Undertale

Genre
Rollenspiele
USK
nicht USK geprüft (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Toby Fox
Erscheinungsjahr
2015.09
Systeme
PC, Mac
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Steam
Kurzbewertung
Liebevolles Rollenspiel in Retro-Optik
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Indie/Nostalgie-Freunde, Fantasy-Gamer, Story-"Fanatiker"
Sprache
Englisch
Grafik
2D, Retro-Look
Sound
von heiteren und fröhlichen Melodien bis hin zu düsteren und mystischen Liedern

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Flowey (Blume), Sans und Papyrus (Skelett-Brüder), Undyne (Königliche Wache) und viele weitere einzigartige Charaktere
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Geduld, Englischkenntnisse, Entscheidungskompetenz
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
schlagartiger Umschwung der Stimmung, emotional anspruchsvoll
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Spielbeschreibung:
„Long ago, two races ruled over the Earth: HUMANS and MONSTERS. One day, war broke out between the two races. After a long battle, the humans were victorious. They sealed the monsters underground with a magic spell.“
Zu Beginn des Spiels fällt ein Kind namens Frisk in den Untergrund und erwacht auf einem Blumenbett, womit die abenteuerliche Reise durch die Welt der Monster beginnt. Ob es sich bei dem Kind um einen Jungen oder ein Mädchen handelt, wird nicht definiert, die Spieler_innen können sich ein eigenes Bild machen, um eine Identifikation zu ermöglichen. Hauptaugenmerk liegt auf der Entscheidung, ob die Spieler_innen den Monstern bei ihren Problemen helfen wollen, um mit ihnen Freundschaft zu schließen, oder diese einfach für Erfahrungspunkte töten. Mit Hilfe der Pfeiltasten wird Frisk durch die liebevoll gestaltete Retrowelt gesteuert. Die Monster, denen Frisk begegnet, könnten einzigartiger und unterschiedlicher nicht sein und begleiten das Kind auf seinem Weg zurück zur Oberfläche. Monster, Rätsel und Gefahren stellen sich jedoch auf der Reise in den Weg. In unserem Testdurchlauf haben wir mit den Monstern Freundschaft geschlossen, doch man kann sich auch völlig anders entscheiden. Wie das Ziel erreicht wird, bleibt den Spieler_innen selbst überlassen. 

Pädagogische Beurteilung:
Steuerung für alle
Undertale
hat eine sehr einsteigerfreundliche und leichte Steuerung. Man bewegt sich mithilfe der Pfeiltasten, öffnet das Menü mit C, kommt mit X zurück und interagiert mit Z. Weitere Tasten sind nicht notwendig. Für die, die aber lieber mit einem Controller spielen wollen, gibt es auch die Möglichkeit, diesen zu verwenden. Schade ist allerdings, dass die Tasten festgelegt sind, sodass man diese an der Tastatur nicht einfach ändern kann. Gerade für Spieler_innen, die an einer WASD-Steuerung gewöhnt sind, kann es eine Umgewöhnung sein. Die Spielsteuerung ist jedoch gut umgesetzt, sodass dieser kleine Kritikpunkt im Test kaum auffiel, beziehungsweise schnell vergessen war.

Neues Spiel - alte Grafik
Unsere Spieletester_innen waren der Meinung, dass dieses Spiel auch auf einem Nintendo Entertainment System aus den 80er Jahren hätte erscheinen können. Doch in Wirklichkeit wurde Undertale im Jahr 2015 erstmals veröffentlicht. Eine solche Meinung bildet sich durch die Grafik, welche sehr an alte Retrozeiten und Pixelgrafik erinnert. Das Gefühl von Nostalgie, gepaart mit feiner Detailarbeit schafft eine wundervolle Atmosphäre, die das Spielgeschehen nochmal besonders zum Ausdruck bringt. Im Endeffekt ist es natürlich Geschmackssache, ob man eine solche Grafik wirklich schön findet. Aber nichtsdestotrotz lässt sich erkennen, mit wieviel Liebe die Animationen gestaltet wurden.

Simpel und doch einzigartig – das Kampfsystem
Auf den ersten Blick scheint das rundenbasierte Kampfsystem viel zu simpel, um wirklich besonders strategisch oder taktisch vorgehen zu können. Flowey die Blume erklärt zu Beginn grob, wie die einzelnen Kämpfe ablaufen und was es zu beachten gilt. Anschließend werden den Spieler_innen nach und nach weitere Einzelheiten zum Kampfsystem innerhalb des Spielgeschehens vorgestellt. So wird das Potential der Möglichkeiten im Kampf erst im Laufe des Abenteuers deutlich, welches auf kreative Art und Weise umgesetzt ist und vielleicht eintönig aussieht, aber nie langweilig wird.

Vielzahl von bunten Charakteren
Alle Charaktere und ihre Besonderheiten aufzuzählen würde den Rahmen dieser Beurteilung sprengen, und allein das sagt schon so einiges aus. Uns ist selten ein Spiel unter die Augen gekommen, welches so vielseitige und unverwechselbare Charaktere beinhaltet, die man einfach nicht vergisst. Über das gesamte Abenteuer laufen sie Frisk über den Weg und versüßen oder erschweren den Weg hinaus an die Oberfläche.

Die Musik ist ein Traum!
Unsere Tester_innen waren sich einig: Sie haben noch kein Spiel gespielt, bei dem die Melodien so in Erinnerung geblieben sind. Und tatsächlich verbreitet die Musik eine Stimmung, die ihresgleichen sucht. Sehr schön abgestimmt zum aktuellen Kampf oder Gebiet, hebt sie das Spielgeschehen ungemein an und sorgt für einen gewissen Ohrwurm-Faktor.

Emotionen sind alles – die Story
Die Geschichte ist neben der Musik die wohl größte Stärke des Spiels. Die Spieler_innen sollten sich jedoch auf diese einlassen, um die großartige Story hinter diesem minimalistischem Stil zu verstehen. Die Tester_innen waren dann zumindest Feuer und Flamme. Der Drang, wissen zu wollen, wie es weitergeht, ist dank einer gut gelungenen Spannungskurve sehr hoch und die Charaktere geben ihr Nötigstes, um alles aus der Geschichte rauszuholen. Von Witz bis Tragik sind sämtliche Facetten vertreten und durch das Brechen der 4. Wand (beispielsweise wenn de Spieler_innen direkt angesprochen werden) sind auch die Spieler_innen in das Geschehen integriert, sodass das Gefühl der Involvierung und Identifizierung noch verstärkt wird.

Fazit:
Zunächst ist es wichtig zu erwähnen, dass es viele Möglichkeiten gibt, Undertale abzuschließen. Bisher haben wir einen dieser Wege erkundet und können daher für diesen einen, sehr großen Teil sprechen. Undertale begeistert mit einzigartigen Charakteren, bezaubernder Musik und einer emotional sehr anspruchsvollen Geschichte. Dafür kommt es in einem Retrolook daher, welcher nun mal Geschmackssache ist. Daher empfehlen wir das Spiel denen, die ihren Fokus auf den Inhalt legen und für die eine realistische HD-Grafik nicht so wichtig ist. Denn gerade das sorgt für den letzten besonderen Funken Scharm. Wichtig ist zudem zu erwähnen, dass das komplette Spiel nur englische Untertitel enthält, im Internet finden sich jedoch auch Patches für deutsche Untertitel.

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MinJux
Bewertung Spielspass