Jugendschutzeinstellungen auf Steam

Die Spiele-Vertriebsplattform Steam hat neue Jugendschutzeinstellungen. Die so genannten Familienoptionen (Family Options) können genutzt werden, um den Zugriff auf Inhalte und Funktionen einzuschränken und bestimmte Regeln für die Nutzung des Dienstes festzulegen.
(Daniel Heinz) 

Funktionen und im Überblick
Neuerdings können Erwachsene zum Beispiel bestimmte Inhalte wie nicht altersgerechte Spiele mit einer vierstelligen PIN schützen. Auch die unkontrollierte Nutzung der registrierten Kreditkarte und anderer Inhalte oder Online-Funktionen kann verhindert werden.

So werden die Familienoptionen aktiviert:
Gehen Sie zunächst auf den Reiter „Steam“ in der oberen linken Bildschirmecke und klicken Sie dann auf „Einstellungen“.

Im nun folgenden Menü können Sie unter „Family“ die Familienoptionen verwalten.


Nun lässt sich festlegen, wie die Kindersicherung funktionieren soll.

Bibliotheksinhalte
Hier können Sie die Spiele auswählen, die bei aktiviertem Familienmodus genutzt werden können. Alle anderen sind gesperrt. Um ein nachträglich heruntergeladenes Spiel den Ausnahmen hinzuzufügen, können Sie diese Einstellungen erneut aufrufen oder mit einem Rechtsklick auf das Spiel aktivieren.

Online-Inhalte & Funktionen

  • Steam-Shop
  • Von der Community erstellte Inhalte
  • Freunde, Chat und Gruppen
  • Benutzerprofil, Screenshots und Errungenschaften.

Eingabe der PIN
Nach der Auswahl der Inhalte und Funktionen muss noch eine vierstellige PIN festgelegt werden. Nur wer die PIN kennt, erhält Zugriff auf den gesamten Inhalt des Benutzers. Sinnvoll ist es diese zu notieren und an einem sicheren Ort aufzubewahren. Während die Familienoptionen aktiviert sind, ist vor der Nutzung von geschützten Inhalten und Funktionen die Eingabe Ihrer PIN erforderlich.

 

Sie erkennen die eingeschaltete Familienansicht an dem grünen Symbol in der oberen rechten Bildschirmecke. Hiermit aktivieren oder deaktivieren Sie die Kindersicherung fortan.


Fazit:

Mit den Familienoptionen wird der Dienst um eine längst überfällige Funktion erweitert. Zwar sind die Einstellungsmöglichkeiten relativ versteckt und Eltern werden nicht explizit darauf hingewiesen, dafür ist die Bedienung leicht zu erlernen und die Struktur übersichtlich gestaltet.

Neben der Familie ist dies auch für Einrichtungen der Jugendhilfe oder andere pädagogische Einrichtungen interessant. Da hier meist Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Alters die PCs nutzen, muss gewährleistet sein, dass Jüngere keinen Zugriff auf nicht altersgerechte Spiele haben. Eine Zuwiderhandlung kann strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.  Dank den Familienoptionen müssen künftig nicht mehr verschiedene Accounts angelegt werden, um den Zugriff auf unerwünschte Spiele verhindern zu können. Das „Rundum-Sorglos-Paket“ sind solche Lösungen allerdings nie.

In der Zukunft wären verschiedene Einstellungs-Profile für Kinder unterschiedlichen Alters wünschenswert. Zudem fehlt momentan eine Filtermöglichkeit nach USK-Kennzeichen. Prüfen Sie bei der Einrichtung unter www.usk.de, ob ein Spiel für die entsprechende Altersgruppe freigegeben ist und somit ein entsprechendes Alterskennzeichen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle trägt.