SpongeBob Squarepants: Battle for Bikini Bottom – Rehydrated

Genre
Jump&Run
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
THQ Nordic
Erscheinungsjahr
2020.06
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch
System im Test
Nintendo Switch
Hinweis(e)
via Playstation Network, Steam, Nintendo eShop
Kurzbewertung
Plattformer mit original Spongebob-Charme
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Interessant für
Für Zocker_innen des Originals und neue Spongebob-Fans
Sprache
Deutsch, Englisch, Untertitel vorhanden
Grafik
3D-Grafik im Stil der Serie
Sound
Hintergrundmusik, passende Geräusche zu den ausgeführten Aktionen

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Spongebob, Patrick und Sandy
Mehrspielermodus
online, aber auch über Split-Screen möglich
Spielforderungen
Lesefähigkeit, 3D-Umgebung kann bei Steuerung auch mal irritieren
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Redaktion
Holger Monschau
Spieleratgeber-NRW
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Spielbeschreibung:
In SpongeBob Squarepants: Battle for Bikini Bottom – Rehydrated geht es darum, die Heimat von SpongeBob und Co. von diversen Robotern zu befreien. Diese wurden vom Bösewicht Plankton ins Leben gerufen, allerdings hat er dabei die Kontrolle über die lästigen Maschinen verloren. Und so kommt es, dass die Roboter plötzlich ganz Bikini Bottom und seine Bewohner belästigen. Spieler_innen schlüpfen abwechselnd in die Rolle von SpongeBob Schwammkopf, Patrick Star und Sandy Cheeks, um verschiedene aus der TV-Serie bekannte Gebiete zu erkunden und diverse Missionen zu erfüllen.

Pädagogische Beurteilung:
Ein Klassiker kehrt zurück
Die erste Version des Titels erschien bereits Ende 2003 für verschiedene Konsolen und wurde nun unter anderem für die Nintendo Switch, die PlayStation 4 und die Xbox One neu aufgelegt. Das sorgt nicht nur für eine verbesserte Grafik, sondern auch für generationenübergreifenden Spaß: Spieler_innen, die sich bereits 2003 mit dem Game beschäftigt haben, können sich nun erneut damit befassen, während neue Fans von SpongeBob sich zum ersten Mal in die Welt des beliebten Schwamms stürzen.

Viel Liebe zum Detail
Fans von SpongeBob kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Die Entwicklungsfirma hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Feeling aus der TV-Serie so authentisch wie möglich zu gestalten. So beginnt das Remake beispielsweise mit dem Intro aus dem Cartoon. Ferner wurden viele Charaktere von ihren originalen Sprecher_innen vertont. An dieser Stelle sollte allerdings erwähnt werden, dass es sich um die aktuellen Sprecher_innen handelt. Da die Besetzung in den letzten Jahren stellenweise ausgetauscht wurde bzw. ausgetauscht werden musste, hört man teilweise andere Stimmen als noch im Jahr 2003. Dennoch wirken die Spielfiguren so wesentlich greifbarer. Darüber hinaus dürften Fans der Serie ihre Freude an den verschiedenen Maps haben, die mit SpongeBob und Co. gemeistert werden müssen, denn auch sie wurden dem Cartoon entnommen (Goo Lagoon, Innenstadt, Seetangwald, etc.). Und wenn man es genau nimmt, dann ist sogar das Hauptproblem des Spiels (Roboter) eine Anspielung auf die TV-Serie.

Welche Rolle darf es sein?
In SpongeBob Squarepants: Battle for Bikini Bottom – Rehydrated schlüpfen Spieler_innen in die Rolle von SpongeBob Schwammkopf, Patrick Star oder Sandy Cheeks. An Busstationen ist es möglich, zwischen den Charakteren zu wechseln. Je nach Aufgabe werden entweder die Fähigkeiten von SpongeBob, Patrick oder Sandy verlangt. So beherrscht SpongeBob beispielsweise viele verschiedene Attacken, um die Roboter zu beseitigen. Patrick hingegen kann mittels unterschiedlicher Früchte Gegner besiegen, Schalter betätigen oder Gewässer einfrieren. Und mit Sandy und ihrem Lasso wird es einem ermöglicht, über große Abgründe zu schweben. Obwohl die Aufgaben verschieden sind, unterscheiden sich die Herangehensweisen nur marginal voneinander. Auf der einen Seite sorgt das hohe Aufgabenspektrum nicht für Langeweile, auf der anderen Seite kann hier und da routiniert vorgegangen werden. Die einfache Steuerung, die auch Unerfahrene schnell gelernt haben, kommt diesem Aspekt sehr entgegen.

Sammler sind glückliche Menschen
Der Sammeltrieb wird im Laufe der Handlung definitiv belohnt: In jeder Mission gibt es verschiedene Gegenstände, die SpongeBob und seine Mitstreiter_innen sammeln müssen. Manche davon sind nur temporär von Bedeutung, andere hingegen ziehen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel (z.B. glänzende Objekte, Patricks Socken, goldene Pfannenwender). Die verschiedenen Sammelobjekte haben unterschiedliche Funktionen und sind häufig nötig, um weiterzukommen. Aus diesem Grund kann es stellenweise auch ein wenig frustrierend sein, wenn eigentlich schon jeder Winkel einer bestimmten Region erkundet wurde und dennoch ein Sammelobjekt fehlt, um eine Mission abschließen zu können. Allerdings wird man hier gleich in mehrfacher Hinsicht beruhigt: Erstens werden Spielfortschritte automatisch gespeichert, zweitens gibt es viele Checkpoints und drittens ist es mit Hilfe von sogenannten Teleportkisten möglich, große Distanzen zurückzulegen, sodass schwierige Passagen nicht doppelt gemeistert werden müssen.

Schwierigkeitsgrad
Grundsätzlich sind die vielen verschiedenen Missionen recht ähnlich aufgebaut, weshalb sich sehr schnell zurechtgefunden werden kann. Knifflige Stellen werden meistens mit einem sofortigen Checkpoint belohnt, sodass eine unter Umständen frustrierende Passage selten gemeistert werden muss. Die Bosskämpfe hingegen stechen in Bezug auf ihren Schwierigkeitsgrad ein wenig heraus. Hier kommt es vor, dass Fähigkeiten unterschiedlicher Spielfiguren miteinander kombiniert bzw. hintereinander angewendet werden müssen, was im ersten Moment ein wenig verwirrend sein kann, aber ebenfalls relativ schnell erlernt werden kann. Glücklicherweise sorgen Hinweisschilder, Tipps und Untertitel immer wieder dafür, einen auch mal an die Hand zu nehmen und wesentliche Dinge ausdrücklich zu erklären.

Fazit:
SpongeBob Squarepants: Battle for Bikini Bottom – Rehydrated ist das, was unter einem guten Remake verstanden wird: Erfahrene Spieler_innen werden sich sehr schnell zurechtfinden, während neue Zocker_innen nach einer kurzen Eingewöhnungsphase bereits alle nötigen Schritte beherrschen werden. Die Entwicklungsfirma hat es geschafft, eine gewisse Nostalgie von 2003 herauszufiltern, die jedoch durch eine verbesserte Grafik, den optimierten Sound und die frische Spielmechanik in das Jahr 2020 transportiert wird. Kinder ab 8 Jahren sollten keine Schwierigkeiten haben, auch knifflige Passagen mit ein wenig Übung zu meistern.