Splatoon 2

Genre
Shooter
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2017.10
Systeme
Nintendo Switch
System im Test
Nintendo Switch
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Umfangreicher, aber kinderfreundlicher Mehrspieler-Shooter
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Interessant für
Fans des Genres
Sprache
Deutsch
Grafik
3D-Comicgrafik
Sound
treibender Soundtrack

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
selbsterstellbarer Spielcharakter
Mehrspielermodus
verschiedene Online-Mehrspielermodi
Spielforderungen
Hand-Augen-Koordination
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
hektisches Spielgeschehen
Redaktion
Jan Scheurer
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4
Siehe auch

Spielbeschreibung:
Nintendo setzt hauptsächlich auf die klassischen Franchises, die sich seit Jahrzehnten etabliert haben. So gehören Super Mario, Donkey Kong und Kirby fest zu jeder Nintendokonsole dazu. Splatoon dagegen ist noch relativ neu, setzt aber auf dieselbe Nintendoformel: niedrigschwellig zu erlernende Spielmechanik, die mit der Zeit immer komplexer wird. Im Gegensatz zu den vielen Jump&Run-Titeln, die zu Nintendos Stammangebot gehören, geht Splatoon in eine andere Richtung. Hier werden klassische Shootermechaniken umgesetzt - das aber, typisch für Nintendo, sehr kinderfreundlich. So stehen sich in den meisten Spielmodi online jeweils zwei Viererteams gegenüber, die sich mit verschiedenen Waffen Farbe um die Ohren schießen. Dabei geht es, zumindest im verbreitetsten Modus, nicht um die Abschüsse von Gegnern, sondern um das Einfärben des Spielfelds in die Farbe des eigenen Teams. Andere Spieler_innen können zwar trotzdem abgeschossen werden, werden jedoch, sobald genug Trefferpunkte abgezogen wurden, einfach zurück in die Teambasis gesetzt. Die Runden dauern je nach Modus zwei bis vier Minuten und durch die Fähigkeit, sich schneller durch Farbe des eigenen Teams zu bewegen, wird das Spieltempo stark erhöht.

Pädagogische Beurteilung:
Im Gegensatz zu vielen Genrekollegen verzichtet Splatoon 2 vollständig auf explizite Darstellungen. So werden hier nicht möglichst realistisch Abschüsse gesammelt - vielmehr müssen in jedem Spielmodus bestimmte Aufgaben erfüllt werden, die das Team zum Sieg führen. Das geht leicht von der Hand und fällt, sobald man sich an die typische Steuerung gewöht, auch Einsteiger_innen sehr leicht. So lassen sich schon früh im Spiel Erfolge einfahren, die zum Weiterspielen motivieren. Lediglich die schiere Auswahl an "Waffen" und Ausrüstung kann schnell überfordern. Auch das teilweise unfaire Balancing kann schnell frustrieren. So sind Partien zum Teil schon nach wenigen Sekunden vorbei, weil eins der Teams zu stark ist. Gegner_innen können zwar abgeschossen werden, verpuffen dann aber lediglich und werden in der entsprechenenden Basis wiederbelebt. 

Fazit:
Mit Splatoon 2 wird die beliebte Nintendo-Formel auf das Shootergenre übertragen. Und das klappt überraschend gut. So ist das Spiel nicht nur ziemlich einsteigerfreundlich, sondern kann auch mit einer kindgerechten Darstellung punkten, die trotzdem Spieler_innen aller Altersgruppen anspricht. Lediglich das hektische Spielgeschehen und die teils unfairen Online-Matches bieten Frustpotential. Sehr junge Einsteiger_innen werden sich so schnell überfordert fühlen. Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren werden jedoch keine Schwierigkeiten mit der Spielmechanik haben. Leider gibt es im zweiten Teil keinen lokalen Mehrspielermodus mehr. Um zusammen spielen zu können, werden 2 Nintendo Switch Konsolen, zwei Versionen des Spiels und eine Internetverbindung benötigt.

Bei diesem Test handelt es sich um eine Ersteinschätzung. Der Titel wurde aktuell noch nicht von einer Spieletestergruppe getestet.