Heave Ho

Wir alle kennen und lieben sie und hassen die besten Freunde, mit denen wir sie spielen: Couch-Party-Games – Ein Genre von dem es, meiner Meinung nach, nie genug geben kann. Zu dieser Kategorie ist auch das seit dem 29.8. erhältliche Heave Ho aus dem Hause Devolver zu zählen. Allerdings mit dem feinen Unterschied, dass hier nicht wie bei anderen Couch Multiplayern jeder gegen jeden spielen muss, sondern alle gemeinsam (und am besten auch gleichzeitig) das Level meistern.

Von Jan Turowski

Es ist das zweite Spiel von dem Pariser Studio Le Cartel. Die Idee für Heave Ho kam bei einem Game Jam, bei dem die Aufgabe gestellt wurde, ein Spiel zum Thema Street Workout zu machen. Heraus kam ein kleiner spielbarer Blob mit zwei überdimensional langen Armen und der Grundstein für Heave Ho war gesetzt.

Wie eingangs schon erwähnt geht es in Heave Ho darum, kooperativ einen Parcour-Level zu bestreiten. Man steuert einen „Blob“ mit Gesicht und zwei überdimensionierten Armen, mit denen man sich jeweils an Gegenständen oder Mitspielern in der Umgebung festhalten kann. So lassen sich im Mehrspieler-Modus erstaunlich lange Ketten bilden, mit denen man mit viel Schwung sehr weit fliegen kann. Natürlich hat das Spiel auch einen Einzelspielermodus, der ist aber nur halb so spaßig … bzw. nur ein Viertel. Hierbei ist auch zu erwähnen, dass die Level sich der Spieleranzahl dynamisch anpassen. Beispielsweise sind bei vier Spielern die Plattformen weiter voneinander entfernt als wenn man nur zu zweit spielen würde. Sollte man eine dieser besagten Plattformen verfehlen, steht ein Fall in die unendliche Tiefe bevor, der mit einer Explosion in viele bunte Farbkleckse vollendet wird.

Das Spiel ist in 8 sogenannte „Runs“ mit jeweils 5 Leveln gegliedert: Es gibt einen Run in den Bergen mit spitzen Zacken (die einen ebenfalls in einen Haufen Farbkleckse verwandeln), eine Höhle, in der jeder Spiele einen kreisförmigen Schimmer um sich hat, ohne den er sonst nicht sehen würde, den Dschungel, in dem man Lianen geschickt zur Fortbewegung nutzen muss, denn Canyon, in dem man ein Ei wieder sicher zurück in sein Nest befördern muss, die Stadt, mit tückischer Elektrizität und schließlich den Zirkus, in dem man verschiedene Stunts vorführen muss. In jedem dieser Runs lassen sich, zusätzlich zum eigentlichen Ziel das Level zu beenden, auch noch Coins einsammeln, die dann Kostüme für die Charaktere freischalten. Unter den Klassiker wie Ritter, Cowboy und co. lassen sich auch andere Stereotypen wie Asiate oder Franzose finden. Bis zu 40 solcher Kostüme kann man freischalten, darunter auch einige Devolver Cameos aus Titeln wie „Hotline Miami“ und dem neuen „Fall Guys“. Diese sind frei mit den 4 verschiedenen Gesichtszügen kombinierbar: Da wären wütend, dumm, kawaii und Diva, die auch jeweils mit passenden Stimmen und Sound-Effekten versehen wurden.

Während man die aufsteigend schwieriger werdenden Level meistert, läuft in der oberen linken Ecke ein Timer mit. Zur Zeit werden die Bestzeiten aber leider nur lokal auf PC oder Switch gespeichert. Das soll sich in Zukunft aber vielleicht ändern. Ich bin gespannt und werde mich hoffentlich bald intensiver diesem wunderschönen Party-Spiel widmen.

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