Super Smash Bros. Ultimate – Fighters Pass 1

Am 7. Dezember 2018 machte der Release von Super Smash Bros. UItimate viele Fans der Super Smash Bros. Reihe glücklich. Doch die Glücksgefühle sollten durch zusätzliche DLCs nicht aufhören und deshalb lieferte man den begeisterten Fans noch 5 weitere Charaktere, um das Spielerlebnis zu erweitern.

 

 

 

Von Marcel Gottstein

Bereits vor der Veröffentlichung des eigentlichen Spiels war den Fans bekannt, dass es noch zusätzliche Download-Inhalte zum Spiel geben wird, und diese sind unter anderem in Form des Fighters Pass erschienen. Der Fighters Pass umfasst 5 verschiedene neue Kämpfer mit jeweils eigener Stage und neuen Musikstücken. Orientiert hat man sich bei den meisten Kämpfern an Spielereihen, welche bisher noch nicht den Einzug in der Super Smash Bros. Reihe gefunden haben. Nachfolgend präsentiere ich euch die 5 verschiedenen Kämpfer und gebe eine Bewertung dazu ab.

Pack 1: Joker

Bereits in der Nacht des Veröffentlichungstages von Super Smash Bros. Ultimate stellte man uns den ersten DLC-Kämpfer, Joker aus Persona 5, vor. Nach monatelanger Wartezeit erweiterte Joker die Kämpferriege dann am 18. April 2019 und brachte dazu seine Stage „Mementos“ mit ins Spiel. Das Besondere an dieser Stage ist, dass je nach Musikstück das Farbthema wechselt. Dabei stehen ein rotes, ein gelbes und ein blaues Thema zur Verfügung. Aber nun zum Kämpfer selbst. Das besondere an Joker ist, dass er den Kampf zwar alleine betritt, aber nicht die ganze Zeit alleine bleibt. Für jeden Schaden den er anrichtet und erleidet lädt sich eine Leiste auf, und wenn diese gefüllt ist, entfesselt sich Jokers Persona: Arsene. Arsene besitzt dieselben Angriffe wie Joker, nur in einer deutlich stärkeren Form. Deshalb gilt es, Arsene gekonnt einzusetzen, um den Gegner unter Druck zu setzen, da Arsene selbst nur immer für eine kurze Zeit am Kampf teilnimmt.

Insgesamt passt Joker super in das Spiel und bringt auch ein einzigartiges Spielerlebnis mit sich. Damit verdient sich der erste DLC komplette 5/5 Sterne.

Pack 2: Held

Als zweiter Kämpfer betrat am 31. Juli 2019 der Held aus der Dragon Quest-Reihe das Schlachtfeld. Besonders an diesem Kämpfer ist erstmal, dass es sich hier nicht um einen expliziten Helden aus Dragon Quest handelt, sondern die verschiedenen Skins 4 verschiedene Helden aus der RPG-Reihe zeigen. Damit haben Fans die Möglichkeit, ihren Lieblingshelden zu spielen. Der Held bringt eine große Besonderheit mit sich. Neben normalerweise 4 Spezialangriffen, welche die Kämpfer besitzen, gibt es deutlich mehr. Durch den Spezial-Unten Angriff öffnet sich ein kleines Angriffsmenü, in welchem er immer eine andere Auswahl an verschiedenen Fähigkeiten und Angriffen hat. Insgesamt kommt er so auf über 15 verschiedene Spezialangriffe, welche ihn wirklich zu einer unvorhersehbaren Gefahr machen. Eingeschränkt wird dies jedoch durch Magiepunkte, welche zum Einsatz der Fähigkeiten gebraucht werden. Durch ein begrenztes Kontingent gilt es also die richtigen Fähigkeiten optimal zu nutzen. Am liebsten kämpft der Held auf seiner Stage „Yggdrasils Altar“, auf welcher manchmal Kisten mit Items oder anderen Überraschungen erscheinen.

Durch die große Auswahl an Fähigkeiten und eine minimale Chance auf kritische Treffer, nimmt der Held vielen Fans in gewisser Hinsicht den Spielspaß im Kampf, weshalb dieser von mir 3,5/5 Sternen bekommt.

