Injustice 2

Genre
Beat 'em Up
USK
ab 16 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 16 Jahre
Vertrieb
Warner Bros.
Erscheinungsjahr
2017.05
Systeme
Playstation 4, Xbox One
System im Test
Playstation 4
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Xbox Live, Playstation Network
Kurzbewertung
Prügelspiel mit den Helden aus dem DC-Universum
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von Prügelspielen und dem DC-Universum
Sprache
deutsche Sprachausgabe und Untertitel
Grafik
realistische Comicgrafik
Sound
düstere Musik mit Kampfgeräuschen

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Helden und Schurken aus dem DC-Universum
Mehrspielermodus
lokaler und Online-Mehrspielermodus
Spielforderungen
Reaktionsschnelligkeit
Zusatzkosten
Zusatzinhalte wie neue Kämpfer oder Kostüme können gegen Echtgeld erworben werden
Problematische Aspekte
gewalthaltige Inhalte werden explizit dargestellt
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Der zweite Teil der Beat 'em up Reihe Injustice lässt die Schurken und Superhelden des DC-Universum, wie beispielsweise Batman, Superman oder Wonder Woman, erneut gegeneinander antreten. Die Hintergrundgeschichte knüpft an die Geschehnisse aus dem ersten Teil an, Vorkenntnisse werden jedoch nicht benötigt, da die Geschichte in Form von Videosequenzen erzählt wird. Thematisiert wird ein Konflikt zwischen den Superhelden und Schurken, woraufhin sich verschiedene Gruppierungen bilden. Gut und Böse können hier nicht mehr klar voneinander unterschieden werden und so bekämpfen sich die Helden, die eigentlich für das Gute einstehen sollen, während ehemalige Schurken hilfreich zur Seite stehen. Die Spieler_innen schlüpfen abwechselnd in unterschiedliche Rollen, um die Geschichte voranzutreiben. Auch wenn Kenntnisse des Vorgängers nicht erfordert werden, ist es hilfreich, wenn man sich im DC-Universum auskennt und die Mitglieder der Justice League kennt. Ansonsten werden die Spieler_innen auf viele Figuren stoßen, die sie vermutlich nicht einordnen können.

Pädagogische Beurteilung:
Klassisches Prügeln und Spezialattacken
Die Steuerung kann mit Hilfe eines Tutorials erlernt werden, oft reicht es allerdings auch, verschiedene Tastenkombinationen auszuprobieren. Allgemein ist die Steuerung nicht sehr anspruchsvoll, allerdings sollten bestimmte Kombos und Spezialangriffe gerade auf höherem Schwierigkeitsgrad beherrscht werden. Denn oftmals ist es hilfreich, bestimmte Aktionen in gewissen Momentan gekonnt einzusetzen. Besonders die mächtigen Spezialattacken der einzelnen Figuren können hier zwischen Sieg und Niederlage entscheiden.

Nicht zimperlich in der Gewaltdarstellung
Der Gewaltgrad im Spiel ist relativ hoch. Spielerinnen und Spieler können mit der Umgebung agieren, mächtige Angriffe ausführen und Hilfsmittel nutzen, um die Feinde in die Knie zu zwingen. Zudem verfügt jede Figur über einen Spezialangriff, der mal weniger oft aber mehr gewalthaltig und brutal inszeniert ist. Um diesen einzusetzen, muss erst eine Leiste gefüllt und dann die richtige Tastenkombination eingegeben werden. Dann sind die Spezialattacken jedoch alles andere als heldenhaft und sehr brutal inszeniert.

Mehr Spieler, mehr Spaß
Neben dem Storymodus gibt es noch das Multiversum, einen separaten Herausforderungsmodus. Und natürlich darf auch ein Mehrspielermodus bei einem Beat 'em up nicht fehlen. Dieser kann online oder lokal bestritten werden. Hier haben die Spielerinnen und Spieler die Wahl, welchen Helden oder Schurken sie spielen wollen. Wie im Storymodus gilt es auch im Mehrspielermodus, den Gegner zu besiegen, um zu gewinnen. Allerdings macht das oftmals mehr Spaß, wenn man gemeinsam lokal gegeneinander antritt.

Kostenpflichtige Zusatzinhalte
Bereits beim Kauf des Spiels konnte man zwischen der normalen und der Ultimate Edition wählen. Je nachdem, für welche Version man sich entscheidet, erhält man verschiedene Inhalte, wie zusätzliche Kämpfer oder neue Kostüme. Entschied man sich für die Standard-Edition, also die kostengünstigere Variante, hatte man also nicht auf alle Inhalte Zugriff. Hierbei handelt es sich um ein Geschäftsmodell, das mittlerweile von vielen Publishern genutzt wird. Zudem können auch kostenpflichtige Zusatzinhalte gekauft werden. So gibt es beispielsweise verschiedene Pakte, die Skins, also neue Kostüme für die Kämpfer, neue spielbare Figuren oder Shader enthalten, mit denen sich die Ausrüstung umfärben lässt. Dies kann jüngere Spieler und Spielerinnen schnell dazu verleiten, zusätzlich Geld für ein Spiel auszugeben, welches sie bereits zum Vollpreis erworben haben. So können zusätzlichen Inhalte als Vor- und Nachteil gesehen werden. Einerseits werden Spiele so stetig erweitert, wenn die Inhalte jedoch kostenpflichtig sind, kann das schnell ins Geld gehen.

Fazit:
Gerade für jüngere Spielerinnen und Spieler kann es reizvoll sein, sich im Kampf mit anderen zu messen. Für völlige Neueinsteiger kann die Geschichte jedoch anfangs etwas verwirrend wirken, weshalb es hilft, wenn Vorkenntnisse über das DC-Universum vorhanden sind. Das Spiel hat eine gesetzliche Alterskennzeichung der USK ab 16 Jahren erhalten. Hier ist es wichtig, auch Unterschiede innerhalb eines Spielgenres zu berücksichtigen. Im Vergleich zu anderen Beat 'em Ups oder Prügelspielen fällt Injustice 2 sehr brutal aus, beinhaltet explizite Gewaltdarstellung als einziges Mittel zur Konfliktlösung und behandelt ernste Themen. Daher eignet sich der Titel nicht für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren.

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