Secret of Mana

Genre
Rollenspiele
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Square Enix
Erscheinungsjahr
2018.02
Systeme
PC, Playstation 4
System im Test
Playstation 4
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Playstation Network, Steam
Kurzbewertung
Remake des bekannten Rollenspielklassikers
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Interessant für
Rollenspieler, Fans des Originals
Sprache
Englisch (mit deutschen Untertiteln)
Grafik
3D-Comicgrafik
Sound
wunderschöner Soundtrack, wahlweise auch die Originalmusik

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
der Junge Randi, das Mädchen Primm und die Elfe Popoi
Mehrspielermodus
lokal bis zu drei Spieler_innen
Spielforderungen
Geduld, Lesefähigkeit
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4Screenshot 5

Spielbeschreibung:
Nachdem der junge Randi das heilige Manaschwert aus einem Stein gezogen hat, tauchen immer mehr Monster auf und der Junge wird aus seinem Heimatdorf verbannt. Doch auch Mana, die heilige Kraft des Planeten, gerät aus dem Gleichgewicht und das feindliche Imperium möchte die Macht von Mana erlangen, um die Welt ins Chaos zu stürzen. Gemeinsam mit dem Mädchen Primm und dem Elfenkind Popoi macht sich Randi auf, um die Welt zu retten und das Böse zu vernichten. Hierzu bereisen die drei Freunde die insgesamt acht Tempel der Welt, müssen das Schwert mit den Manaorbs fusionieren und erhalten Manageister zur Unterstützung, um Zauber wirken zu können. Diese epische Geschichte erschien erstmals 1993 auf dem Super Nintendo. 25 Jahre später wurde 2018 das Remake veröffentlicht. Die Grundgeschichte ist dieselbe, das Rollenspiel wurde jedoch grafisch komplett überarbeitet.

Pädagogische Beurteilung:
Mehr Spaß zu dritt
Damals wie heute lässt sich das Abenteuer mit bis zu drei Personen erleben. Hierbei übernimmt jeder die Rolle einer Spielfigur. Dieser Faktor gefiel den Spieletester_innen besonders gut, da sie gemeinsam im Team kämpfen konnten. Allerdings ist dies auch mit ein wenig Gewöhnung verbunden, denn die Figuren teilen sich einen gemeinsamen Bildschirm und so muss stets aufeinander gewartet werden. Auch das Ringmenü, über das man Zauber, Waffen oder Items auswählt, pausiert das Spielgeschehen für alle Spielenden. Allerdings erzeugte gerade dies ein Teamgefühl und es wurden gemeinsam Taktiken überlegt und aufeinander Rücksicht genommen.

Draufkloppen bringt nicht immer was
Die verschiedenen Gegner können mit bis zu acht Manawaffen bekämpft werden. Schnell hatten die Tester_innen ihre Lieblingswaffen gefunden und konnten in Echtzeit gegen die Monster kämpfen. Die Kämpfe sind hierbei nicht sonderlich fordernd, benötigen jedoch ab und an besondere Taktiken. So sind gerade bei den vielen Endbossen einige Kreaturen dabei, die sich mit Magie leichter bezwingen lassen. Oder die Waffen müssen aufgeladen werden, um besonders mächtige Attacken auszuführen. Genretypisch leveln die Charaktere auch auf und werden mit der Zeit immer stärker.

Neu überarbeitet ist nicht immer besser
Der neue 3D-Look gefiel den jungen Tester_innen durchgehend gut. Allerdings ist gerade dies ein großer Kritikpunkt von älteren Fans von Secret of Mana. Nicht nur die Grafik sorgt dafür, dass viele ältere Fans den Nostalgie-Faktor vermissen. Auch die neu gemischte Musik gefällt nicht jedem, kann allerdings im Menü auf die Originalmusik umgestellt werden. Auch die neuen Animationen sind nicht immer auf der Höhe der Zeit und so gibt es Dialoge, in denen die Figuren sprechen, die Münder jedoch nicht bewegen. Diese Dialoge sind auf Englisch oder Japanisch mit deutschen Untertiteln. Da die Geschichte teilweise recht komplex ist und auch nicht immer direkt klar ist, wo man als nächstes hin muss, sind Lesekenntnisse zwingend erforderlich. Ein weiteres Manko des Remakes sind teilweise lange Ladezeiten sowie Bugs, die das Spiel relativ oft zum Abstürzen bringen. Zwar wird der Fortschritt regelmäßig gespeichert, dieser Faktor ist jedoch auf Dauer sehr störend.

Epische Geschichte und Langzeitmotivation
Auch im Rahmen des Remakes hat der Titel jedoch nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Die Tester_innen waren durchweg motiviert, die Spielwelt zu erkunden, neue Gebiete zu entdecken und mehr über die Geschichte zu erfahren. Schnell wurden Sympathien zu Figuren aufgebaut und sich gemeinsam gefreut, wenn ein schwieriger Bossgegner besiegt wurde. 

Fazit:
Auch heute noch schafft es Secret of Mana, Spieler_innen in den Bann zu ziehen. Ob man das Original oder das Remake bevorzugt, muss jeder für sich entscheiden. Allerdings schafft es das Remake, auch neue Zielgruppen anzusprechen. Die Geschichte beinhaltet im späteren Verlauf auch ernstere Themen, die jedoch stets sehr kindgerecht verpackt sind. Die Kämpfe forderten die Tester_innen, führten jedoch mit der richtigen Taktik nie zu Frustration. Mit ein wenig Geduld und Interesse ist das Abenteuer für Spieler_innen ab 8 Jahren gut zu meistern. Denn da viel gelesen werden muss, sind gut Lesekenntnisse erforderlich. Erwachsene, die das Spiel von früher kennen und mögen, sollten auf jeden Fall die Chance nutzen, Secret of Mana gemeinsam mit den Kindern, Nichten oder Neffen zu spielen.

Videobeurteilung auf unserem YouTube-Kanal

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Spieletester
OT St. Anna Ehrenfeld
Köln
Bewertung Spielspass