JuMP-Herbstferiencamp in Bielefelds Haus Neuland

In der zweiten Woche der Herbstferien 2017 fand das Feriencamp JuMP statt, um politische Bildung, welche für Jugendliche oft nicht einfach zu greifen ist, auf kreative Weise zugänglich zu machen. Das diesjährige Thema "Willkommen in You-Topia" konnte von den 15 Jugendlichen in drei unterschiedlichen Workshops bearbeitet werden.

von Stefan Hintersdorf

Der erste Workshop zum Thema You-Topia fand in der selbsterstellten Stadt der Jugendlichen in Minecraft statt. Innerhalb der 4 Tage entwickelten die Teilnehmer_innen ihre eigene kleine Welt, in der sie zusammen leben und arbeiten mussten. Damit sie dies problemlos schaffen konnten, mussten einige Rollen verteilt werden, die ihrem Zusammenleben Struktur gaben. So wurden Richter, Polizisten und ein Bürgerrat gewählt, die allesamt für das Einhalten der, von den Teilnehmer_innen selbsterstellten, Regeln zuständig waren.
Aber auch die Stadt an sich war etwas Besonderes. Denn sie war in der Mitte in zwei Bereiche unterteilt, um so altmodisch gegen modern darzustellen. Eine Seite der Stadt war nur aus Holz gebaut, um das Altmodische zu symbolisieren, während die andere Seite moderne Gebäude, wie ein riesiges Hotel, beinhaltete.

In einem anderen Workshop verwirklichten die Jugendlichen mithilfe eines Videos ihr You-Topia. In diesem Film ging es passend zu Halloween um Geister und Geisterjäger. In dem lustigen Kurzfilm wurden sonst gruselige Themen auf die Schippe genommen. So setzten sich die zwei Protagonisten in den Kopf, Geister zu finden, um so weitere Fördergelder zu bekommen. Da sie aber nicht fündig wurden, fingen sie an die Geister vorzugaukeln und auf Film oder Bild aufzunehmen. Die Jugendlichen arbeiteten in allen Belangen am Film mit - vom Drehbuchschreiben über die Kameraarbeit bis hin zum Make-up waren sie alle involviert.

Mit dem Thema Stop Motion konnten sich die Teilnehmer_innen im dritten Workshop beschäftigen. Hier wurde die Möglichkeit geboten, mit wenigen simpelen Mitteln einen Kurzfilm zu erstellen. Durch die Aufnahme vieler Bilder entsteht hier, ähnlich dem Daumenkino, die Illusion, dass sich Gegenstände, in diesem Fall Playmobilefiguren, bewegen. Die Teilnehmer_innen schafften es so, mithilfe hunderter Bilder eine kleine Geschichte über einen Raubüberfall in einem Park rund um eine Gitarre – inklusive Happy End – zu erzählen.

Das Projekt JuMP wird gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und fand mit Unterstützung der Referenten der GMK und der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW statt.