Pack 3: Banjo & Kazooie

Neben King K. Rool waren Banjo & Kazooie wahrscheinlich die am meisten gewünschten Charaktere überhaupt. Banjo & Kazooie bilden zusammen einen Charakter und sie werden gleichzeitig gespielt. Banjo betrat das Spiel überraschend nach einer Nintendo Direct Präsentation am 05. September 2019, brachte aber leider auch nicht so viele Besonderheiten mit sich. Durch Kazooie auf seinem Rücken besitzt Banjo einen weiteren Sprung als die meisten anderen Charaktere. Zusätzlich ist sein starker seitlicher Spezialangriff auf 5 Einsätze pro Leben beschränkt, womit wir bereits mit den Besonderheiten fertig wären. Auch die Stage „Spiral Mountain“ ist nicht wirklich besonders. Bis auf eine wirklich schöne Kulisse und verschiedenen Charaktere, welche die Stage aufhübschen, bleiben weitere Überraschungen aus.

Banjo & Kazooie können die hohen Erwartungen nicht erfüllen und leben eher durch den Fakt, dass sie sich von den Fans gewünscht wurden. Große Besonderheiten im Gameplay bleiben aus und deswegen bekommen sie von mir nur 2/5 Sternen.

Pack 4: Terry Bogard

Terry Bogard, bekannt aus der Fatal Fury Reihe, erkämpfte sich am 06. November 2019 seinen Weg ins Spiel. Terry ist ein typischer Kämpfer mit Fokus auf Schlägen und Tritten. Besonders ist bei Terry, dass er immer in Richtung seines Gegners schaut, man aber die Blickrichtung durch gewisse Möglichkeiten ändern kann und dadurch auch seine Spezialangriffe verändert. Des Weiteren hat Terry ab einem Schadenswert von 100% zwei besondere Spezialmoves, welche dem Gegner ordentlich einheizen können, wenn man denn die Eingabekombination für diese Moves kennt. Ähnlich wie bei Banjo ist Terrys Stage leider sehr enttäuschend. Das „King of Fighters Stadium“ bietet neben unsichtbareren Wänden an den Rändern der Stage wirklich keinerlei Besonderheiten mit sich. Bei K.O. eines Charakters gibt es zwar ganz coole Spezialeffekte, das war es dann aber auch.

Neben einem soliden Charakter und einer schwachen Stage gibt es einen Faktor, der mich besonders stört. Ich habe nach langer Suche keinen Zusammenhang zwischen Terry und Nintendo herstellen können, und damit hat dieser Charakter für mich nichts im Spiel zu suchen. Durch diesen Fakt gebe ich dem Charakter 1,5/5 Sterne.

Pack 5: Byleth

Am 29. Januar 2020 war es dann endlich soweit, der letzte Kämpfer aus dem Fighters Pass betrat die Arena. Dieser war Byleth, der/die Protagonist/in aus Fire Emblem: Three Houses. Viele Fans waren enttäuscht, dass mit dem letzten Kämpfer mal wieder jemand aus der Fire Emblem-Reihe dabei sein musste, anstatt eine komplett neue Serie zu etablieren. Jedoch hat Byleth einen wirklich besonderen Kampfstil und bringt so etwas ganz Neues ins Spiel. Das Besondere ist, dass er/sie nicht nur eine Waffe mit sich führt, sondern gleich mehrere. Je nachdem in welche Richtung die Angriffe gehen, nutzt Byleth eine andere Waffe. So sind zum Beispiel Angriffe nach unten besonders stark, da diese mit der Axt ausgeführt werden, oder Angriffe zur Seite haben eine besonders große Reichweite, da hierfür die Lanze genutzt wird. So ist Byleth nicht nur irgendein Kämpfer aus der Fire Emblem-Reihe, sondern repräsentiert die Reihe im kompletten Move-Set. Dazu hat man durch die verschiedenen Skins die Auswahl zwischen einer männlichen oder weiblichen Version von Byleth, den 3 Hausanführern aus Fire Emblem: Three Houses sowie einigen weiteren Skins, welche einen direkten Zusammenhang zum Spiel haben. Als Stage fungiert natürlich das „Kloster Garreg Mach“, in welchem Byleth die meiste Zeit verbringt. Die Stage führt einen durch die verschiedensten Bereiche des Klosters, in welchen man auch vielen verschiedenen Charakteren aus dem Spiel begegnet. Außerdem lässt sich die komplette Umgebung zerstören, um so die Stage zu erweitern.

Trotz des Fakts, dass man mit dem letzten Kämpfer keine neue Serie in das Smash Universum gebracht hat, erfüllt Byleth alle Wünsche, die man an einen Kämpfer in Smash haben kann. Deshalb gibt es für Byleth 4,75/5 Sterne.

Alles in allem war der Fighters Pass für mich leider eine ziemliche Enttäuschung. Ich war nur mit wenigen Charakteren zufrieden und hätte mir jemanden wie Terry wirklich gut sparen können. Trotz allem freue ich mich schon auf den Fighters Pass Vol. 2, welcher dieses Jahr an den Start gehen wird.

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