Dreams

Genre
Simulation
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Media Molecule
Erscheinungsjahr
2020.02
Systeme
Playstation 4
System im Test
Playstation 4
Systemvoraussetzungen
PS4
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Baukasten zum Erstellen von eigenen Videospielen
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Kreative und Bastler
Sprache
Deutsch
Grafik
realistisch bis abstrakt
Sound
atmosphärische Hintergrundmusik

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
selbsterstellte Kreationen
Mehrspielermodus
angekündigt
Spielforderungen
Kreativität, längere Spielzeiten
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
Komplexität könnte Anfänger_innen überfordern
Gruppenleiter
Dirk Poerschke
Game On/Two Kinderhilfezentrum Düsseldorf
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Dreams
wurde im August 2019 auf der gamescom als bestes Spiel mit dem Best of gamescom Award ausgezeichnet. Bis Februar 2020 konnte man schon vor der offiziellen Veröffentlichung für die PS4 eigene Spiele entwerfen und die der anderen “Dreamer” spielen. Dazu werden unterschiedliche Werkzeuge miteinander verbunden, wie z.B. geometrische Formen, unzählige Design-Vorlagen, Farben und ein eigenes Musik-Tool. Dreams will damit ein Kreativ-Baukasten sein. Schon heute gibt es eine Menge interessante Spielideen. Die Paletten der Tools erweitern sich ständig und der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Wenn es richtig gut werden soll, macht das aber auch eine Menge Arbeit. Kann sich aber lohnen, denn die besten Ideen werden jährlich ausgezeichnet.

Pädagogische Beurteilung:
Wie steuert man Kreativität? 
Das Tutorial erklärt die wichtigsten Steuerungselemente. Dazu wird eine Plüschkugel, die Spielfigur namen "Imp", gesteuert. Diese fungiert als Cursor, mit der sich Objekte greifen, ziehen, anordnen und manipulieren lassen. Das ist erstmal gewöhnungsbedürftig, denn es wirkt etwas seltsam, mit einer Plüschkugel die Objekte zu bewegen. Der Imp kann aber viele der Objekte übernehmen, in diese Objekte sozusagen hineinspringen, und wir steuern diesen zum Objekt-gewordenen Imp. Damit wird alles, was wir übernehmen, auch zur Spielfigur.
Zudem gibt es unterschiedliche Spielmodi: Das Dream Surfing ist einer davon. Traumsurfen ist der Hauptmodus, in dem selbst erstellte Spiele mit anderen geteilt werden können. Darin befinden sich eine Menge unvollendeter Projekte der Community und damit auch viel Quatsch. Genauso werden aber auch fertige und durch die Entwickler besonders empfohlene Spiele präsentiert, die uns zeigen, was für ein mächtiges Werkzeug Dreams sein kann. Diesen Projekten können wir folgen, diese mit einem Like versehen und, falls von den Macher_innen auf öffentlich gestellt, selber benutzen und für die eigenen Ideen weiter entwickeln. Professionelle Storys und sehr gute, meistens kleinere Ideen bringen hier schon jetzt viele Stunden Unterhaltung. Ein weiterer Modus sind die wöchentlichen GameJams, in dem Spiele zu einem bestimmten Thema entwickelt werden sollen. Die besten Projekte werden wiederum von der Community bewertet und erhalten Auszeichnungen. 

Für die eigenen Träume arbeiten! 
Für die Tester_innen war der spannendste Modus aber die Traumformung. Hier findet man die Vorlagen für eigene Spiele, erstellt eigene Vorlagen und kann eigene Musik und Geräusche produzieren. Dies ist also eine Art visualisierte Spiele-Engine mit einem, auf den ersten Blick, niedrigschwelligen Zugang. Hier zeigt sich auf die größte Leistung von Dreams. Die umfangreichen Prozesse, wie Videospiele professionell gemacht werden, können hier auf eine spielerische Weise vermittelt werden. Dies war für die Tester_innen eine ganz neue Erfahrung. Die Werkzeuge in diesem Bereich werden durch zahlreiche Tutorials erklärt und die Jugendlichen sind noch lange nicht bis in die letzten Möglichkeiten vorgedrungen oder an Grenzen gestoßen. Wer sich da wirklich einarbeiten möchte, sollte viel Zeit mitbringen.
Gut ist auch, im Vorfeld zu wissen, was man eigentlich machen möchte. Das bedeutet, es ist von Vorteil, das Spielprinzip festzulegen, die Geschichte in einem Drehbuch zu beschreiben und die Aufgaben planmäßig umzusetzen. Zusätzlich bietet sich das gemeinsame Arbeiten an einem Projekt an. Die Testergruppe hat sich sehr schnell zusammengefunden und jeden einzelnen Schritt immer wieder diskutiert und hinterfragt. Man lernt mit der Beschäftigung in der Traumformung, dass es sehr viel Arbeit ist, ein wirklich gutes Spiel selber zu bauen. Es gibt auch auch schnell ansehnliche Erfolge, was die Motivation für neue Projekte enorm steigert. Vor allem macht es aber einfach Spaß, sich immer wieder neue Welten auszudenken und zu erschaffen.

Was die Zukunft bringt
Die Anbieter verzichten vorbildlich auf Tools, mit denen Geschmacklosigkeiten in die Spiele eingebaut werden können. Alles wirkt im Vorfeld altersangemessen. Zukünftig wird sich zeigen, was sich die vielen Nutzer_innen noch ausdenken werden. Es wird aber auch aktuell bereits an technischen Lösungen zur Löschung von unpassenden Inhalten, wie anschauliche Gewalt oder sexuelle Inhalte, gearbeitet. Zudem soll ein Meldesystem durch die Community integriert werden. 

Fazit:
Viele Projekte habe in der Vergangenheit versucht, die Kreativität von Spieler_innen mit Hilfe einer Entwicklungsumgebung, in der 3D-Spiele ohne Code erstellt werden können, herauszufordern. Über diese Game Design-Tools für Kinder und Jugendliche gibt es hier auf der Seite einen gesonderten Artikel. Dreams nimmt da eine besondere Stellung ein. Zum einen sind die modernen technischen Möglichkeiten eindrucksvoll umgesetzt und das Design orientiert sich an den Standards der heutigen Blockbuster. Die konsequente Umsetzung als Tool für eine Community machen das Projekt zu einem Aushängeschild für die PS4. Sich wirklich in das Spiel einzuarbeiten, ist natürlich nochmal eine andere Herausforderung, aber die Jugendlichen hatten schon die wildesten Ideen und Träume von ihrem zukünftigen Spielehit.

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Spieletester
GamesLab GamingGroup
Düsseldorf
Bewertung Spielspass