trifft sie verschiedene andere Bergsteiger_innen und muss sich persönlichen Problemen stellen. Im Kern handelt es sich bei Celeste aber um einen astreinen Plattformer - die Geschichte drumherum ist nur ein netter Bonus, der auch komplett übersprungen werden kann. Die Spielenden müssen dabei Madeline direkt steuern, um über komplexe Sprung- und Kletterpassagen den Berg zu besteigen. Begleitet wird sie dabei von einem sehr eingängigen Synthiesoundtrack, der neben der pixeligen 2D-Optik sehr zur Atmosphäre des Spiels beiträgt.

Pädagogische Beurteilung:
Die durchaus erwachsene Geschichte wird durch eingedeutschte Dialogsequenzen erzählt. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf der flüssigen und fordernden Spielmechanik, die die Spielenden in gleichem Maße herausfordert und belohnt. Allerdings fordern einige Passagen, vor allem gegen Ende des Spiels, ein hohes Maß an Ausdauer, Geduld und Geschick. Genreeinsteiger oder jüngere Spielende könnten hier schnell frustriert werden, denn das spielerische Ableben ist fester Bestandteil und nur die wenigsten Spieler_innen werden Passagen auf Anhieb schaffen. Um größerer Frustration vorzubeugen, haben die Entwickler die Möglichkeit eingebaut, Spielhilfen zuzuschalten. So sind auch schwere Passagen ohne Probleme schaffbar. Obwohl Celeste, bis auf einige Standbilder und Menübildschirme, komplett in pixeliger 2D-Optik gehalten ist, gibt es manche unheimlich gestaltete Gegner und Level. Das ist vor allem in der zweiten Hälfte des Spiels der Fall, geht aber selten über das Niveau von bekannten Zeichentrickserien hinaus.

Fazit:
Celeste strotzt nur so vor liebevollen Details, die das großartig abgewogene Spielprinzip unterstreichen. Trotz sehr schwierigen Passagen fühlt man sich immer wieder motiviert, es ein weiteres Mal zu probieren. Sehr junge Spieler_innen könnten aber trotz der Hilfsmittel von der Komplexität überfordert sein und frustriert werden. Daher ist der Titel erst für Jugendliche aber 8 Jahren interessant.

Bei diesem Test handelt es sich um eine Ersteinschätzung. Der Titel wurde aktuell noch nicht von einer Spieletestergruppe getestet.