Hollow Knight

Genre
Jump&Run
USK
nicht USK geprüft (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Team Cherry
Erscheinungsjahr
2017.02
Systeme
PC, Nintendo Switch, Mac
System im Test
Nintendo Switch
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Steam, Nintendo eShop
Kurzbewertung
Sehr unterhaltsamer Plattformer in der Tradition von Metroid and Castlevania
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von Metroidvania-Spielen
Sprache
Deutsch
Grafik
düstere Comicgrafik
Sound
abwechslungsreiche musikalische Untermalung

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Der Hollow Knight
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Geschick, Hand-Augen-Koordination, gute Reaktionen
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
düsteres Leveldesign, Gegner teilweise unheimlich gestaltet, sehr schwer
Redaktion
Jan Scheurer
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4Screenshot 5

Spielbeschreibung:
Die ersten Castlevania- und Metroid-Titel haben damals noch unbewusst ein ganzes Genre, treffend Metroidvania genannt, begründet. Die Bezeichnung steht dabei für 2D-Titel mit offener Spielwelt, die allerdings häufig durch vorerst unüberwindbare Grenzen beschränkt sind. Diese Grenzen lassen sich meist erst im Laufe des Spiels überwinden. Hollow Knight packt dieses Spielprinzip in eine schön-schaurige Umgebung, komplett mit handgezeichneten Charakteren. Der namensgebende Held wird dabei vor einer zweidimensionalen Welt gesteuert, die mit vielen Rätseln und vor allem Gegnern gefüllt ist. Dabei wird darauf gesetzt, dass nach und nach nicht nur das Repertoire an Fähigkeiten des Titelhelden steigt, sondern die Fähigkeiten und Reaktionszeiten der Spielenden. Denn viele der Gegner, vor allem die Bossgegner, können nur mit dem richtigen Momentum besiegt werden. So können geübte Spieler_innen theoretisch bereits ab Spielstart so gut wie alle Gegner besiegen.

Pädagogische Beurteilung:
Bockschwer
Wo der Beginn des Spiels noch relativ einfach von der Hand geht, zieht der Schwierigkeitsgrad schnell stark an. Dabei bietet Hollow Knight keine Optionen diesen herabzusetzen, sodass jüngere Spieler_innen oder Einsteiger_innen hier vor einer größeren Herausforderung stehen. Besonders Hartnäckigkeit macht sich hier bezahlt und bis einer der zahlreichen Bossgegner besiegt ist, sind nicht selten viele Versuche nötig, um die richtige Taktik herauszufinden. Dazu kommt, dass Spieler_innen an vielen Stellen vom Spiel alleine gelassen werden. So gibt es kaum Hinweise, wo die nächste Speichermöglichkeit besteht, so dass man teilweise ganze Passagen wiederholen muss, falls man sich frühzeitig ins digitale Ableben verabschiedet. Komfortfunktionen, wie eine Karte und Positionsmarker für Händler oder Speicherorte, müssen erst durch die Währung Geo freigeschaltet werden. Diese wird durch das Besiegen von Gegnern gesammelt. Stirbt die Spielfigur, verlieren die Spielenden auch ihr Geo, das allerdings durch die Rückkehr zum Ort des Sterbens wieder eingesammelt werden kann. Stirbt man auf dem Weg dahin aber nochmals, ist das Geo verloren. Das kann besonders bei kniffligen Passagen und besonders viel gesammelten Geo stark frustrieren.

Gelungene Atmosphäre
Die handgezeichnete Grafik ist detailliert und gibt den düsteren Stil sehr gut wieder. Hier besteht aber das Potential, dass die Atmosphäre besonders für junge Kinder unheimlich sein kann. Denn häufig sind die Passagen nur spärlich beleuchtet, dafür aber gefüllt mit riesigen Monster, die an Insekten erinnern und dem Titelhelden den Garaus machen wollen, oder mit außerirdisch wirkender Flora.

Fazit:
Hollow Knight bietet ein extrem schweres, aber gleichzeitig auch ungemein forderndes Spielerlebnis. Denn jeden Fehler, den Spielende begehen, kann ebenso von ihnen verhindert werden. Nur selten ist das Spiel dabei unfair. Vielmehr wird ein hohes Niveau von Spieler_innen abverlangt. Um Frust zu vermeiden und sich außerdem von dem düsteren Grafikstil nicht verschrecken zu lassen, sollten Spieler_innen ein gewisses Grad an Reife mitbringen.