Fortnite: Battle Royale

Genre
Onlinespiele
USK
nicht USK geprüft (?)
Pädagogisch
ab 14 Jahre
Vertrieb
Gearbox Publishing
Erscheinungsjahr
2017.07
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One, Mac, iOS, Android
System im Test
Playstation 4
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
Das Spiel befindet sich zur Zeit noch im Early Access
via Xbox Live, Playstation Network
Kurzbewertung
Kostenloser Survival-Shooter in Cartoon-Grafik
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von Survival-Shootern mit Multiplayerfunktion
Sprache
Anweisungen sind nicht vertont, geschriebene Erklärungen auf Deutsch
Grafik
dreidimensionale Cartoon-Grafik
Sound
Bewegungs- und Umgebungsgeräusche, Geräusche von Kampf- und Bauaktionen

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
jede Runde ein neuer Charakter, außer der Spielende investiert Geld
Mehrspielermodus
verschiedene Onlinemodi als Einzelkämpfer oder kooperativ im Team
Spielforderungen
gute Hand-Augen-Koordination, schnelle Reflexe
Zusatzkosten
In-Game-Käufe möglich
Problematische Aspekte
Waffengewalt, In-Game-Käufe, Voice-Chat
Redaktion
Saskia Moes
Spieleratgeber-NRW
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Spielbeschreibung:
Fortnite: Battle Royale ist ein zusätzlicher Modus des Spiels Fortnite, welcher in letzter Zeit immer mehr Beliebtheit erlangte. Er ist derzeit kostenlos als Download für PS4, Xbox One und den PC erwerbbar und befindet sich noch im ‚Early Acess’, d.h. dass es noch nicht offiziell veröffentlicht wurde, die Spieler_innen jedoch die Möglichkeit haben, es schon während dem Entwicklungsprozess zu spielen (Änderungen können noch vorgenommen werden). Bei Battle Royale handelt sich um rundenbasierte PvP-Kämpfe (Player vs. Player) mit bis zu 100 Spieler_innen, angelehnt an den Erfolgstitel Playerunknown's Battlegrounds (PUBG). 
Anfangs fliegt ein Schlachtenbus mit allen Mitspieler_innen über eine Insel und jeder kann selber entscheiden, wann er oder sie aus dem fliegenden Bus, mit einem Fallschirm, abspringen möchte. Wo sich die anderen Teilnehmenden befinden, ist anhand der Karte nicht ersichtlich. Jeder muss sich zunächst seine Waffen, Heilung oder Fallen in Gebäuden oder aus Truhen zusammensuchen. Gewonnen hat der oder die letzte Überlebende. Der Bereich in denen sich die Kämpfer_innen aufhalten dürfen begrenzt sich dabei stetig. Befindet sich die Spielfigur außerhalb dieser Zone, sinkt die Lebensenergie Stück für Stück. Zudem können Rohstoffe, wie Holz oder Stein, gesammelt werden, mittels denen Verteidigungsmauern, Brücken oder ähnliches gebaut werden können. Eine Hintergrundgeschichte gibt es bei Fortnite: Battle Royale nicht, sodass dem Spielenden nicht klar ist, wo genau sich der Kampf befindet oder aus welchem Grund sich alle gegenseitig töten müssen. Andres als bei anderen Survival-Games, spielen grundlegende Elemente wie Hunger oder Durst, und dem einhergehend die Nahrungsbeschaffung, keine Rolle, vielmehr geht es darum, nicht von den Mitspieler_innen getötet zu werden.

Pädagogische Beurteilung:
Waffengewalt
Die Waffengewalt ist die einzige Möglichkeit, die Runde für sich zu entscheiden. Denn auch wenn sich die Spielenden möglichst lange verstecken und versuchen, dass die Spielfigur nicht entdeckt wird, muss zumindest der letzte Gegner oder die letzte Gegnerin eliminiert werden, um zu gewinnen. Die Gewalt ist jedoch nicht überspitzt dargestellt. Zwar handelt es sich um realistische Waffennamen, aber die Grafik im Cartoon-Stil verleiht dem Ganzen ein fiktives Aussehen. Auch auf Blut oder Leichen wird verzichtet, denn wenn eine Spielfigur getötet wurde, zerfällt diese in die Einzelteile ihres Inventars (Waffen, Heilung, Munition etc.). Die Landschaft der Insel erinnert vor allem an eine Märchenlandschaft und die Namen der Dörfer, wie ‚Lonely Lodge’ oder ‚Wailing Woods’, bestärken diese Intentionen. Das fiktive Setting grenzt das Spiel von seinem Pendant PUBG ab, denn dieses setzt auf eine realistische Darstellung sowie eine detailreiche Gewaltdarstellung. 

Mikrotransaktionen
In-Game-Käufe sind vor allem für Kinder und Jugendliche sehr attraktiv. Bei Fortnite: Battle Royale ist es möglich, sich Skins für Geld zu kaufen. Diese Skins verändern lediglich das Aussehen der Spielfigur oder schalten bestimmte Bewegungen der Figur, wie beispielsweise Tänze, frei, bieten jedoch keinerlei Vorteile im Gameplay. Das Besondere an diesem Multiplayer-Shooter ist, dass alle Spielenden jede Runde wieder von vorne beginnen und ohne irgendwelche Gegenstände auf der Insel landen. Dieses Spielprinzip kann daher mit den In-Game-Käufen auch nicht umgangen werden. Die Skins werden im Shop allerdings sehr verführerisch präsentiert und meist gibt es limitierte Gegenstände, welche nur für einen kurzen Zeitraum verfügbar sind und daher die Kinder und Jugendlichen dazu bringen können, schnell ihren Geldbeutel zu öffnen, um diese besonderen Gegenstände zu erwerben.

Multiplayer und Chat-Funktion
Fortnite: Battle Royale ist nicht nur als Alleingänger spielbar, sondern auch im Team. Es ist möglich, zu zweit im Duo-Modus oder zu dritt bzw. zu viert im Team-Modus gegen andere Duos oder Teams anzutreten. Kann das Team nicht aus bekannten Spieler_innen gefüllt werden, so gibt es die Möglichkeit, per Zufallsmodus mit unbekannten Personen zu spielen oder im Gegenzug fremden Teams beizutreten. Über einen In-Game-Sprachchat haben Spielende die Möglichkeit, miteinander zu kommunizieren. Eltern sollte auf jeden Fall bewusst sein, dass ihre Kinder hier mit fremden Personen aus der ganzen Welt, jeglichen Alters, verbal in Kontakt treten können.

Fazit:
Das Spielprinzip ‚Battle Royale’ (arrangiertes Todesspiel) erfreute sich seit dem letzten Jahr großer Beliebtheit. Und die Spiele Fortnite: Battle Royale und Playerunknown’s Battlegrounds gehören mit zu den beliebtesten Games 2017. Auch wenn bei Fortnite: Battle Royale Waffengewalt als einzige Möglichkeit der Konfliktlösung vorliegt, ist es ein sehr fiktives Setting ohne detailreiche Gewaltdarstellungen. Das Spiel richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren, denn trotz der großen Distanz zur Realität handelt es sich um einen Survival-Shooter, welcher für jüngere Kinder ungeeignete Inhalte behandelt und für empfindsame Spieler_innen zu nervenaufreibend sein kann. Ältere Jugendliche können das Geschehen als fiktionales Spiel einordnen.

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