Next Level Conference 2014: Rückblick

Und auch dieses Jahr fand am 4. und 5. Dezember im Dortmunder U die Next Level Conference statt. Spielefanatiker, Kunst- und Kulturinteressierte bis hin zu Lehrern und Eltern besuchten diese mittlerweile fünfte Veranstaltung um bei der Diskussion um die gesellschaftliche Relevanz des Gamings  dabei zu sein. 

Von Josef Hauss

Um dieses Thema auf möglichst anschaulichem und interaktivem Weg zu vermitteln, wurden Vorträge, Workshops und Diskussionen angeboten – neben den themenübergreifenden Ausstellungen.

Vormittags wurden verschiedene Themen angeboten. Für einige begann der Tag mit der Paneldiskussion zum Thema “Learning by Gaming”. Grundlage für diese Diskussion war die Frage, inwiefern sich Spiele als Lerninstrument eignen würden. Auf der Bühne fanden sich Prof. Dr. Linda Breitlauch von der Fachhochschule Trier, Tobias Hübner (IT-Trainer), Prof. Dr. Martin Geisler vom Institut für Computerspiele (Spawnpoint) und Prof. Dr. Jeffrey Wimmer von der TU Ilmenau ein. Die Vertreter der verschiedenen Institutionen fanden relativ schnell den Kontakt zum Publikum, z.B. beim offenen Meinungsaustausch zum Thema Gewaltsensibilisierung durch Kriegsspiele. Besonders für Frau Breitlauch, die bei der Bewertung von Spielen und der Altersfreigabe beteiligt ist, war das ein kritisches Thema.

Der bereits angesprochene Lerneffekt von Spielen wurde immer wieder in Verbindung mit den sogenannten “Serious Games” gebracht, die sich zwar auch dem Unterhaltungs-, hauptsächlich aber dem Lernaspekt widmen. Das wurde jedoch von Seiten des Publikums als eine “Instrumentalisierung der Spiele” kritisiert. Nach einer verkürzten Abschlussrunde hatte man die Möglichkeit zu einer kurzen Verschnaufpause mit Essen und Getränken.

Danach ging es um 14:00 zur Podiumsdiskussion “Enter the Next Level – Dein Weg in die Spielewirtschaft”. Unter den einberufenen Gesprächsteilnehmern gab es auch Spieleentwickler wie etwa Linda Kruse von “The Good Evil” und Odile Limpach von Ubisofts Tochtergesellschaft Bluebyte. Aber auch Björn Bartholdy vom Cologne Game Lab, der schon häufiger an der Next Level teilnahm, Joachim Ortmanns aus dem Mediengründerzentrum NRW und Carsten Widera-Trombach von Crenetic, brachten sich in die Diskussion ein. Ziel dieser Diskussion war die schonungslose Aufklärung über den komplexen Weg vom interessierten Studenten bis zum Spieleentwickler. Eine der wichtigsten Qualifikationen, die von den Arbeitgebern in der Spieleentwicklerbranche verlangt würde, sei “Teamarbeit” so Odile Limpach. Außerdem herrsche im Moment ein so großes Angebot an interessierten Arbeitskräften, besonders beim Entwicklergiganten Ubisoft, dass die Messlatte jetzt deutlich höher liege und nun ein besserer Abschluss an den Schulen und Universitäten als früher verlangt werde. Inzwischen sei es üblich erst nach langer gründlicher Ausbildung (Studium, Ausbildung, Praktika) in die Spielewirtschaft einzusteigen. Abschließendes Fazit war, dass der persönliche Ausbildungsweg und die Anforderungen der neuen Arbeitsstelle möglichst im Einklang stehen sollten.

Parallel dazu liefen im Kinosaal “Deine 10 Minuten”. Hier gab es die Möglichkeit für jeden Interessierten, auf einer Bühne innerhalb von 10 Minuten ein Thema freier Wahl vorzustellen. Eigene Projekte zum Thema Spieleproblematik (bspw. Emotionen beim Spielen/ verlieren), aber auch kunstwissenschaftliche Deutungen und viele andere Themengebiete waren vertreten, darunter auch der Ctrl-Blog.

Damit war der offizielle Terminplan abgeschlossen und man konnte sich noch einmal ganz in Ruhe einer N64 oder auch dem Space Ship Simulator “Artemis” widmen. 

Artikel auf dem CTRL-Blog.de

 

Mitmach Angebote in Hülle und Fülle

Von Lars Funke

Auf der Next Level Conference war dieses Jahr ein Stand zur Oculus Rift, der iChallenge, diversen Flugsimulatoren und einem PacMan Brettspiel. Außerdem waren noch einige Vorträge dabei. Darunter zum Beispiel auch einer der von 4 großen YouTubern (DoktorFroid, SpaceFrogs und Robbubble) gehalten wurde. Dieser Artikel beschäftigt sich allerdings erst einmal mit den offenen Mitmach-Angeboten.

Artemis Space Ship Simulator

MIMG_6686ein Highlight war das Spiel Artemis Spaceship Bridge Simulator: Es ist ein Spiel, wo man mit 6 Leuten die gesamte Brücke von StarTrek nachspielt.  Es gibt verschiedene Rollen, die verschiedene Aufgaben haben, wie zum Beispiel der Kommunikations-Offizier der über seinen Screen andere Schiffe und Raumbasen anfunken kann. Das Spiel ist konzipiert für 6 Leute und basiert auch darauf, dass alle mitspielen. Denn nur mit einer genauen Kommunikation und Vertrauen unter den einzelnen Team Mitgliedern kann man, vor allem die schwierigeren Missionen, nur schaffen.

Oculus Rift

IMG_6682Die Oculus Rift Brille simuliert beim Aufsetzen einen 3-dimensionalen Raum um den Spieler herum und gibt dem Spieler die Möglichkeit Dinge zu berühren oder sogar zu bewegen. Leider ist diese Technologie noch in der Beta Phase, trotzdem ist sie schon relativ weit ausgereift und das Spiel was ich getestet habe war echt interessant aber leider noch ein bisschen verbugt. Das angesprochene Spiel war eine Simulation eines menschlichen Herzens, das gedreht werden konnte und man auf Knopfdruck durch dieses hindurch “fliegen” konnte.

iChallenge

Die iChallenge ist eine App die mit einem Spielleiter verbunden werden kann und von diesem dann Aufgaben gestellt bekommt, ein bisschen so wie eine Schnitzeljagd, nur digital. Das Grundprinzip ist einfach in einem Raum/Gebäude/Platz hängende QR Codes mit verschiedenen Nummern drauf zu finden und zu scammen. Die App zeigt einen Grundriss des Gebäudes an und sagt dem Spieler, in welchen Bereich ca. die Aufgabe hängt. Wenn der Spieler die Aufgabe in Form des QR Codes gefunden hat muss er diesen ein Scannen und die Aufgabe wird für ihn freigeschaltet.

Whacky Wit – PacMan Brettspiel

IMG_6728Das PacMan-Brettspiel ist genauso aufgebaut, wie das Videospiel. Außer das jetzt 2 Spieler gegeneinander antreten und abwechselnd würfeln. Auf der Next Level Conference bot sich das analoge Brettspiel als Abwechslung zu den digitalen Spielen gut an und war stark besucht.

 

 

Artikel auf dem CTRL-Blog.de